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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Erhalt der Biodiversität und Umweltschutz müssen Vorrang haben!

MdB Wöhrl setzt sich bei kamerunischem Botschafter in Berlin gegen Palmölplantagen von der US-Firma Herakles Farms in Kamerun ein.MdB Wöhrl setzt sich bei kamerunischem Botschafter in Berlin gegen Palmölplantagen von der US-Firma Herakles Farms in Kamerun ein.
Die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) im 17. Deutschen Bundestag, Dagmar Wöhrl, MdB hat sich vor dem Abschluss der Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und Kamerun in dieser Woche gegen die Palmölgewinnung der US-amerikanischen Firma Herakles Farms im Südwesten Kameruns ausgesprochen.

Den kamerunischen Botschafter in Berlin, Jean-Marc Mpay, forderte Wöhrl auf, die Palmölgewinnung durch Herakles Farms und damit die Rodung von 70.000 ha Regenwald zu verhindern:

„Das Vorhaben der US-amerikanischen Firma Herakles Farms konterkariert all unsere Anstrengungen in der Entwicklungszusammenarbeit der letzten Jahre. Einer unserer Schwerpunkte vor Ort ist die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Herakles Farms hat nach anfänglichen Schwierigkeiten nun die Erlaubnis des kamerunischen Präsidenten Paul Biya erhalten, mit der Rodung fortzufahren, um eine der größten Palmölplantagen weltweit zu errichten. Durch diese Monokultur würden zahlreiche Bauern ihre Anbauflächen verlieren, natürliche Lebensräume für tausende Tier- und Pflanzenarten zwischen dem Korup Nationalpark und dem Rumpi Hills Reservat verloren gehen und laut Vertrag könnte Herakles Farms mindestens bis 2023 steuerfrei anbauen und exportieren. Dies ist ein Skandal!“

Im Sinne einer weiterhin fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinem Partnerland Kamerun fordert MdB Wöhrl:

„Die Regierungsverhandlungen mit Kamerun und die damit verbundenen Entwicklungsprojekte im Land sind nur dann erfolgreich, wenn auch die vor Ort tätigen Unternehmen sich ihrer Verantwortung bewusst sind und zur Entwicklung und zum Wohlstand dort beitragen. Projekte für ein effizientes Steuersystem machen nur dann Sinn, wenn auch jeder im Land angemessene Steuern zahlt. Projekte zur ländlichen Entwicklung machen nur dann Sinn, wenn nicht anderswo Anbauflächen in großem Maße zerstört werden. Und Biodiversitätsprojekte machen nur dann Sinn, wenn die Umwelt nicht unter exzessiven Monokulturen leidet! Der Erhalt der Biodiversität und Umweltschutz müssen auch in Kamerun Vorrang haben!“

MdB Wöhrl setzt sich bei kamerunischem Botschafter in Berlin gegen Palmölplantagen von der US-Firma Herakles Farms in Kamerun ein.

Bildquelle und Informationen zu Kamerun: www.bmz.de

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