Archivinhalt
Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

Meinen aktuellen Webauftritt finden Sie hier:
→ www.dagmar-woehrl.consulting



Wie steht‘s bei der Süddeutschen Zeitung mit der Meinungsfreiheit?

Interessierte Leser werden in den letzten Tagen sicherlich die „kleine Auseinandersetzung“ unserer Chefin mit der SZ mitbekommen oder verfolgt haben.

Unter dem Titel „SZ-Leaks“ wurden von ihr alle Informationen um die Vorgänge auf www.dagmar-woehrl.de öffentlich gemacht.
Heute erschien erneut ein Artikel in der SZ über Frau Wöhrl „Äußerst verdienstreich“. Dieser wurde auch auf allen Social Media Kanälen der SZ verbreitet.

Auf Ihrer Facebookseite hat die Süddeutsche Zeitung heute ebenfalls den Artikel mit folgender – gar nicht reißerischer Einleitung – gepostet: „Wenn Politik zum Nebenverdienst wird. Für ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete verdient Dagmar Wöhrl derzeit 24.756 Euro pro Quartal. Allein für ihre Tätigkeit im Beirat der Sarasin-Bank verdiente sie im letzten Quartal 2012 umgerechnet etwa 34.200 Euro.“ Danach kam dann noch der Link zum Artikel.

Unsere Chefin war dann mal so frei und hat darunter mit ihrem Facebook-Account folgendes gepostet: 

Doch auf unseren privaten Facebook-Accounts erschien der Kommentar unserer Chefin einfach nicht.
Gleichzeitig sah unsere Chefin in ihrem Facebook-Account aber weiterhin ihren Kommentar.

Hm, komisch, dachten wir uns…
Dann haben wir mehrere Test durchgeführt und etwas recherchiert und gehen jetzt davon aus, dass Folgendes passiert ist:
Die SZ als Unternehmensseite bei Facebook hat die Möglichkeit Kommentare auf ihrer Facebook-Fanpage nicht erscheinen zu lassen. Allerdings wird demjenigen, der den Kommentar geschrieben hat, suggeriert, dass sein Kommentar noch da ist, denn er kann ihn immer noch sehen, nur der Rest der Facebook-Nutzer nicht.

Da fragen wir uns schon: Hat es die große SZ tatsächlich nötig Dagmar Wöhrls Kommentar zu verbergen? Die SZ hat auf Facebook über 70.000 Fans. Dagmar Wöhrl knapp über 5000.

Wir alle mussten in der letzten Woche viel über Medien lernen, aber dass die SZ dann auch noch zu solchen Tricks greifen muss…das hätte wir wirklich nicht gedacht!

Euer
Team Wöhrl

Hier seht Ihr, wie das Ganze bei mir in Facebook aussieht:
20130515-dagmar-woehrl-facebook-mit

 

Und hier kommen Beispiele von anderen Facebook-Nutzern, die meinen Beitrag nicht sehen können:

