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Ärger mit Behörden: Welpen-Drama im Nürnberger Tierheim – Nordbayern.de, 16.12.2015

Innerhalb von 24 Stunden wurden in Bad Reichenhall 283 Tiere aus zwei illegalen Transporten beschlagnahmt. Ein Teil der Welpen befindet sich jetzt im Nürnberger Tierheim. Ihre Zukunft ist ungewiss. Jetzt äußert sich auch die Präsidentin des Tierheims – die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl.

„Die Welpen waren erschöpft, einige lagen völlig apathisch rum“, schildert Tierheimsprecherin Tanja Schnabel die Ankunft der Tiere in Nürnberg.

Die Tiere stammen aus zwei illegalen Transporten aus Ungarn und der Slowakei. Beamten hatten am Freitag in Bad Reichenhall insgesamt 215 Welpen, 48 Zebrafinken und 20 Pantherschildkröten beschlagnahmt. Sie wurden auf Tierheime in ganz Bayern verteilt; die Koordination hat der Deutsche Tierschutzbund übernommen. In der Einrichtung in Feucht sind 15 Welpen, drei befinden sich in Hersbruck. Nürnberg hat 34 Hunde, sämtliche Zebrafinken und alle Schildkröten aufgenommen.
Umweltministerium ordnet an: Alle Tiere wieder zurück!

Das Ergebnis der Untersuchung: „Die Welpen sind durchweg zu jung — zwischen vier und maximal acht Wochen“, so Schnabel. Bei einem Rottweiler habe ein Schnelltest ergeben, dass er mit der hochansteckenden Virus-Erkrankung Parvovirose infiziert ist. Weitere Laborergebnisse stehen noch aus, „die Erfahrungen aus den letzten Transporten lassen vermuten, dass alle zudem einen Darmparasiten haben“.

Am Dienstag kam dann die Hiobsbotschaft aus München, die auch im Nürnberger Tierheim auf „völliges Unverständnis“ stößt: Das Umweltministerium hat angeordnet, dass alle transportfähigen Welpen zurückgeführt werden sollen. Seuchenrechtlich sei das in Ordnung, aber man habe das Tierschutzgesetz völlig außer Acht gelassen, kritisiert Andreas Brucker vom Deutschen Tierschutzbund. Die Organisation will dagegen rechtlich vorgehen und fordert den Rücktritt von Ulrike Scharf (CSU).

Auch die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl (CSU) äußerte sich zu den Vorfällen:

„Als Präsidentin des Tierheims Nürnberg, das 34 Hundewelpen sowie sämtliche Zebrafinken und alle Pantherschildkröten aufgenommen hat, werde ich es sicherlich nicht zulassen, dass die leidgebeutelten Welpen an die verantwortungslosen und verbrecherischen Händler zurückgegeben werden.“

Auch aus tierschutzrechtlicher Sicht wäre der Rücktransport aus ihrer Sicht ein falsches Signal, wie es in der Pressemitteilung heißt.

„Es macht mich traurig, dass uns dieses Thema schon seit vielen Jahren beschäftigen muss. Die aktuelle Situation macht die Brisanz des illegalen Welpenhandels noch einmal deutlich.“

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Nordbayern.de / Nürnberger Nachrichten
16.12.2015
Claudia Beyer

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