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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe. Dagmar Wöhrl fordert große Erhöhung der Anstrengungen zur Bewältigung des Flüchtlingsproblems auf allen Ebenen

Dagmar Wöhrl. Sommerfest bei TIM e.V.Anlässlich der neuen Zahlen zur Jahresprognose für 2015 bezüglich der Zahl der erwarteten Asylanträge, die heute von Bundesinnenminister Thomas De Maizière vorgestellt wurden, erklärt die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl:

 

„Mit 800.000 erwarteten Asylbewerbern für 2015 stehen wir in Deutschland vor einer neuen Herausforderung, quantitativer, aber auch qualitativer Dimension. Die Anzahl an Asylbewerbern wird in diesem Jahr damit noch über die Zahlen des bisherigen Rekordjahrs 1992 hinausgehen! Ich halte die Bewältigung der Flüchtlingsfrage für eine der wichtigsten politischen Aufgaben überhaupt, die sich uns in den letzten Jahrzehnten gestellt hat.“

„Wir müssen dringend unsere Anstrengungen auf allen Ebenen erhöhen. Auf der internationalen Ebene müssen wir noch mehr Mittel für die Bekämpfung der Fluchtursachen bereitstellen. Immer mehr Menschen fliehen vor gewaltsamen Konflikten. Auf der europäischen Ebene brauchen wir eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge und mehr Solidarität unter den Mitgliedstaaten. Das Dublin- System funktioniert nicht mehr! Wir brauchen endlich eine gemeinsame europäische Asylpolitik! Auch ist besonders mit Blick auf die große Zahl von Flüchtlingen aus den Balkan-Ländern ein kohärenter Ansatz bei der Einstufung als „sichere Herkunftsstaaten“ notwendig. Besonders wichtig ist es hier, den Menschen Schutz bieten zu können, die ihn wirklich dringend bedürfen.“

Zu den Maßnahmen auf nationaler Ebene äußert Wöhrl:

„ Bund, Länder und Kommunen müssen bei der Unterbringung von Flüchtlingen noch viel stärker als bislang gemeinsam an einem Strang ziehen! Wir müssen die Asylverfahren deutlich beschleunigen, schneller mit der Bereitstellung von Unterkünften vorankommen, bessere Integrationsangebote machen und das wirtschaftliche Potenzial von Flüchtlingen viel stärker für den Arbeitsmarkt nutzbar machen! Wir können und müssen noch mehr tun!“

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