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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Mein Praktikum bei der Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl

dagmar-woehrl-praktikum-bundestag-katja-schmittAls Jura-Studentin war ich mit den Abläufen im Deutschen Bundestag zumindest theoretisch vertraut, als ich mein Praktikum im Büro von Frau Wöhrl antrat.

Doch was geschieht tatsächlich hinter den Kulissen? Diese Frage stellen sich bestimmt viele. Deshalb zögerte ich nicht lange und ergriff die Möglichkeit, um dieser Frage mit einem vierwöchigen Praktikum auf den Grund zu gehen.

Zunächst kam ich mir vor wie am Flughafen – viele geschäftige Menschen und ein Sicherheitscheck, der einer Einreise in die Vereinigten Staaten Amerikas nahe kommt. Sobald ich meinen offiziellen Hausausweis hatte, blieb mir diese Prozedur jedoch erspart und ich genoss den Vorteil, an den täglichen Besuchermassen vorbei durch den Abgeordneteneingang zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen.

Bei all den neuen Eindrücken vergingen die ersten Tage wie im Flug. Von Frau Wöhrl und ihren Mitarbeitern wurde ich sehr freundlich willkommen geheißen und auch sofort mit zu den verschiedensten Terminen genommen. Sitzungen diverser Arbeitsgruppen, Ausschusssitzungen und Plenartage prägten den Verlauf der folgenden Wochen.

Dabei konnte ich politische Debatten zu hochaktuellen Themen aus erster Hand mit verfolgen – eine interessante Erfahrung. Bei meiner ersten Ausschusssitzung wurde die Lage in Mali diskutiert. Den Berichten der anwesenden Vertreter des Auswärtigen Amts und der Bundeswehr folgte ein teils sehr lebhafter Dialog mit den Bundestagsparteien. Und das war nur eines von vielen brisanten Themen.

Mindestens genau so spannend war es, herausragenden Persönlichkeiten, die man eigentlich nur aus der Presse kennt, en natura gegenüber zu stehen. So waren in Frau Wöhrls „Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ Umweltminister Peter Altmaier, Co-Vorsitzender der Deutschen Bank Jürgen Fitschen und weitere interessante Personen aus Politik und Wirtschaft zu Anhörungen geladen. Darüber hinaus bot das PraktikantenProgramm der CDU/CSU – Fraktion die einmalige Chance mit Finanzminister Schäuble und Verteidigungsminister de Maizière in Dialog zu treten – da durfte natürlich auch ein obligatorisches Erinnerungsfoto nicht fehlen.

Zwischen all den Terminen fanden sich sehr vielfältige Aufgaben für mich: Entwürfe für Pressemitteilungen, Zeitungsartikel, Blogeinträge und Recherchen zu sehr unterschiedlichen Fachbereichen boten einen bunten Einblick in das Tätigkeitsfeld „meiner“ Abgeordneten. Kaffee kochen und Kopiergerät bedienen? – Fehlanzeige!

Trotz des oftmals hektischen Alltags in Sitzungswochen hatte ich zahlreiche Gelegenheiten an Besichtigungen des Praktikanten-Programms teilzunehmen. Auch wer dachte in Berlin schon alles zu kennen, kam dort auf seine Kosten und konnte doch noch das ein oder andere entdecken. Als besondere Highlights sind der Besuch des ZDF-Morgenmagazins und der Maybrit-Illner-Show anzuführen. Die Welt des Fernsehens wird ähnlich mystifiziert wie die Politik und so war es spannend die „ungeschnittene Version“ nicht nur live sondern hautnah zu sehen.

Auch nach vier Wochen war es immer wieder schön, morgens entlang der Spree oder durchs Brandenburger Tor zur Arbeit zu spazieren. Und es ist wohl ein positives Zeichen, dass mir meine Zeit in Berlin äußerst kurz vorkam.

Auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön für ein kurzweiliges und höchst interessantes Praktikum.

Katja Schmitt

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