25 Jahre Frauen-Union Nürnberg
Die vier Nürnberger Kreisverbände der Frauen-Union im Bezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach feierten Anfang November 2010 ihr 25-jähriges Bestehen.
Bei Pianomusik und Sekt wurde der Anlass im Grand Hotel feierlich begangen. Die Bezirksvorsitzende Dagmar Wöhrl lobte das große Engagement der fast 500 Mitglieder der Nürnberger Frauen-Union. Ehrengast war die frühere Bezirksvorsitzende und ehemalige Nürnberger Bürgermeisterin Helen Jungkunz, die ebenfalls zu den rund 90 Gästen sprach.
Infobörse für Frauen in Nürnberg am 30. Oktober 2010
Unter dem Motto „Beruf als Chance – Frauen gestalten ihre Zukunft“ findet am 30.10. ab 15:00 Uhr im Nürnberger „Klee-Center“ eine Infobörse für Frauen statt.
Eine gute Idee, findet Dagmar G. Wöhrl, Mitglied des deutschen Bundestages und Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Nürnberg-Fürth-Schwabach. Sie hofft, dass viele Frauen die vielfältigen Angebote nutzen – auf diese Weise können sie einerseits zur Verbesserung der Chancengleichheit von Männern und Frauen beitragen, andererseits ihre persönlichen Chancen im Berufsleben optimieren.
Grußwort zum Jahresempfang der Frauen-Union KV Fürth-Land am 12. Juni 2010, 16.00 Uhr im Alten Rathaus, Langenzenn
„Starke Frauen, starke Stimmen, starker Sound“
Liebe Frau Barz, liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Festgäste,
Ich freue mich sehr, dass wir uns hier, zum Jahresempfang (kurz vor dem Sommeranfang am 21. Juni), zusammengefunden haben und vor allem, dass ich es diesmal schaffen konnte, bei Euch zu sein und das in einer entspannten sommerlichen Atmosphäre.
Das Motto: „Starke Frauen, starke Stimmen“ passt so gut, weil gerade in diesen Zeiten die „Stunde der Frauen“ ist! Wer noch daran zweifelt, dass Frauen heute das starke Geschlecht sind, der soll einfach nach Fürth-Land kommen! Hier sieht man, was Frauen alles bewegen können! Besonders unsere FU-Frauen!
Elan, Einsatzfreude und Entschlossenheit – das war schon immer Euer Markenzeichen! Ihr wart stets eine starke politische Stimme, die man sehr, sehr weit und deutlich hört! Das kann ich Euch versichern!
Ich möchte an dieser Stelle mal Wilhelm Busch zitieren; der schrieb um die Jahrhundertwende folgende satirische Zeilen nieder:
Bei eines Strumpfes Bereitung
sitzt sie im Morgenhabit
er liest die Kölner Zeitung
und teilt ihr das Nötigste mit.
Zu Wilhelm Buschs Zeiten hatten die Frauen noch nicht einmal die Macht, ihre Stimme bei politischen Wahlen abzugeben. Dies hat sich – Gott sei Dank – geändert. Inzwischen haben wir in Deutschland eine Bundeskanzlerin und feierten vor zwei Jahren 90 Jahre Wahlrecht für die Frauen. Und nur der unermüdliche Einsatz von Frauen hat dies möglich gemacht.
Frauen wie Ihr, die sich auch weiterhin durch ihr Engagement für Werterhaltung, Verantwortung, sozialen Zusammenhalt und Gleichberechtigung einsetzen. Ein Sprichwort sagt: “Die ganze Menschheit teilt sich in drei Klassen: Solche, die unbeweglich sind, solche, die beweglich sind, und solche, die sich bewegen.” Und man könnte hinzufügen: und die damit etwas bewegen. Etwas bewegen wollen, nicht nur zusehen, was passiert – das ist vielleicht die wichtigste Eigenart der Frauen, die sich so engagiert in der FU Fürth-Land einsetzen.
Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.
Ich möchte die Bedeutung unterstreichen, die solches Engagement für unsere Gesellschaft hat, und ich möchte die Frauen würdigen, die viel Zeit und Energie dafür einsetzen. Für ein funktionierendes Gemeinwesen brauchen wir dringend solches Engagement. Denn unsere Demokratie lebt davon, dass sich ihre Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen – für ihre eigenen Belange und für die ihrer Mitmenschen. Das ist nötiger den je zuvor; denn wir stehen vor vielen großen Herausforderungen: [...]
Dagmar Wöhrl fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit
Anlässlich des Equal Pay Days am 26. März 2010 ruft die Bezirksvorsitzende der Frauen Union Nürnberg‐Fürth‐Schwabach, Dagmar Wöhrl, Unternehmen dazu auf, die Unterschiede in den Gehältern zwischen Frauen und Männern abzubauen.
Der durchschnittliche Einkommensunterschied liegt in Deutschland – im Vergleich zum Vorjahr unverändert – bei 23 Prozent.
„Es ist eine traurige Tatsache, dass unser Land in Fragen der Lohngleichheit auf der Liste der EU‐Mitglieder so weit unten rangiert. Es ist die Pflicht der Unternehmen, diese Misstände so schnell wie möglich zu beseitigen! Frauen fordern zu Recht die gleiche Bezahlung und die gleichen Karrierechancen wie Männer – unabhängig von Familie und Kindern. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, werden in der Politik derzeit die Weichen gestellt. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Kinder bis zum Jahr 2013 ist hier eine zentrale Maßnahme. Zusätzlich ist aber die Wirtschaft gefordert, sich verstärkt für die Familienfreundlichkeit in den Betrieben einzusetzen!“, so die Bezirksvorsitzende.
