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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Mit Dialog und Austausch zu erfolgreicher Integration

Deutschland ist seit Jahrzehnten Migrationsland, denn Zuwanderer und ihre Nachfahren haben spätestens seit den sechziger Jahren unsere Gesellschaft nachhaltig geprägt. Heutzutage leben bei uns mehr als 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund – also knapp 20 Prozent.

Ihre Eltern, Großeltern oder sie selbst sind nach Deutschland gekommen und die meisten dieser Zuwanderer haben sich eine solide Existenz aufgebaut. So gibt es über 600.000 Unternehmer mit Migrationshintergrund, die in den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind. Diese Menschen bereichern in vielfältiger Weise unsere Gesellschaft.

Selbstverständlich stellt uns die Integration der Zuwanderer, wie in jedem anderen Land auch, immer wieder vor neue Herausforderungen. Wo unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Traditionen aufeinander treffen, kommt es unweigerlich zu Konflikten und leider gibt es auch immer wieder Beispiele, wo Integration nicht gelingt und Isolation und Radikalisierung zur Gefahr wird.
In den meisten Fällen hören wir aber die positiven Geschichten von interessanten Begegnungen und spannenden Unterhaltungen zwischen den Kulturen. In Nürnberg gibt es beispielsweise den Verein TIM e.V., der sich für die Integration und Inklusion türkischer und deutscher Menschen mit Behinderung einsetzt. Seit vielen Jahren unterstützte ich diesen Verein. Beim kürzlich stattfindenden 25-jährigen Jubiläum habe ich besonders die Wichtigkeit des solidarischen Miteinanders hervorgehoben. TIM e.V. ist dafür ein glänzendes Beispiel!

Integration ist ein fortschreitender Prozess und er nimmt Zuwanderer, Politik und unsere gesamte Gesellschaft gleichermaßen in die Verantwortung. Hierbei sehe ich den beiderseitigen Dialog sowie Bildung und Beschäftigung der Migranten als Schlüssel zu einer inklusiven Gesellschaft. Von erfolgreicher Integration profitieren wir alle.

In Nürnberg leben derzeit etwa 89.000 Ausländer, d.h. Menschen ohne deutschen Pass. Sie kommen aus 165 verschiedenen Ländern. Insgesamt haben aber sogar 40 Prozent aller Nürnberger Bürger einen Migrationshintergrund. Als Mitglied des CSU-Arbeitskreises Integration sehe ich es als unsere wichtigste Aufgabe an, alle Nürnberger Bürger an unserem gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen etwa durch bürgerschaftliches Engagement in Sportvereinen, Kulturstätten, bei Feuerwehren, Hilfsorganisationen und karitativen Einrichtungen in unserer Stadt.

Unsere nun beginnende „Integrationstour durch Nürnberg“ bietet eine hervorragende Möglichkeit mit den Menschen aus türkisch-deutschen, russisch-deutschen, albanisch-deutschen und anderen internationalen Vereinen in Kontakt zu kommen.

Die Auftaktveranstaltung findet nun im Nürnberger Süden in der Begegnungsstube Medina e.V. statt; sie wurde im Jahr 1995 gegründet. Die Mitglieder des Vereins versuchen mit großem Engagement, Vorurteile gegenüber dem Islam abzubauen und einen Dialog über Religion und Glauben anzustoßen mit den Zielen das Verständnis zwischen den Kulturen zu stärken, Vorurteile zu reduzieren und friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Ich freue mich sehr auf die kommenden Termine unserer Integrationstour durch Nürnberg und werde mich weiterhin aktiv einbringen, wenn es darum geht durch Dialog und Begegnungen die Integration bei uns zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte zu machen.

Auftakt zur Integrationstour durch Nürnberg bei der Begegnungsstube Medina e.V.

Auftakt zur Integrationstour durch Nürnberg bei der Begegnungsstube Medina e.V.
von links: Ali-Nihat Koc (Vereinssprecher), Ismail Akpinar (Vorsitzender AK Integration), Dagmar G. Wöhrl MdB, Cemalettin Özdemir (Leiter Begegnungsstube), Talip Iyi (Vereinsvorsitzender) und Richard Bartsch (Bezirkstagspräsident)

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