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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Russlands Angriffe auf Aleppo verursachen neue humanitäre Katastrophe und behindern Friedenslösung für Syrien

Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl erklärt:

Russland muss sich an die UN-Resolutionen von Dezember halten und sofort seine Luftschläge auf Aleppo beenden. Es gibt zahlreiche Berichte über die Bombardierung von Märkten, Straßen und Krankenhäusern mit vielen zivilen Opfern und den Einsatz von international geächteten Streubomben. Das muss sofort gestoppt werden. Wegen der russischen Luftangriffe und dem Vordringen von Assads Truppen nach Norden, sind nach Angaben von „Ärzte ohne Grenzen“ mittlerweile 80.000 Menschen auf der Flucht Richtung Türkei. Und es werden stündlich mehr. Mediziner vor Ort befürchten den Ausbruch von Tuberkulose und Cholera. Die Lebensmittel in der Stadt werden knapp. Die Menschen haben Angst vor einer Belagerung.

Die im Januar verstärkten Angriffe Russlands und der Truppen von Assad haben ganz maßgeblich dazu beigetragen, dass die Aufnahme der UN- Friedensgespräche Ende Januar gescheitert ist und dass ein neuer Anlauf auf den 25. Februar vertagt werden musste. Die jetzigen, massiven Angriffe auf Aleppo verschlechtern die Voraussetzung für Gespräche noch weiter. Russland muss aufhören zu versuchen, militärisch Fakten zu schaffen und endlich beweisen, dass es zu einer diplomatischen Lösung für Syrien bereit ist. Sonst wird die humanitäre Katastrophe in Syrien sich noch verschlimmern und die Zahl der Menschen, die aus dem Land flüchten, noch weiter zunehmen.

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