20130515-dagmar-woehrl-facebook-ohne

, ,

23 Responses to Wie steht‘s bei der Süddeutschen Zeitung mit der Meinungsfreiheit?

  1. Thomas Brück 17. Mai 2013 at 08:27 #

    Guten Tag Frau Wöhrl und Team,

    es liegt mir fern, anhand von Zeitungsartikel ein Urteil fällen zu wollen. Das Abdriften in eine Zensurdebatte ist kindisch. Das lässt sich klären. Abgesehen davon wurde der angeblich zensierte Link inzwischen mehrfach gepostet. Diese Nebensächlichkeiten sind unangemessen, aber auch nicht wirklich relevant für den eigentlichen Sachverhalt. Wie so oft werden Nebeneinkünfte von Abgeordneten zum moralischen Zeigefinger stilisiert. Würde die Abgeordneten der Parlamente endlich eine ordentliche Transparenz hierbei erkennen lassen, würden solche Diskussionen deutlich weniger emotional überkochen. Doch leider hat sich die Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP zu einem weiterhin intransparenten Stufenmodell in Bezug auf Nebeneinkünfte verständigt. Frau Wöhrl, auch Sie gehören zu dieser Koalition und dürfen sich nun nicht wundern, wenn unliebsame Nebeneinkünfte ans Licht kommen. Das hätte man besser machen können und nicht nur Sie, sondern alle anderen Abgeordneten mit fragwürdigen Nebeneinkünften müssten sich gegebenenfalls bei ihren Wählern verantworten müssen. Eigentlich besteht die Ungerechtigkeit Ihnen gegenüber nur darin, dass Sie nun stellvertretend für etliche KollegINNEn zur Zielscheibe wurden. Immerhin haben Sie nun die große Chance, eine lückenlose Transparenz zu etablieren, wie es beispielsweise die Piratenfraktionäre in 4 Landtagen vorbildlich tun.
    Ihr Urlaub im Orient oder wo auch immer sei ihnen gegönnt, doch bitte nicht während Sie offiziell krank gemeldet sind. Das geht einfach nicht. Kein Arbeitnehmer kann das in irgend einer Weise vor seinem Arbeitgeber rechtfertigen. Das ist übrigens im realen Leben ein Grund für eine fristlose Kündigung. Dabei spielt es prinzipiell keine Rolle, ob der kleine Finger verstaucht ist oder beide Beine und Arme gebrochen sind. Krank ist krank und Urlaub ist Urlaub. In Ausnahmefällen und nach Absprache mit dem Arbeitgeber ist es durchaus möglich, trotzdem einen längerfristig geplanten Urlaub anzutreten.
    Merkwürdig erscheint mir der Umstand, dass dieser Urlaub so geplant gewesen sei? Ist es nicht ziemlich unwahrscheinlich, dass der Bundestagspräsident ausgerechnet einen Urlaub genehmigen würde, der in eine Zeit mit Plenarsitzungen mit Anwesenheitspflicht fallen würde? Nun mögen meine Informationen über diesen Sachverhalt lückenhaft sein, doch Sie könnten dies sicher genau erläutern und nachweisen. Eine verbale Schlammschlacht zwischen Ihnen und der Süddeutschen Zeitung ist insbesondere für Sie unvorteilhaft. Es ist den Menschen schwer vermittelbar, wenn man als gewählter Volksvertreter mit stattlicher Entlohnung dennoch Nebenbeschäftigungen nachgeht und zudem den Eindruck hinterlässt, das Mandat dadurch zu vernachlässigen. Ebenso kann man kaum unter solchen Umständen einen möglichen Interessenskonflikt glaubhaft negieren. Da man dies eigentlich wissen müsste, wäre es doch die einfachste Lösung, erst gar nicht solche Nebenbeschäftigungen anzufangen. Sie sind nicht jemand, der am Existenzminimum leben muss und deshalb auf mehrere entlohnte Tätigkeiten angewiesen wäre. Die Bürger erwarten von ihren gewählten Volksvertretern eine volle Konzentration auf ihr Mandat. Nicht zuletzt sind die Abgeordnetenbezüge deswegen angemessen. Weshalb entlastet man nicht die Bundesagentur für Arbeit, indem jene Unternehmen für ihre freien Aufsichtsratsposten arbeitsuchende, womöglich gut ausgebildete Menschen, engagieren. Wäre doch durchaus ein charmanter Ansatz ;)

    • K. M. 18. Mai 2013 at 08:32 #

      Den ganzen Kommentar kann ich so nur unterschreiben. Mal ganz zu schweigen davon, dass Frau Wöhrl durch ihren Urlaub während der Krankmeldung auch keinerlei Versicherungsschutz mehr hatte – im Falle eines Unfalls hätte sie also alles aus eigener Tasche zahlen müssen (wobei das bei ihren Verdiensten eh nicht allzu sehr ins Gewicht gefallen wäre).
      Ich dachte immer, Politiker hätten auch eine Vorbildfunktion gegenüber den Bürgern, Frau Wöhrl ist sich aber über diese Funktion, über Ethik, Moral und diverse Rechte scheinbar nicht allzu sehr bewusst.

  2. Insider 17. Mai 2013 at 06:46 #

    Nun, wie fängt man am Besten an…

    Am Besten mit dem Denken der Menschen generell:

    Die Worte Unternehmersgattin, Politikerin und Aufsichtsrätin einer Schweizer Bank langen wohl für 90% der Menschen um mit Sicherheit sagen zu können:

    Die Frau ist korrupt, hinterlistig, hinterzieht Steuern, ist machtgierig und nimmt Ihren Hauptberuf nicht ernst.

    Interesse an der Wirklichkeit… Fehlanzeige, denn Halbwahrheiten sind ja auch viel bequemer.

