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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Wer Plasma spendet, wird zum Lebensretter! Dagmar Wöhrl und Michael Frieser beim CSL Plasmacenter in Nürnberg

Wie läuft eine Plasmaspende ab, wie kommt das Plasma vom Spender zum Patienten und wer ist auf diese Spenden dringend angewiesen? Bei ihrem Besuch im CSL Plasmacenter Nürnberg ließen sich die Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl und Michael Frieser die Abläufe und Hintergründe einer Plasmaspende erläutern. Centermanager Sven Schuhmann stand den CSU-Politikern Rede und Antwort.

Neben Unfallopfern, die Blutkonserven oder Blutplasma benötigen, sind es vor allem Menschen mit seltenen Erkrankungen wie beispielsweise einer genetisch bedingten Hämophilie („Bluterkrankheit“) oder auch Patienten mit angeborenen Immundefekten, für die Präparate aus Blutplasma überlebenswichtig sind. Darüber hinaus findet das Spenderplasma auch Verwendung für Wundkleber, der verwendet wird, starke Blutungen bei Operationen nach Unfällen zu stillen und das Gewebe wieder zu verschließen.

Allein in Deutschland werden rund 16.000 chronisch Kranke mit Plasmapräparaten behandelt. Dagmar Wöhrl und Michael Frieser ist es ein wichtiges Anliegen, die Öffentlichkeit verstärkt für die Notwendigkeit von Plasmaspenden zu sensibilisieren: „Die enorme Bedeutung von Plasmaspenden ist vielen Menschen leider nicht bewusst. Deswegen finde ich es wichtig, dies auch zu thematisieren und vor allem zu informieren und aufzuklären“, sagt Wöhrl. „Plasmaspender tragen in hohem Maße dazu bei, dass kranke Menschen wieder gesund werden oder mit einer schweren, chronischen Erkrankung ein möglichst normales Leben führen können“, ist Michael Frieser überzeugt.

Aus menschlichem Blutplasma können Medikamente hergestellt werden, die für ihre Nutzer (über)lebenswichtig sind. Eine synthetische Produktion ist nur teilweise möglich, sodass betroffene Patienten auf freiwillige Plasmaspenden von gesunden Menschen angewiesen sind. Als eine der größten Organisationen zur Gewinnung von menschlichem Plasma betreibt CSL Plasma bundesweit acht Center, in denen Spendenwillige zum Lebensretter werden können. Doch der Bedarf ist höher als das gespendete Plasma: „Ins Nürnberger Plasmacenter kommen zwar jede Woche rund 1.500 engagierte Spender, dennoch fehlen aktuell rund 500 weitere Plasmaspender, um den tatsächlichen Bedarf decken zu können“, erzählte Centermanager Sven Schuhmann.

Bei einem Rundgang durch das Center erläuterte er den Bundestagsabgeordneten, gemeinsam mit einem anwesenden Spender, wie einfach eine Spende zu absolvieren ist. Zudem kann Plasma weitaus häufiger als Blut gespendet werden, da noch während des Spendenvorgangs das Plasma aus dem Blut herausgelöst und die restlichen Bestandteile des Blutes dem Spender sofort wieder zugeführt werden. Plasmaspenden sind bis zu 45 Mal im Jahr möglich; dafür geeignet ist jeder Gesunde im Alter zwischen 18 und 59 Jahren.

Auf dem Bild (Photo: oh): Dagmar Wöhrl und Michael Frieser im Gespräch mit Petra und Peter Skrzipczyk. Das Ehepaar kommt gemeinsam auf 48 Spenderjahre und über 2.000 Plasma-Spenden.

Auf dem Bild (Photo: oh): Dagmar Wöhrl und Michael Frieser im Gespräch mit Petra und Peter Skrzipczyk. Das Ehepaar kommt gemeinsam auf 48 Spenderjahre und über 2.000 Plasma-Spenden.

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