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Abschottungspolitik der Europäischen Union: „Man kann von Versagen reden“ – WDR Mittagsecho, 22.04.2015

dagmar-woehrl-nachrichtenueberblickDer Kontinent der Bootsflüchtlinge zählt schon lange zu den Schwerpunkten deutscher Entwicklungspolitik. Ist die Massenflucht das Scheitern einer Utopie? Dagmar Wöhrl (CSU), Vorsitzende des Bundestags-Entwicklungs-Ausschusses, im Morgenecho-Interview.

Die Vorsitzende des Bundestags-Entwicklungs-Ausschusses, Dagmar Wöhrl (CSU), hält die bisherige Abschottungspolitik der Europäischen Union für falsch. „Man kann von Versagen reden“, sagte Wöhrl im WDR 5 Morgenecho mit Blick auf die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. „Das System des Zäune-Hochziehens nach dem Motto ‚lasst hier niemanden rein‘ geht nicht.“

Langfristig werde Europa nicht darum herum kommen, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. „Das ist auch die Verantwortung die wir als Europa, als Wohlstandstaaten haben“, sagte die CSU-Politikerin. „Wir wissen, dass angeblich eine Million Menschen an der Küste Libyens warten, um nach Europa überzusetzten. Das heißt, man kann nicht die Hände in den Schoß legen.“

Gleichzeitig müssten die Fluchtursachen eingedämmt werden. „Wie bekommen wir die gescheiterten Staaten stabil? Wie kurbeln wir die Wirtschaft dort an?“ Das seien die entscheidenden Fragen, die die europäischen Staats- und Regierungschefs nun diskutieren müssten. Der humanitäre Ansatz müsse dabei Vorrang haben. Neben der Aufstockung von Rettungsprogrammen wie „Mare Nostrum“ oder „Triton“ müssten komplementär auch andere Maßnahmen ergriffen werden.

Weiterlesen und das komplette Interview zum Anhören auf www.wdr5.de

WDR,Mittagsecho
Marc Heydenreich
22.04.2015

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