    Das ganze Kernproblem liegt wohl an der „Neidgesellschaft Deutschland“.
    „Mein Nachbar hat eine schönere Frau und ein teureres Auto, naja er hat eben mehr Geld um damit die Frauen zu beeindrucken und das Auto kann er sich nur leisten weil er Steuern hinterzieht.“ Das man selber vielleicht ein, ich drücke es drastisch aus, unsympathischer und fauler Mensch ist und daher beide Dinge nicht hat wäre ja auch die viel unbequemere Art zu denken.

    Aber zurück zum Thema Dagmar Wöhrl:

    Da ist eine hart arbeitende Frau der Ihre Arbeit tatsächlich Spass macht, die gerne arbeitet und sich für vielfältige Dinge interessiert und deswegen eben nicht nur Ihrem Hauptberuf nachgeht sondern auch noch, wenn es die Zeit erlaubt, anderen Tätigkeiten.

    Nicht des Geldes wegen sondern weil sie es gerne tut. Anstelle diesen Tatsachen respekt zu zollen haben die Meisten aber nichts Besseres zu tun als Dinge, welche sie an ihren Kindern, ihren Freunden und am Meisten an sich selbst bewundern würden in den Dreck zu ziehen.

    Ja sie gehen sogar soweit Korruption und Steuerhinterziehung zu unterstellen anstelle sich mit den Tatsachen auseinanderzusetzen.

    Warum soll ein Mensch, der in dem was er tut gut ist und Freude daran hat, denn gleich kriminell sein?

    Wenn eine Person, die Sie kennen, hauptberuflich als Bäcker arbeitet und um sich etwas Abwechslung zu verschaffen 4x im Monat noch bei einem Metzger, kämen Sie niemals auf den Gedanken ihr zu unterstellen sie macht jetzt schlechtere Brötchen, nur weil der Metzger ihr gesagt hat sie soll das tun, damit Er mehr Wurst verkauft.

    Jedem der so argumentieren würde, würden Sie den Vogel zeigen.

    Aber sobald das Ganze in einer vermeintlich höheren Sphäre als der Eigenen geschieht, ist man natürlich sofort sicher, das dort etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann… absurd.

    Aufregen sollte man sich vielmehr über jene Abgeordnete die „nur“ im Bundestag sitzen, etwas häkeln, ehemalige Lehrer sind denen Ihr eigentlich erlernter Beruf zu anstrengend wurde und die keiner weiteren Tätigkeit nachgehen. Denken Sie mal Alle darüber nach.

    Und um all Jene zu beruhigen die meinen mein Kommentar wäre zu parteiisch und pro Wöhrl:

    Seien Sie beruhigt, auch Dagmar Wöhrl ist nur ein Mensch und auch Sie macht bestimmt mal Dinge wofür man Sie zurecht rügen darf und wenn es soweit ist werde das auch tun, versprochen.

    Denn schließlich sind wir alle nur Menschen und Menschen machen Fehler, ausnahmslos.

    • Thomas Brück 17. Mai 2013 at 08:54 #

      Ein Widerspruch befindet sich in Ihrer Argumentation:

      [blockquote]
      Da ist eine hart arbeitende Frau… und deswegen eben nicht nur Ihrem Hauptberuf nachgeht sondern auch noch, wenn es die Zeit erlaubt, anderen Tätigkeiten.
      [/blockquote]

      Wer einen harten und vereinnahmenden Job ausübt, wird kaum noch Zeit und Lust aufbringen, einen zweiten oder gar dritten anzugehen. Immer wieder argumentieren viele Abgeordneten mit einem 12 bis 16 Stunden- Tag und Zeitmangel. Da passt was nicht zusammen.

      [blockquote]
      Aufregen sollte man sich vielmehr über jene Abgeordnete die “nur” im Bundestag sitzen, etwas häkeln, ehemalige Lehrer sind denen Ihr eigentlich erlernter Beruf zu anstrengend wurde und die keiner weiteren Tätigkeit nachgehen.
      [/blockquote]

      Bitte erkundigen Sie sich genau, welche Tätigkeiten zum Arbeitsumfeld eines Abgeordneten zählen. „Nur“ dort hocken und „häkeln“ funktioniert nicht! Wenn man Ihrer Argumentation folgen würde, wäre also die Lehrertätigkeit anstrengender als ein Abgeordnetenmandat. Wenn das so ist, könnte ich nachvollziehen, warum unsere Parlamentarier nach Abwechslung streben. Dann hätten wir aber einen heftigen Fehler im System, der schnellstens zu beheben wäre…

