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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Haiti vor einer zweiten Katastrophe schützen!

„Erschreckende Meldungen erreichen uns seit einigen Tagen aus Port-au-Prince, der Hauptstadt des Inselstaates Haiti. In Haiti, das erst im Januar 2010 von einem schweren Erdbeben verwüstet worden ist, ist die vor über einhundert Jahren ausgerottete Krankheit Cholera wieder ausgebrochen“, warnt die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl.

Nach Angaben der Vereinten Nationen starben schon mehr als 300 Menschen an der Durchfallerkrankung; mehr als 4700 Menschen sollen sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits angesteckt haben.

Die Bedingungen für eine Ausbreitung der Krankheit, die in kürzester Zeit tödlich verlaufen kann, sind nahezu ideal: nach dem verheerenden Erdbeben vor zehn Monaten leben noch immer mehr als eine Million Menschen in Flüchtlingslagern. Allein in den etwa 1300 Camps rund um Port-au-Prince drängen sich seit dem schweren Erdbeben vor neun Monaten hunderttausende Menschen unter improvisierten Plastikplanen und in Zelten unter oft katastrophalen schlechten hygienischen Bedingungen: Zu wenige Latrinen für die vielen nach dem Beben obdachlos gewordenen Menschen, kein adäquater Abfluss von Waschwasser und schlechte Drainagen, um die Abwässer abzuleiten. Es muss nur auf die überfüllten Latrinen regnen, schon ist die Verbreitung von Bakterien so gut wie sicher.

„Wir müssen Haiti vor einer Katastrophe nach der Katastrophe schützen! Hygiene-Aufklärung ist die wichtigste Maßnahme“, so Wöhrl. Daneben werden verstärkt Wasserreinigungstabletten eingesetzt, die hygienischen Verhältnisse verbessert und Wasserquellen analysiert. „Weltweit ist Deutschland einer der drei größten bilateralen Geber im Wassersektor. Die Bundesrepublik unterstützt mit durchschnittlich 350 Millionen Euro im Jahr Programme und Projekte in 28 Ländern. Etwa 80 Millionen Menschen weltweit profitieren von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die ihre Wasser- und Sanitärversorgung verbessert. Mit dieser Expertise müssen wir in Haiti eine weitere Tragödie abwenden“, so die Ausschussvorsitzende.

Download Pressemitteilung, 29. Oktober 2010

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