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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Internationale Zusammenarbeit statt Entwicklungszusammenarbeit – dw.de 16.01.2014

Dagmar Wöhrl leitet den Bundestagsausschuss für Entwicklungszusammenarbeit. Ohne Kooperationen mit privaten Gebern sei der Kampf gegen Armut nicht zu gewinnen, sagt die CSU-Politikerin im Deutsche-Welle Interview.

Deutsche Welle: Frau Wöhrl, nach ihrer Wiederwahl als Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungs haben Sie angekündigt, Sie wollten sich auch weiterhin „auf politischer Ebene für die Belange der Menschen vor Ort einsetzen“. Welche thematischen und regionalen Schwerpunkte wollen Sie in ihrer Arbeit setzen?

Dagmar Wöhrl: Das Hauptaugenmerk unserer Entwicklungspolitik liegt weiterhin auf Sub-Sahara Afrika und auf dem südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Wir müssen die Digitalisierung noch besser als Instrument unserer Außen- und Entwicklungspolitik einsetzen. Bei derzeit 800 Millionen genutzten Handys in Afrika , die beim Bezahlen von Rechnungen, bei der Übermittlung von Marktpreisen und bei der überregionalen Warnung vor Krankheiten zum Einsatz kommen können, müssen wir die Potentiale von Handy, Internet und Co. für unsere Projekte vor Ort unbedingt noch stärker nutzen. Mein Anliegen ist es außerdem, Entwicklungszusammenarbeit noch stärker so zu gestalten, dass sie wirklich allen Menschen zugute kommt.

Welche neuen Wege wollen Sie in der Entwicklungspolitik gehen?

Entwicklungspolitik kann niemals alleine dafür sorgen, dass die positiven Veränderungen vor Ort langfristig Bestand haben. Für eine effiziente, gut funktionierende Entwicklungszusammenarbeit sind wir auf Partner angewiesen, die wertvolles Wissen mitbringen und gleichzeitig die uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel ausbauen können. Ich denke da einerseits an die Schwellenländer, die alle selbst den Weg vom Entwicklungs- zum Schwellenland gegangen sind, über einen reichen Schatz an Erfahrungen verfügen und gleichzeitig mittlerweile auch als Geber in der Pflicht sind.

Gleichzeitig sind wir auf das tatkräftige Engagement von Zivilgesellschaft und privaten Gebern angewiesen. Vor allem den Unternehmen sollten wir noch bessere Möglichkeiten aufzeigen, wie sie in Entwicklungsländern investieren können, denn sie schaffen dort zahlreiche Arbeitsplätze.

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16.01.2014
Autorin/Autor Mirjam Gehrke
Redaktion Diana Hodali

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