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HIV/AIDS-Infektionen den Riegel vorschieben – durch umfassende Aufklärung und Schutz. MdB Wöhrl zum Welt-Aids-Tag 2013

HIV/AIDS-Infektionen den Riegel vorschieben – durch umfassende Aufklärung und Schutz. MdB Wöhrl zum Welt-Aids-Tag 2013Als langjähriges Mitglied im Kuratorium der Bayerischen AIDS-Stiftung mahnt die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl vor zu großer Euphorie angesichts einer sinkenden Anzahl HIV/AIDS-Infizierter weltweit:

 

 

 

 

„35,2 Millionen HIV/AIDS-Infizierte gibt es weltweit. Davon leben knapp 80.000 in Deutschland. Im Jahr 2012 haben sich weltweit 2,3 Millionen Menschen neu mit HIV infiziert – das waren ein Drittel weniger als noch 2001. Gleichzeitig konnte die Versorgung mit antiretroviralen Medikamenten verbessert und Therapien ausgebaut werden. So sank die Anzahl derer, die an AIDS sterben zwischen 2005 und 2012 von 2,3 Millionen auf 1,6 Millionen. Dennoch können wir zwei erschreckende Trends feststellen: Zum einen sind 20 Prozent der Neuinfizierten zwischen 15 und 24 Jahren. Zum anderen sind rund zwei Drittel der HIV/AIDS-Patienten Frauen. Diesem gefährlichen Trend der HIV/AIDS-Infektionen müssen wir einen Riegel vorschieben.“

MdB Wöhrl war als Mitglied der Fachgruppe für Außen-, Verteidigungs-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik an der Ausarbeitung des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD beteiligt: 

„Wir wissen, dass wir den Kampf gegen HIV/AIDS noch lange nicht gewonnen haben. Auch deshalb freut es mich besonders, dass wir ein schlagkräftiges internationales Instrument zur Bekämpfung von HIV/AIDS im Koalitionsvertrag festschreiben konnten und unser Engagement beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria ausbauen wollen. Hier hat sich gezeigt, dass der verstärkte Einsatz internationaler Gelder – und zwar ein Aufwuchs von fast 20 Milliarden US-Dollar in zehn Jahren – sich gelohnt hat.“

In den ersten zehn Jahren seines Bestehens erhielt der Globale Fonds mehr als 1,3 Milliarden Euro von Deutschland, was derzeit mit 200 Millionen Euro drittgrößter Geber ist. Für die Jahre 2014 bis 2016 sind Beiträge in Höhe von jährlich 200 Millionen Euro für den GFATM vorgesehen.

„Eine Krankheit wie AIDS ist viel mehr als ein medizinisches Problem. Sie ist auch ein Test dafür, ob wir sensibel, verantwortungsvoll und solidarisch mit dem Leid anderer umgehen können – hierzulande und in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Jede Gesellschaft muss offen sein für den Dialog über HIV/AIDS und darf niemanden ausgrenzen oder diskriminieren. Nur so kann umfassende Aufklärung und Prävention funktionieren.“

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