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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Bildung – Fordern, Fördern, Chancen geben

Eine Frage steht für mich im Zentrum meiner politischen Anstrengungen: Was eröffnet Chancen? In der heutigen Wissensgesellschaft ist die Antwort klar: Bildung!

Doch wenn es um Bildung geht, wird viel zu viel über Strukturen geredet. Wir müssen vor allem jedem Kind und jedem Jugendlichen Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen und individuelle Förderung anbieten. Alle Bildungsoffensiven der CSU basieren auf diesem Anspruch. Das bedeutet etwa: Kein Schultyp darf in eine Sackgasse führen, die Schulformen müssen durchlässig sein und jeder muss die Chance haben, nach einem Abschluss draufzusatteln. Jeder Abschluss muss einen Anschluss bieten. Hier ist Bayern Vorreiter. Wir haben nicht nur hervorragende Ergebnisse bei PISA. Bei uns kommen auch 40% der Hochschulberechtigten nicht vom Gymnasium.

Für die CSU stehen der Einzelne und seine Chancen im Mittelpunkt. Wir nehmen Kinder und Jugendliche individuell in ihren Talenten und Entfaltungsmöglichkeiten ernst. Die SPD neigt dazu, über Strukturen zu arbeiten und Leistungen mit der Gießkanne zu verteilen – das halte ich nicht für den richtigen Ansatz. Zum Beispiel liegen viele Talente von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen brach, weil nicht der Mut aufgebracht wird, Leistungsträger hervorzuheben und sie individuell zu fördern.

Ich habe meine eigenen Erfahrungen gemacht. Seit vielen Jahren kümmere ich mich mit meiner Emanuel-Stiftung um die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in den armen Regionen dieser Welt. Zum Beispiel durch den Aufbau von Schulen mit spezifischen Lernangeboten. Meine Erkenntnis: Je passgenauer wir gefördert und je mehr wir gezielt Leistungsträger unterstützt haben, desto größer waren die Erfolge – nicht nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Klasse. Entscheidend war auch der Dialog mit den Eltern. Denn um ihre Potentiale zu entfalten, brauchten unsere Schülerinnen und Schüler die volle Unterstützung ihrer Eltern.

Für mich heißt die Alternative nie „Eltern oder Staat“. Beide Seiten müssen sich ergänzen. Das Lernen fängt ja mit der Geburt an. Eltern sind die ersten Erziehungsberechtigten. Ihr Vorbild und ihre Erziehungskraft spielen eine große Rolle bei der Bildungskarriere ihrer Kinder. Die CSU will diese Rolle stärken. Wir wollen Eltern finanziell und pädagogisch so unterstützen, dass sie sich bestmöglich um die Entwicklung ihrer Kinder kümmern können. Ich denke da vor allem an die schwierige Situation alleinerziehender Mütter. Auch die Flexibilität der Arbeitszeiten für Väter wie für Mütter ist nach wie vor unbefriedigend. Deswegen werde ich nicht müde gegenüber Arbeitgebern zu betonen: Jeder Cent, der in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesteckt wird, ist auch eine Investition in Bildung.

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