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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Alle Jahre wieder – vom Leid der Tiere unter dem Weihnachtsbaum

Die Tage werden kürzer, die Advents- und Weihnachtszeit rückt näher. Zeit für die Familie, Zeit, es sich in den eigenen vier Wänden heimelig und gemütlich zu machen. Aber auch Zeit, um an die Weihnachtsgeschenke für die Lieben zu denken. Und was könnte ein Heim gemütlicher machen als ein vierbeiniger Familienzuwachs?
Leider werden nach wie vor gerade zu Weihnachten immer wieder Tiere verschenkt – mit vor allem für die betroffenen Vierbeiner traurigen und auch weitreichenden Folgen.

Tierschutz ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und das ein sehr weites vielfältiges Feld mit unendlich vielen Themenbereichen ist. Und natürlich hat der Tierschutz in Deutschland insgesamt ein sehr hohes Niveau. Aber Tierschutz beginnt eben auch bei jedem einzelnen von uns zu Hause. Deswegen möchte ich noch einmal explizit und mit Nachdruck feststellen: Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum!

Es mag vereinzelt Fälle geben, in denen die Anschaffung eines Tieres gut durchdacht wurde und dann das Weihnachtsfest lediglich als Anlass genommen wird – die meisten dieser „tierischen“ Geschenke sind jedoch leider reine Impulskäufe. Meist sind es niedliche Welpen, die die Bescherung versüßen sollen.

Bekanntermaßen sehen sich die Tierheime durch die „Weihnachtstiere“ großen Problemen ausgesetzt: Erfahrungsgemäß bekommen sie ab Mitte Januar große Platznot: Das niedliche Tier, für das man während der Ferien noch viel Zeit hatte, entpuppt sich unter den normalen Alltagsbedingungen leider nur allzu oft als zu große zeitliche Belastung, Eltern müssen feststellen, dass ihre Kinder sich trotz aller Beteuerungen nicht zuverlässig um das Tier kümmern können und wollen. Und so finden leider viele Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen und Hunde ihren Weg ins Tierheim.

Eine weitere Folge ist, dass viele Welpenerzeuger, gerade auch aus dem  osteuropäischen Raum, stark auf das Weihnachtsgeschäft setzen. Es wird hier unter unwürdigsten Bedingungen vor allem für die Muttertiere aber auch für die Welpen große Mengen niedlicher Nachwuchs produziert. Dabei sträuben sich bei dieser Vorstellung nicht nur jedem Tierschützer, sondern jedem Menschen mit Herz die Haare.

Ich appelliere deswegen dringend an Sie: Verschenken Sie keine Tiere zu Weihnachten. Die Anschaffung eines Tieres, sei es Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen, will wohl überlegt sein. Habe ich die Zeit und die finanziellen Möglichkeiten, mich ein ganzes Tierleben lang angemessen und liebevoll um die Bedürfnisse des Tieres zu kümmern? Passt das Tier zu mir? Gerade bei Hunden und Katzen ist ein gewisser Zeitraum zum Kennenlernen notwendig. Und wenn das Tier für die Kinder angeschafft wird: Als Eltern haben letztendlich immer Sie die Verantwortung für das Wohlergehen des Tieres – können und möchten Sie diese Verantwortung tragen?

Wenn Sie all dies bejahen können, spricht nichts gegen ein vierbeiniges Familienmitglied – dies aber dann bitte nicht unter dem Weihnachtsbaum!

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