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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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20 Jahre Bundestag: Dagmar Wöhrl denkt nicht ans Aufhören – Nürnberger Nachrichten, 16.11.2014

Seit 1994 ist die Nürnbergerin Dagmar Wöhrl nun schon Mitglied des Deutschen Bundestages – 20 bewegte Jahre. Mit der NZ sprach die CSU-Politikerin über Machosprüche, Facebook-Feindseligkeiten und ihre Pläne für die Zukunft. „Ich wüsste gar nicht, was ich mit einem freien Wochenende anfangen sollte“

„Hier oben war ich noch nie“, sagt Dagmar Wöhrl und blickt durch die Panoramascheibe des Restaurants hinunter auf das Rollfeld. Sie kann es selbst kaum glauben, schließlich verbringt sie viel Zeit in den polierten Gängen des Nürnberger Flughafens. Es ist neun Uhr, ein wolkenverhangener Novembermorgen. Wöhrls Laune tut das trostlose Wetter keinen Abbruch. Die Energie der 60-Jährigen flutet den Raum. Wöhrl bestellt Wasser, Cappuccino. 9 Uhr ist fast schon ausschlafen. „Normalerweise nehme ich die Frühmaschine um 6.30 Uhr.“

Genau 20 Jahre ist es her, dass sich Dagmar Wöhrl zum ersten Mal aufmachte in Richtung Bundestag, der damals noch in Bonn residierte. Oscar Schneider schied aus, Wöhrl rückte nach. Wo genau sie eigentlich hin musste, wusste sie nicht. „Ich war noch nie in Bonn gewesen. Ich bekam das Ticket zugeschickt und wusste nur, wann ich mich einzufinden hatte.“ Kollege und Studienfreund Christian Schmidt – heute Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft – half aus: „Er hat mich unter seine Fittiche genommen, ganz nach dem Motto: Du kommst jetzt mal mit!“

Mit lediglich vier Jahren Stadtratsarbeit auf dem politischen Buckel war sie ein Neuling. Den Ruf der Politik hätte Wöhrl beinahe überhört. Buchstäblich. „Als jemand bei mir in der Kanzlei anrief, um zu fragen, ob ich für den Stadtrat kandidieren möchte, dachte ich an einen Scherz“, erinnert sie sich. Erst beim zweiten Anruf horchte sie auf.

Für die ersten hochgezogenen Augenbrauen sorgte sie bereits, noch bevor sie überhaupt einen Fuß in den Bundestag gesetzt hatte. Denn bevor es losging, sollte jeder Politiker parteiintern auf einem Zettel ankreuzen, in welchem Bereich er gerne tätig wäre. Wöhrl setzte ihr Kreuz bei Wirtschaftspolitik. „Am Anfang hieß es: Das geht nicht! Sie als Frau müssen doch in die Familienpolitik …“ Wöhrl lacht herzhaft, schiebt die Erinnerung aber beiseite.

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Nürnberger Nachrichten
16.11.2014
Maja Kolonic

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