Dagmar Wöhrl fordert bundesweite Hotline für Opfer häuslicher Gewalt
Jede 4. Frau wurde laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums bereits Opfer psychischer, physischer, ökonomischer oder sexueller Gewalt im häuslichen Bereich. Dagmar Wöhrl: „Diese Zahl ist alarmierend! Es ist höchste Zeit, zu handeln“.
Die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Frauen Union des Bezirksverbands Nürnberg-Fürth-Schwabach setzt sich deshalb für die Einrichtung einer bundesweiten Rufnummer ein, unter der Betroffene rund um die Uhr Unterstützung und Beratung bekommen können. „Die Hotline ist ein erster wichtiger Schritt – wenn eine Frau ihn geht, kann ihr auch effektiv geholfen werden.“ Den Frauen werden Ansprechpartner vor Ort vermittelt, wie etwa ein nahe gelegenes Frauenhaus.
Um sich ein genaues Bild von den Gegebenheiten in Nürnberg zu machen, besuchte Dagmar Wöhrl anlässlich des heutigen Weltfrauentages die Beratungsstelle des Nürnberger Frauenhauses.
Gemeinsam mit dem Bezirksvorstand der Frauen Union informierte sie sich über die Arbeit der angestellten und vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Dagmar Wöhrl lobte die aufopfernde Einsatz der Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen: „Das Frauenhaus ist oftmals der letzte Ausweg und gleichzeitig doch auch die erste Station in ein neues selbstbestimmtes Leben.“
Dagmar Wöhrl zum Weltfrauentag 2010
Dagmar Wöhrl erklärt: „Artikel 3 unseres Grundgesetzes lautet: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Schön wärs, kann ich nur sagen.“
Chancengerechtigkeit bleibt für Wöhrl ein aktuelles Thema. Für Deutschland komme es darauf an, die Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern endlich zu bekämpfen: „Frauen erhalten fast 1/3 weniger Lohn als Männer – für die gleiche Arbeit. Sie verdienen mehr! Es reicht nicht, einmal im Jahr darüber zu reden. Wir Frauen müssen täglich Gleichberechtigung einfordern – auf allen Ebenen.“
Der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“, wie er offiziell heißt, ist für viele Entwicklungs- und Schwellenländer ein gesetzlicher Feiertag! „Meistens haben diese Frauen nur ihre Arbeitskraft, auf die sie sich verlassen können. Wenn ihnen eine Idee kommt, haben sie zu wenig Geld, sie unternehmerisch umzusetzen. Deshalb muss die Entwicklungszusammenarbeit mehr mit Mikrokrediten operieren.“
Wöhrl vertritt die Auffassung, das starke soziale Gefüge in vielen Entwicklungsländern führe dazu, dass die Frauen das Geld verantwortungsbewusst zurückzahlen: „Kredite sind bei Frauen besser aufgehoben als bei Männern. Die Mikrokreditinstitute haben Rückzahlungsquoten von bis zu 98% – mehr als bei herkömmlichen Banken und vor allem mehr als bei Männern! So gewinnen Frauen mit dem Geld nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch Respekt und Selbstachtung.“
Pressemitteilung, 08. März 2010
Audiobeitrag: Interview Dagmar Wöhrl Mitschnitt der ENERGY Nürnberg Morningshow (Montag, 8. März 2010).
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Genitalverstümmelung muss in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden
Morgen werden die Länder Baden-Württemberg und Hessen ihren Gesetzesantrag zur Strafbarkeit der Verstümmelung weiblicher Genitalien erstmals im Bundesrat vorstellen. Diese rituelle Beschneidung wird vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter vorgenommen. Weltweit sind ca. 140 Millionen Mädchen und Frauen von einem solchen Eingriff betroffen. In Deutschland sind es nach Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen ca. 20.000 Frauen Mädchen und Frauen.
Dagmar Wöhrl begrüßt den Gesetzesantrag ausdrücklich und erklärt: „Die weit verbreitende Praktik der Genitalverstümmelung ist eine widerwärtige Menschenrechtsverletzung. Wir dürfen nicht länger die Augen verschließen, sondern müssen umfassend aufklären und endlich entschlossen Handeln. Genitalverstümmelung muss als eigener Straftatbestand § 226a in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Diese perverse Praktik darf in Deutschland keinen Einzug halten!“
Das deutsche Strafrecht gilt grundsätzlich nur für im Inland begangene Taten. Hier lebende Mädchen müssen aber auch vor dem Risiko geschützt werden, im Ausland Opfer einer Genitalverstümmelung zu werden. Wöhrl: „Es hat sich gezeigt, dass die bisher in die Wege geleiteten Maßnahmen nicht gereicht haben. Wir müssen jetzt den strafrechtlichen Schutz auf Auslandstaten ausdehnen.“ Dies gelte, wenn die Mädchen zur Zeit der Tat ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Die Verjährung soll bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs der Opfer ruhen. Wöhrl: „Ein solches Verbrechen darf nicht so schnell verjähren! Ein Gesetz ist hier längst überfällig.“


