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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Sonderprogramm ´Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug` bietet große Chance für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl erklärt:

Das Sonderprogramm ´Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug` mit den 10.000 neu zu schaffenden Plätzen halte ich für einen sehr gewinnbringenden Ansatz. Wir müssen das Potenzial, das hier für die Integration der Flüchtlinge in Deutschland und für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts liegt, voll ausschöpfen. Die besondere Chance des Programms sehe ich darin, dass Flüchtlinge selbst als Teilnehmer mitmachen können. Engagement für Flüchtlinge mit der Hilfe von Flüchtlingen ist ein zukunftsweisendes Konzept. Wir sollten darum mindestens die Hälfte der Stellen mit Flüchtlingen besetzen.

Wenn Flüchtlinge selbst mit anpacken, dann hilft das ihnen bei ihrer Integration, weil sie lernen, in unserer Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Wenn Flüchtlinge sich selbst für Flüchtlinge einsetzen, wird das auch zur weiteren gesellschaftlichen Akzeptanz von Flüchtlingen beitragen. Die Kenntnisse aus den Intensivsprachkursen, die am Anfang des Programms vor Dienstbeginn absolviert werden, können die Flüchtlinge direkt in der Praxis anwenden und stärken. Bei der Zusammenarbeit mit ihren deutschen Kollegen kann es zu einem wertvollen Erfahrungsaustausch und zum Abbau von Vorurteilen kommen. Mit ihren verschiedenen sprachlichen und kulturellen Kenntnissen können die Flüchtlinge Brücken zwischen der einheimischen Bevölkerung und Menschen bauen, die gerade erst in Deutschland angekommen sind.

Hintergrund:
Im Rahmen des Sonderprogramms „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ werden bis zum 31.12. 2018 10.000 neue Stellen bereitgestellt, die zu den 35.000 bislang bestehenden „Bufdi“-Stellen dazukommen. Bewerben können sich außer deutschen Freiwilligen auch Asylberechtigte und Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive.

Mögliche Einsatzbereiche sind unter anderem: Betreuung bei Unterbringung und Versorgung in Flüchtlingseinrichtungen, Unterstützung bei Alltagsfragen und als Übersetzungshelfer. Am Anfang des Programms steht bei Bedarf ein vierwöchiger Intensivsprachkurs. Während des Programms sind einsatzbegleitende Spracherwerbsmaßnahmen und Reflexionsseminare vorgesehen.

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