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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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„Jetzt muss Europa nachlegen“ MdB Wöhrl begrüßt Beschlüsse der Innenministerkonferenz hinsichtlich der syrischen Flüchtlinge

Anlässlich der auf der Innenministerkonferenz getroffenen Beschlüsse hinsichtlich der syrischen Flüchtlinge erklärt die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar G. Wöhrl, Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag (AwZ):

„Angesichts der stetig steigenden Zahl syrischer Flüchtlinge und der hohen Zahl an Aufnahmeanträgen, die die Kommunen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erreichen, sieht man, dass wir Bedarf an einem 3. Kontingent haben. Deshalb freue ich mich über den Beschluss der Innenministerkonferenz, ein weiteres Aufnahmeprogramm für 10.000 Flüchtlinge aufzulegen, sehr. Besonders habe ich die syrisch-orthodoxen Christen im Blick, denn es ist offenkundig, dass vor allem Christen unter enormer Verfolgung in Syrien zu leiden haben.“


Wöhrl weiter:

„Bislang hatte Bayern leider kein eigenes Landesprogramm aufgelegt. Ich habe deswegen mit Freude die Aussage unseres Innenministers Joachim Herrmann vernommen, dass wir in Bayern nun bereit sind, unseren Beitrag zusätzlich zu unserem bereits zugewiesenen Kontingent zu leisten.“


„Leider ist das Prozedere, bis die syrischen Flüchtlinge tatsächlich bei uns in Deutschland ankommen, sehr langwierig. Ich hoffe, dass beim nächsten Kontingent aus den Erfahrungen, die man bislang gemacht hat, die richtigen Schlüsse gezogen werden und dass es gelingt, das Antragsverfahren so unbürokratisch wie möglich zu gestalten, um diesen traumatisierten Menschen möglichst schnell helfen zu können“, ergänzt die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Zudem bringt sie die Idee einer dritten Erstaufnahmeeinrichtung ins Spiel:

„Weiter ist zu überlegen, ob man neben den Erstaufnahmeeinrichtungen in Friedland und Bramsche, die beide in Niedersachsen liegen, ein drittes Zentrum in der Nähe von Nürnberg eröffnet, da hier die Nähe zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gegeben ist und wir zudem über einen Flughafen verfügen. Diese beiden Faktoren würden zu einer Vereinfachung des Transports und zu einer Senkung der Verwaltungskosten führen.“

Dagmar Wöhrl, Anfang März 2014 bei ihrem Besuch eines syrischen Flüchtlingslagers im Libanon. In Faida betreibt Humedica eine Zeltklinik, untersucht dort ankommende syrische Flüchtlinge und verteilt Medikamente.

Dagmar Wöhrl, Anfang März 2014 bei ihrem Besuch eines syrischen Flüchtlingslagers im Libanon. In Faida betreibt Humedica eine Zeltklinik, untersucht dort ankommende syrische Flüchtlinge und verteilt Medikamente.


Wöhrl fordert eine europäische Flüchtlingskonferenz

„Wir sind innerhalb Europas das stärkste Land und uns geht es wirtschaftlich gut. Innerhalb Deutschlands ist Bayern an der Spitze der Bundesländer. Aus diesem Grund können wir es verkraften, einen großen Beitrag zu leisten. Humanitäre Hilfe ist für mich als Christin sowohl eine Herzensangelegenheit als auch eine Pflicht im Zeichen der Nächstenliebe. Humanität darf nicht am Geldbeutel scheitern“,

plädiert die Bundestagsabgeordnete und ergänzt:

„Wir benötigen jetzt eine europäische Flüchtlingskonferenz, um auf die weitere Destabilisierung der Region durch die steigende Zahl der Flüchtlinge zu reagieren. Ich befürchte auch, dass die aktuellen Entwicklungen im Irak zu weiteren Flüchtlingsströmen nach Europa führen werden. Deshalb müssen wir zum einen verstärkt dafür sorgen, dass wir den Menschen vor Ort wieder Zukunftsperspektiven geben, aber dürfen zum anderen die Menschen in akuter Not nicht alleine lassen und vor ihnen die Tore zu Europa verschließen. Es kann nicht sein, dass einige Staaten in Europa gar keine Flüchtlinge aufnehmen. Deswegen müssen sich alle EU-Mitgliedsstaaten möglichst zeitnah an einen Tisch setzen und sich auf konkrete Zahlen und Verfahren zur Aufnahme Schutzsuchender einigen.“

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