      [blockquote]
      Wenn eine Person, die Sie kennen, hauptberuflich als Bäcker arbeitet und um sich etwas Abwechslung zu verschaffen 4x im Monat noch bei einem Metzger, kämen Sie niemals auf den Gedanken ihr zu unterstellen sie macht jetzt schlechtere Brötchen, nur weil der Metzger ihr gesagt hat sie soll das tun, damit Er mehr Wurst verkauft.
      [/blockquote]

      Solche Fälle gibt es quasi nicht, wenn diese Menschen nicht auf ein Zusatzeinkommen angewiesen wären oder es aus persönlichen guten Gründen tun. Rein des Spassfaktors wegen macht das niemand, insbesondere wenn die Tätigkeit nicht lukrativ ist. Dann kann man auch Hobbies nachgehen, die keinen Gewinn abwerfen.
      Allerdings gibt es viele Leute, die unter Mindestlohn beschäftigt werden und auf zusätzliche Arbeit angewiesen sind. Die arbeiten dann nebenbei als Putzfrau oder Kellner(in) oder tragen Zeitschriften aus. Fragen Sie mal jene Leute, ob sie das des Spasses wegen tun…

    • Alt 20. Mai 2013 at 17:25 #

      „Neidgesellschaft“ ist wohl eines der dümmsten und nichtssagendsten Argumente, wenn es überhaupt eines ist. Wer nicht mehr zu bieten hat sollte vielleicht Politiker werden …

  3. C.O.Jones 16. Mai 2013 at 13:51 #

    Danke Frau Wöhrl, für das Aufzeigen wie die Presse bei uns vorgeht.
    Bei der Süddeutschen wird auch in den Online-Kommentaren nur das veröffentlicht, was der redaktionellen Meinung entspricht.

    An diejenigen hier, die sich über die Einkünfte aus Aufsichtsratstätigkeiten aufregen:
    Rechnet doch mal nach wieviele Vorträge Herr Steinbrück für diese Summe hätte halten müssen. Ach ja, Bundestag geschwänzt hat er auch, für die Vorträge.

  4. Thorsten 15. Mai 2013 at 18:40 #

    Also, ich find die ganze Homepage oberkrass! Lest mal das wöhrl wide web. Die schönste Kindheitserinnerung des Göttergatten ist, als er einen Wald in Brand gesteckt hat … und er vergleicht seine Ehe mit einem Kampf-Einsatz der Bundeswehr (wegen des chronischen Schlafmangels) … zum totlachen …

  5. El Duderino 15. Mai 2013 at 17:31 #

    Das „Problem“ bei der angeblichen Zensur ist, dass Facebook selbst Kommentare von Nicht-Personen herausfiltert. Die „Fan“-Seite von „Miss Bundestag“ gehört dazu. Man sollte sich schon sicher sein, wenn man anderen Zensur vorwirft.

    • Team Woehrl 15. Mai 2013 at 19:50 #

      Frau Wöhrl hat von ihrem persönlichem Account gepostet.

  6. Rüdiger Silberer 15. Mai 2013 at 16:50 #

    Ich finde es schon reichlich merkwürdig, daß hier Aufregung darüber entsteht, daß eine Abgeordnete ein Aufsichtsratsmandat neben ihrem Mandat als Bundestagsabgeordnete wahrnimmt. Es ist ja nicht so, daß man als MdB dem Bundestag mit Haut und Haaren gehört und daneben nichts anderes mehr tun dürfte.

    Was ist denn daran nicht hinnehmbar. Haben sich diejenigen auch so über Steinbrücks lukrative Vorträge echauffiert?

    • Henning Behr 17. Mai 2013 at 21:15 #

      Ja ! Noch Fragen ?

    • Alt 18. Mai 2013 at 07:53 #

      Ihre Frage: Haben sich diejenigen auch so über Steinbrücks lukrative Vorträge echauffiert?
      Ja, habe zumindest ich mich. Diese Leute kassieren – so meine Ansicht – die allfälligen Korruptionsgelder ganz legal im Nachhinein. Oder glauben Sie im Ernst, daß irgend jemand an Steinbrücks Vorträgen interessiert ist, mit Inhalten, die eh jeder schon kennt? Hier fließen Korruptiongelder! Warum wohl bekam Schröder ein „Gas-Pöstchen“? Warum ein Fischer eine Professur in den USA? Warum flüchtete ein Guttenberg in die USA und wurde dort geehrt und durfte gleich gut dotierte Vorträge halten? Wenn er als Kriegsminister nichts für die USA getan hätte, hätten die den wohl einfach ignoriert, oder? Von einem Herrn Kohl wollen wir erst gar nicht reden. Wer schützt den und warum?
      (Sie sehen, ich versuche auf keinem Auge „blind“ zu sein.)

