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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Wasser als Lebensquelle. Zugang zu sauberem Wasser bildet die Grundlage für nachhaltige Entwicklung

UN Weltwassertag. Wasser als Lebensquelle. Zugang zu sauberem Wasser bildet die Grundlage für nachhaltige EntwicklungAnlässlich des heutigen neunzehnten Internationalen Weltwassertags ist es mir ein großes Anliegen, erneut an die Wichtigkeit von Wasser für eine nachhaltige weltweite Entwicklung zu erinnern. Im Jahr 2012 ist das Thema des Aktionstags „Wasser und Nahrungssicherheit“.

 

Durch eine nachhaltige Versorgung mit sauberem Wasser kann auch in den ärmeren Ländern die Ernährung der Menschen gesichert werden. Dies ist die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern.

Ganz anders als in Deutschland ist in Entwicklungs- und Schwellenländern die Versorgung mit hygienischem Trinkwasser, das Vorhandensein von ausreichend Wasser für Landwirtschaft und die Existenz von sauberen Gewässern für den Fischfang alles andere als selbstverständlich. Aufgrund von Übernutzung und starker Verschmutzung vieler Gewässer wächst zusätzlich der Druck. Durch das stetige Bevölkerungswachstum und die zunehmende Verstädterung auf der ganzen Welt ist der Bedarf an Wasser in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Allerdings wird es in Zukunft vor allem in ärmeren Regionen zu Engpässen bei der Wasserversorgung kommen. Die erhöhte Nachfrage nach Wasser steht einer immer schwierigeren Versorgungslage gegenüber. Allerdings hängt daran das Überleben von Milliarden von Menschen weltweit. Wir brauchen deshalb ein nachhaltiges Wassermanagement, vor allem auch für Entwicklungsländer. Denn eines ist klar: Wasser ist Lebensquelle für uns Menschen.

Ein weiterer Aspekt ist außerdem der Zusammenhang von hygienischem Wasser und der Gesundheit der Menschen. International tätige Hilfsorganisationen schätzen, dass täglich einige tausend Kinder sterben müssen, weil sie unter Virusinfektionen und Hauterkrankungen leiden, die von verunreinigtem Trinkwasser und mangelnder Hygiene hervorgerufen werden. Kinder in manchen Regionen Afrikas können Dank der besseren Versorgung mit Wasser heute bereits gesünder leben als ihre Eltern und Großeltern.

Außerdem sind in vielen Ländern oft Mädchen und Frauen für die Wasserversorgung einer ganzen Familie zuständig. Folglich liefern Frauen auch die elementare Ressource Wasser, um den Anbau von Feldfrüchten für die Versorgung der Familie zu gewährleisten. Trotzdem sind Frauen nicht ausreichend an Entscheidungsprozessen und am Wassermanagement in den jeweiligen Ländern beteiligt. Eine bessere Versorgung mit Wasser würde diesen Mädchen erlauben, regelmäßig eine Schule zu besuchen. Die positiven Auswirkungen auf nachhaltige Entwicklung wären damit enorm.

Wasserknappheit führt auch zunehmend zu nationalen und internationalen Konflikten. Noch ist nicht abzuschätzen wie stark Konflikte und womöglich auch Kriege um die Ressource Wasser zunehmen werden. Schon heute gibt es große Konflikte in einigen indischen Städten und Regionen, da dort die Wasserversorgung immer weiter eingeschränkt wird. Oft ist dort Wasser auch mit Schwermetallen und Pestiziden verunreinigt.

Diesen Herausforderungen steht ein stetig ansteigender Wasserverbrauch in Industrieländern – auch beispielsweise für die Reinigung von Obst und Gemüse sowie für die Produktion von Fleischwaren – und eine zunehmende Überdüngung der Felder gegenüber. Es ist deshalb dringend notwendig, dass wir weltweit gemeinsam über ein besseres Wasserressourcenmanagement beraten. Nur so können wir am heutigen Internationalen Weltwassertag und darüber hinaus die Nahrungssicherung für Familien in der ganzen Welt gewährleisten.

www.unwater.org/worldwaterday
de.wikipedia.org/wiki/Weltwassertag

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