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Eigenständiger Südsudan – Internationale Gemeinschaft muss jungen Staat in seiner Unabhängigkeit stützen

Im Südsudan ist nach Auszählung eines Teils der Stimmen die notwendige Mehrheit für die Loslösung vom Norden bereits erreicht. Nach Rechnung der Nachrichtenagentur AFP stimmten mindestens 2.198.422 Bürger des Südsudan für die Unabhängigkeit; dies entspricht einer Quote von 99 Prozent.

Ich gratuliere dem jungen Südsudan zu seiner Unabhängigkeit, die hoffentlich jahrzehntelanger gewalttätiger Auseinandersetzung ein Ende setzt“, so die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl.

Allerdings warnt Wöhrl zugleich vor dem Konfliktpotenzial dieser politischen Entscheidung: „Viele Fragen sind auch nach dem Referendum ungeklärt: zukünftige Niederlassungsrechte von Nomaden und Geschäftsleuten im jeweils anderen Landesteil, die Übernahme der Schulden des derzeitigen Sudan sowie der genaue Grenzverlauf. Dort, im Grenzgebiet, liegt Konfliktpotenzial unter der Erde: im Grenzgebiet liegen die größten Ölvorkommen, aber auch Bodenschätze wie Kupfer und Uran“.

Während der Süden über bis zu Dreiviertel der Ölreserven verfügt, liegen Pipelines und Raffinerie, die das Öl weiterleiten und weiterverarbeiten könnten, ausschließlich im Norden. Auch der Hafen Port Sudan und damit der einzige Zugang zu den internationalen Seewegen, liegt im Norden. „Um diese positive politische Entwicklung nicht zu gefährden, muss die internationale Gemeinschaft von Anfang an diesem jungen, im Entstehen begriffenen Staat durch Maßnahmen der Infrastrukturbildung und Institutionenbildung zur Seite stehen“, so Wöhrl.

Pressemitteilung, 21. Januar 2011

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