  7. Demokratie 15. Mai 2013 at 15:09 #

    Falls es stimmt, dass Frau Wöhr pro Quartal als Bundestagsabgeordnet 24.756 Euro und zeitgleich von der Sarasin-Bank im gleichen Quartal etwa 34.200 Euro „verdient“, dann MUSS sie zurück treten! Auf solche Volksvertreter kann unsere Demokratie verzichten! Ein Skandal! Treten Sie zurück, wenn Sie noch den Funken eines Anstandes haben!

  8. H. Leiser 15. Mai 2013 at 13:45 #

    Ungeachtet der Aktivitäten der SZ drängt sich mir die folgende Frage auf: WARUM brauchen Politiker einen „Neben“job? Füllt sie das Abgeordnetendasein nicht aus? Langt das Geld nicht. Vielleicht kann mir das mal einer vernünftig beantworten?

  9. günter 15. Mai 2013 at 13:01 #

    viele haben noch nicht bemerkt, dass wir eine „Mediendiktatur“ haben. Fast jedes Thema können die Medien so verfassen, dass der Bürger empört aufschreit. Die Sache ist meist viel komlexer, als nur schwarz weiß zu vermitteln. Wie sich die Medien immer wieder bestätigt fühlen, kann man den Inhalten der Leserbriefschreiber entnehmen. Der Mainstream hat dann wieder funktioniert.

  10. meister 15. Mai 2013 at 12:19 #

    Hallo Zusammen
    Zensur wer ausser Lattentreffer weis was das ist? zumal dieser Herr oder diese Damen bestimmt nichts über die Einkünfte von Fr. Wöhrl`s Ehrenämter weis grins. Und ordentlichen Diäten was ist ordentlichen an dieser Bezahlung? Nun gut ich denke mal da Spricht der Neid
    und man sollte doch diesen Bürger/in aus Nürnberg ziehen lassen wenn er/sie sich schämt.
    wünsche allen einen wunderschönen Tag noch.

    • Lattentreffer 15. Mai 2013 at 14:48 #

      Ach, die Neid-Keule. Gibt’s noch andere Argumente, Meister?

  11. Olaf 15. Mai 2013 at 13:08 #

    Sehr geehrtes “ Team Woehrl “

    ich habe durchaus Verständnis dafür, dass eine Veröffentlichung von Meinung auf dieser Web-Seite quasi zwangsläufig subjektiv ist . Deswegen gerät so ein Artikel, wie der auf dieser „Werbeseite der MDB Woerl“ auch eher in Gefahr, dass Fakten nicht so objektiv berichtet werden, wie in der SZ oder der FZ oder irgend einer anderen grossen Tageszeitung.Die Frage zu den Facebook-Einträgen hätte ich an Stelle des „Team Woerl“ besser direkt an die SZ gestellt. Und wenn das Team dann die Antwort auch noch hier veröffentlicht hätte, wäre das bestimmt eine bessere Idee gewesen, als so lamoyant über die angeblichen Machenschaften der SZ und der entschlossenen Wehrhaftigkeit von Frau Woehrl zu schreiben, wie in Ihrem Artikel. Aber in medias res: Wenn, nach jeder Diäten-erhöhung, Kritik im Volk über die Höhe aufkommt und dann regelmässig der enorme Arbeitsaufwand eines MDB zur Rechtfertigung bemüht wird, konterkariert der Vorgang eines Aufsichtsratsposten von MDB Fr.Woehrl bei der Sarazin Bank, diese Argumentation. Fragen Sie Ihre Chefin doch einmal nach den wenigen Abgeordneten in deutschen Parlamenten, die KEINE bezahlten Nebenjobs und hoch dotierte Posten haben! Die sind zwar in der absoluten Minderheit, aber es gibt sie doch! Und das Argument, dass diese Parlamentarier als Erklärung für Ihr Handeln benutzen, ist so einfach wie es auch für Ihre Chefin entlarvend ist. Sie haben einfach nicht genug Zeit für andere Tätigkeiten, weil sie den Job eines MDB gewissenhaft und mit ordentlichem Engagement ausführen möchten. Auf die Antwort Ihrer Chefin zu dieser Fragestellung wären bestimmt enorm viele Wahlbürger sehr neugierig! Der Eindruck, dass eine gewisse Bigotterie im Parlament Platz genommen hat, ist meines Erachtens der Hauptgrund für das, was „Politik-Verdrossenheit“ genannt wird, sich aber dann doch eher als „Politiker-Verdrossenheit“ heraus stellt. Den Fakt, dass ich umgehend gekündigt würde, wenn ich mich krank meldete und dann während dieser Zeit der Arbeits- und Sitzungsunfähigkeit eine Reise nach Südostasien antreten würde, möchte ich hier auch noch Ihrer speziellen Bewertung unterwerfen!

