Investitionen in Entwicklungsländern als Chance für mittelfränkische Unternehmen – MdB Wöhrl und IHK Nürnberg informierten über Möglichkeiten der Finanzierung von Auslandsprojekten
Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken richtete Dagmar G. Wöhrl, Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eine Informationsveranstaltung für Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg aus.
Ziel war es zu zeigen, wie Mittelständler beim Eintritt in die Märkte von Schwellen- und Entwicklungsländern unterstützt werden können. Über 40 Unternehmen aus der Region nutzten das Angebot, sich bei Bruno Wenn, Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), aus erster Hand über Möglichkeiten der Finanzierung von Auslandsprojekten aufklären zu lassen. Auch der neue Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Michael Fraas, war unter den Gästen. [...]
Rede Mittelstand, Unternehmertum und kooperative Ökonomie anlässlich der Partnerschaftsversammlung von Opticland am 19.4.2010 in Nürnberg
Sehr geehrte Damen und Herren,
es gibt nur wenige Branchen von denen man behaupten kann, dass sie ihren Kunden zum Durchblick verhelfen – deren Produkte eine klarere Sicht der Dinge schaffen.
Die Augenoptiker zählen sicherlich dazu. Und im Zuge des demografischen Wandels wächst ihre Bedeutung (Stichwort: Alterssichtigkeit). Die Alterung der Gesellschaft verschafft langfristig gute Geschäftsaussichten. Aber wie sieht die aktuelle Lage aus? Morgen (20.4.) stellt der ZVA (Zentralverband der Augenoptiker) die wichtigsten Branchenkennzahlen für 2009 vor. Ich bin gespannt, wie sich die Augenoptiker durch das Krisenjahr 2009 gekämpft haben.
In den letzten Jahren ist der Branchenumsatz kontinuierlich gestiegen – ebenso wie die Beschäftigten- und Auszubildendenzahlen (Drei Viertel des Nachwuchses ist weiblich). 2008 lag die Arbeitslosenquote in der Branche bei lediglich 2,7%. Das ist beeindruckend.
Natürlich hat die Wirtschaftskrise auch die Augenoptiker getroffen. Aber ich denke, dass die morgigen Zahlen zeigen werden, dass die Branche glimpflicher durch die Krise gekommen ist, als befürchtet. Soweit ich informiert bin, ist der Branchenumsatz 2009 um ca. 1,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (informelle Angabe des ZVA).
Und auch Daten der Gesamtwirtschaft geben Anlass zum Optimismus. Die Industrieproduktion legt zu Jahresbeginn weiter zu.
Und auch der Handel kann sich behaupten. Mehr als drei Viertel der Händler bewerten ihre Lage als gut oder befriedigend (DIHK-Handelsreport 2010).
Was die Erwartungen für 2010 angeht, blickt der Großhandel wieder mit deutlich mehr Optimismus in die Zukunft als im Vorjahr. Die Erwartungen im Einzelhandel bleiben dagegen etwas zurückhaltender, aber sie verbessern sich immerhin leicht.
Das lange Zeit befürchtete “dicke Ende” beim Konsum dürfte ausbleiben – vor allem dank des erfreulich robusten Arbeitsmarktes. Die Arbeitslosigkeit ist im März saisonbereinigt gesunken – sowohl gegenüber dem Vormonat (-1,3%) als auch gegenüber dem Vorjahr (-0,5%). [...]
Rede anlässlich der START Messeeröffnung in Nürnberg am 3. Juli 2009
In 2008 gab es rund 400.000 neue Gründer in Deutschland. Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Dieser Trend hat sich in den ersten Monaten jedoch wieder umgekehrt. Gründer werden in allen Konjunkturphasen gebraucht. Gerade auch in Zeiten der Krise. „Unternehmer sein ist cool geworden“ – so der international renommierte „Economist“ in seiner jüngsten Spezialausgabe zu „Entrepreneurship“. Diesem Zitat kann ich voll und ganz zustimmen. Denn es steht für ein verändertes Wertebewusstsein der Gesellschaft.
Das Unternehmerbild ist unserer Gesellschaft oft genug negativ geprägt: Unternehmer leben von anderer Leute Arbeit. Der Unternehmer, der sich für sein Unternehmen und die Arbeitsplätze engagiert, kommt selten in die Schlagzeilen. Wir brauchen ein positives Unternehmerbild in Deutschland. Denn Jobs fallen nicht vom Himmel. Sie werden in Unternehmen durch deren Führungskräfte geschaffen. Und dafür arbeiten sie hart, oft 60 bis 70 Stunden in der Woche. Unternehmer sind „Mut – Macher“. Wir brauchen mehr davon – in der Region Nürnberg und in ganz Deutschland.
Zu einem positiven Unternehmerbild gehört auch die Einräumung einer zweiten Chance. So genannte Restarter, die nach einem Scheitern, ein zweites Mal den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit wagen, haben meinen unvoreingenommenen Respekt. Erfahrung zählt – das gilt auch im Unternehmerleben. Je innovativer die Unternehmen in Deutschland sind, desto nachhaltiger können sie im globalen Markt bestehen. Sie sind die Hauptakteure für Wachstum und Wohlstand. Nach Analysen der KfW-Bankengruppe schaffen innovative Gründungen zweieinhalb Mal so viele Arbeitsplätze wie „normale“ Gründungen. Darum steht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit einer Reihe von Förderprogrammen zur Seite.
Veranstaltung “Runder Tisch” am 26. Juni 2009 im Le Méridien Grand Hotel, Nürnberg
Dagmar Wöhrl redet Klartext. Kredite: Will sie keiner oder bekommt sie keiner?
Veranstaltung “Runder Tisch” am 26. Juni 2009 im Le Méridien Grand Hotel, Nürnberg
Veranstaltung “Runder Tisch”
Dagmar Wöhrl redet Klartext
Kredite: Will sie keiner oder bekommt sie keiner?
