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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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„Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit“ AWZ-Vorsitzende Wöhrl zum Ebola-Alarm am Münchner Hauptbahnhof

Afrika südlich der Sahara. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZDie Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) Dagmar Wöhrl, MdB zu den aktuellen Entwicklungen der Gefahr eines Ebola-Ausbruches in Deutschland:

„Die Ängste vor Ebola sind verständlich. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Ebola-Virus in Deutschland ist natürlich nie zu 100 Prozent auszuschließen, aber es werden alle Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen. Die Infektionsgefahr ist mit den nötigen Schutzmaßnahmen beherrschbar. Wir sind uns der Gefahren bewusst und ich habe deswegen als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Thema Ebola auf die Agenda unserer nächsten Ausschusssitzung gesetzt. Dort gilt es auch zu prüfen, ob es zu Versäumnissen der WHO zu Beginn der Ebola-Epidemie kam, wie wir dies eventuell zukünftig vermeiden können und welche weiteren Schutzmaßnahmen wir in Deutschland treffen können.“

MdB Dagmar Wöhrl zu Ebola und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Länder und den gesamten afrikanischen Kontinent:
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„Man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um die schwerste Epidemie innerhalb der 40-jährigen Geschichte von Ebola handelt und man sicherlich zu Beginn vom Ausmaß überrascht wurde. Hinzu kommt, dass Ebola bislang in Westafrika nicht vorkam. Viele Menschen trauen den fremden Ärzten nicht und verstecken ihre Kranken. Es ist also viel Aufklärungsarbeit notwendig, damit sich die Menschen an die Ebola-Zentren wenden. Diese Ebola-Epidemie stellt die internationale Gemeinschaft vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können.

Das WHO hat eine Roadmap entwickelt, die es umzusetzen gilt. Zudem wurden bereits zahlreiche Hilfs- sowie Quarantänemaßnahmen eingeleitet und die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt. Allerdings hat dies Nebeneffekte, die künftig weitreichende Folgen haben werden: Die Angst vor einer Ansteckung ist extrem groß. Das führt dazu, dass die Wirtschaft Afrikas größtenteils zum Erliegen kommt. Die Touristen kommen nicht mehr in diesem Maße – auch nicht in die afrikanischen Länder, die nicht direkt vom Virus betroffen sind. Teilweise werden Flüge zu Zielen gestrichen, die sich tausende Kilometer entfernt befinden. Die Ernten auf den Feldern in den direkt betroffenen Ländern vergammeln, weil die Farmer ihren unter Quarantäne stehenden Stadtteil nicht mehr verlassen dürfen. So sind beispielsweise die Preise für Grundnahrungsmittel durch Engpässe und Panikkäufe schon jetzt gestiegen. Das alles führt zu noch nicht absehbaren Folgen.“

Dagmar Wöhrl über die Entwicklungshilfezahlungen der Bundesregierung:

„Die Ärzte und Helfer vor Ort leisten großartige und übermenschliche Arbeit in einem sehr schwierigen Umfeld. Deutschland hat bereits deutschen und internationalen Hilfsorganisationen Unterstützung zukommen lassen. Zudem hat sich das Entwicklungsministerium Anfang August dazu entschlossen, die WHO mit einer weiteren Million Euro zu unterstützen. Weitere Zusagen werden wir prüfen.“

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