    Auch wenn es Ihre Chefin ist und das Team qua Definition kaum neutral sein kann, versuchen Sie trotzdem, bei dem Reflektieren um den Inhalt einer Antwort, eine möglichst grosse Objeltivität zu waren und die offen zu Tage getretenen Tatsachen zu erkennen!

    Mit besten Grüssen nach Franken
    Olaf D.Bahr

  12. JürgenG 15. Mai 2013 at 11:51 #

    Ernsthaft? Zensur? Das glaubt ihr wirklich? In dem Artikel auf der Homepage, die sehr viel mehr Leser sehen, da verlinkt die SZ doch sogar auf den Blogeintrag? Warum sollte sie ihn dann auf Facebook „zensieren“. Schon mal was von der Funktion gehört, dass Posts mit Links automatisch als Spam markiert werden auf großen Seiten? Das machen alle so. Weil sonst jeder irgendwelchen Quatsch promoten könnte. Mit Zensur hat das wirklich gar nichts zu tun…

  13. wasser 15. Mai 2013 at 11:48 #

    @ Lattentreffer,
    ich bin mit Ihnen einer Meinung, dass Abgeordnete, ihre Einkommen veröffentlichen sollten. Auch um zu sehen, ob es da Verstrickungen gibt, die nicht sein sollten.
    Aber man kann nicht auf der einen Seite völlige Transparenz von den Politikern verlangen und auf der anderen Seite diese den Politikern verweigern. Sonst hätte ja die Presse völlig undemokratisch die Macht im Land. Also, Transparenz ja, aber für alle.

  14. Axel Küster 15. Mai 2013 at 11:34 #

    Hm, is ganz nett, aber ich habe einen anderen Vorschlag:

    Heult ein wenig, und gut ist!

    Wenn auch nur 15% der Vorwürfe in der SZ zutreffen, hat Frau Wöhrl im Bundestag nichts zu suchen und ist als Vertreterin der Bürger untragbar. Jedem Harz-4 Empfänger würde die Unterstützung gestrichen und jedem normale Arbeitnehmer gekündigt. Wenn sie Anstand hat tritt sie selber zurück!

    Meine Meinung.

    Gruß und (hoffentlich) Tschüss!

  15. Hubert 15. Mai 2013 at 11:21 #

    Kann es sein, dass die SZ Kommentare von „nicht-Personen“ bei Facebook gesperrt hat um Spam zu vermeiden?
    Ich bezweifle, dass es sich um Absicht handelt.

  16. Lattentreffer 15. Mai 2013 at 10:53 #

    Sehr gut, dass die SZ auch mal bei der ach so feinen Fr. Wöhrl ein wenig genauer hinsieht. Und offensichtlich zurecht!

    Ich frage mich als Otto-Normal-Bürger, wie es allen Ernstes sein kann, dass man als Abgeordnete des Bundestages (mit ordentlichen Diäten) überhaupt noch die Zeit für Nebentätigkeiten finden kann.

    Aufsichtrat bei einer Schweizer Bank. Nicht schlecht! Und das dürfte auch bei Fr.Wöhrl nur die Spitze des Eisbergs sein.

    Es ist einfach nicht mehr hinnehmbar! Ich schäme mich als Nürnberger!

    Ich bin gespannt, ob mein Kommentar veröffentlicht wird. Zufälligerweise unter einem Beitrag der der SZ Zensur vorwirft.

Schreibe einen Kommentar