Wann: Am 26. Juni 2009, 18.00 – 19.30 Uhr
Wo: Le Méridien Grand Hotel, Nürnberg, Am Hauptbahnhof

Aus aktuellem Anlass möchte ich Sie herzlich einladen, über das oben genannte Thema mit den relevanten Banken aus unserer Region und uns zu diskutieren.
Es stellen sich Ihren Fragen:
Dr. Stefan Breuer, Direktor der KfW Bankengruppe
Roland Burgis, Vorstandsmitglied, Sparkasse Nürnberg
Horst Schmidt, Firmenkunden Nordbayern, Commerzbank / Dresdnerbank
Bernd Sauter, Geschäftsleitung, Region Bayern-Nord, Deutsche Bank
Horst Schneider, Vorstandsvorsitzender, Evenord Bank
Reinhard Kleber, Privat- und Geschäftskunden, HypoVereinsbank
Brigitte Baur, Vorstand, Volks- und Raiffeisenbanken Nürnberg
Im Anschluss an die Eingangsstatements der Banken sind vor allem Sie gefordert und aufgefordert.
Stellen Sie Ihre Fragen, schildern Sie Ihre betriebliche Situation und reden auch Sie Klartext. Darüber was Sie bewegt, behindert, was Sie benötigen. Nach der hoffentlich kontroversen und offenen Diskussion bekommen Sie auch die Gelegenheit, Ihre persönlichen Anliegen mit der Bank „Ihrer Wahl“ in einem 4-Augen-Gespräch zu vertiefen. Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass Ihr Finanzbedarf oder Ihre gewünschte Banken-Unterstützung vorrangig behandelt werden.
Ich freue mich sehr auf Ihr Kommen und wünsche bis dahin gute Geschäfte!
Um Rückmeldung mit Faxantwort (hier klicken zum Download) wird gebeten.
Rede Anlässlich des Branchenhearings Pressemarkt am 16. März 2009 im Literaturhaus München
Kultur- und Kreativwirtschaft ist vielfältig und bunt. Dies wollen wir auch mit dem von uns gewählten Logo zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig wollen wir deutlich machen, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft eine Reihe von Teilbranchen umfasst. Teilbranchen interagieren vielfältig: So arbeiten z. B. bei der Erstellung einer Zeitschrift Journalisten, Redakteure, Drucker, Grafiker und Fotografen eng zusammen. Auch diese Verzahnung, dieses Zusammenspiel soll durch Logo zum Ausdruck gebracht werden. Bei allen Unterschieden: Die Teilbranchen haben eine ganz wesentliche Gemeinsamkeit: Ihre schöpferische Aktivität. Was wollen wir nun mit der heutigen Veranstaltung erreichen?
Nach unserer branchenübergreifenden Auftaktveranstaltung, die am 7. Mai 2008 in Berlin im BMWi stattgefunden hat, wollen wir den begonnenen Dialog in Branchenhearings mit den einzelnen Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft fortsetzen, intensivieren und vertiefen. Denn: Für ihre weiteren Arbeiten ist die BReg auf Ihre Unterstützung, Ihr Know-how und Ihre Mithilfe angewiesen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, Sie über die Ziele der Initiative und das weitere Vorgehen zu informieren.
Weiterhin soll diese Veranstaltung dazu dienen, Ihre Einschätzungen zur wirtschaftlichen Bedeutung und Entwicklung des Pressemarktes sowie Ihre Erwartungen an eine gemeinsame Zusammenarbeit kennen zu lernen. Positiv, dass innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft der Pressemarkt wirtschaftlich eine beachtliche Bedeutung hat. Nach Schätzungen waren hier im Jahr 2008 129.000 Erwerbstätige tätig. Der Umsatz lag bei rund 27 Mrd. Euro.
Rede anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse der Studie „Kultur- und Kreativwirtschaft“ am 17. Februar 2009
Mit unserer Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft wollen wir die Strukturen und großen wirtschaftlichen Potentiale der Branche in die breite Öffentlichkeit hineintragen. Denn: Wie bei kaum einem anderen bedeutenden Wirtschaftsbereich fallen bei der Kultur- und Kreativwirtschaft Wahrnehmung und Wirklichkeit weit auseinander. Darauf werde ich gleich bei der Vorstellung der wichtigsten Ergebnisse der Studie noch mal zurückkommen. Außerdem wollen wir zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft konkrete Hilfestellungen dort geben, wo es aus Bundessicht notwendig und sinnvoll ist.
Diese Aufgabe betrifft vornehmlich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das auch die Haushaltsmittel der Initiative verwaltet. Aber: Wir haben uns in der Bundesregierung sehr bewusst für eine ressortübergreifende Zusammenarbeit entschieden. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass sich originäre Zuständigkeiten einzelner Ressorts , also z.B. Bundesministerium für Wirtschaft für KfW-Förderung, Bundesministerium der Justiz für Urheberrecht oder Bundesministerium für Arbeit und Soziales für Künstlersozialversicherung, im Sinne einer gemeinsamen Sache verbinden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der hier heute durch Frau Dr. Berggreen-Merkel vertreten ist, steuern gemeinsam die Umsetzung der Initiative. Bisherige Resonanz der betroffenen Wirtschaft ist überaus positiv.
Die nun in der Endfassung vorliegende Studie ist ein gewichtiger Baustein unserer Gesamtstrategie. Mit der Beauftragung der Studie haben wir auch die Empfehlung der Enquete-Kommission des Bundestages „Kultur in Deutschland“ aufgegriffen, die Forschung und Analyse zum Thema Kultur- und Kreativwirtschaft weiter zu intensivieren.


