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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Entwicklungszusammenarbeit neu denken

Die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl wurde heute im Deutschen Bundestag für weitere vier Jahre als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) gewählt. Wöhrl wird ebenfalls weiterhin ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien sein:

„Ich habe den Vorsitz dieses Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sehr gerne wieder übernommen. Für mich war es darüber hinaus wichtig, auch weiterhin Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien zu sein, da ich hier wichtige Akzente für meine Heimatstadt Nürnberg setzen kann.“

Wöhrl zu ihrer Rolle als Ausschussvorsitzende: „

Die Entwicklungszusammenarbeit ist für mich zu einer wahren Herzensangelegenheit geworden. Nachdem ich mich schon viele Jahre ehrenamtlich in Entwicklungsländern engagiert hatte, kann ich mich nun auch weiter auf politischer Ebene für die Belange der für die Menschen vor Ort einsetzen. Zum anderen habe ich während der letzten Legislaturperiode das kollegiale Arbeitsklima im AwZ – auch über Fraktionsgrenzen hinweg – sehr zu schätzen gelernt.“

Im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklungspolitik sagte Wöhrl:

„Zu einer zukunftsfähigen internationalen Zusammenarbeit gehört für mich ganz besonders, dass wir zum einen unsere Arbeit kontinuierlich überprüfen und dass wir uns vor allem auch trauen, neue Wege zu gehen! Unser Ziel muss eine präventive internationale Zusammenarbeit sein, die Probleme erkennt und löst, bevor sie zu einem Flächenbrand werden. Entwicklungszusammenarbeit muss agieren und darf nicht nur reagieren.“

Über die Entwicklungspolitik während der 18. Legislaturperiode sagte Wöhrl:

„Der Koalitionsvertrag, den wir gemeinsam mit den Kollegen von CDU, CSU und SPD im vergangenen Herbst ausgearbeitet haben, bildet eine sehr gute Arbeitsgrundlage für die nächsten vier Jahre. Es geht nun darum, die gemachten Zusagen einzuhalten – gerade auch beim Budget! Hierfür werde ich mich stark machen. Denn für mich ist Entwicklungspolitik echte Zukunftspolitik. Das zeigt sich schon an der Tatsache, dass der Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den zweitgrößten Investitionshaushalt des Bundes darstellt. Das 0,7%-Ziel der öffentlichen Entwicklungsgelder (ODA-Quote) ist für uns auch nach wie vor Richtschnur.“

Über neue Partner und Herausforderungen fügte Wöhrl hinzu:

„In der Entwicklungspolitik sind wir mehr als in anderen Politikfelder auf neue Partner angewiesen. Die Schwellenländer sind hier unsere Partner genauso wie die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft. Uns ist klar, dass wir vor Ort immer nur Hilfe zur Selbsthilfe leisten können. Neben den klassischen Themen wie ländliche Entwicklung, Gesundheit und Bildung ist beispielsweise Digitalisierung zu einem der größten Potentiale für die Menschen in den Entwicklungsländern geworden. Allein in Afrika werden 800 Millionen Mobiltelefone genutzt. In einigen Jahren werden das 1 Milliarde Mobiltelefone auf dem afrikanischen Kontinent sein! Junge Menschen in Tunesien und Ägypten haben durch soziale Netzwerke die einzigartige Möglichkeit, politisch aktiv zu werden und Veränderungen in ihrem Land einzufordern. Eines meiner persönlichen Ziele in dieser Legislaturperiode ist es, der Digitalisierung eine stärkere Rolle als Instrument der Außen- und Entwicklungspolitik zu geben, denn diese Potentiale gilt es zu nutzen!“

Im Hinblick auf eine erste Zwischenbilanz sagte Wöhrl abschließend:

„Der G8-Gipfel 2015 in Deutschland fällt in die Halbzeit der Großen Koalition. Wir sollten die Zeit bis dahin nutzen, wichtige Initiativen auf den Weg zu bringen und wir sollten die Entwicklungspolitik ganz oben auf die G8-Agenda setzen. Dies wäre ein wichtiges und richtiges Signal an alle unsere Partner in der ganzen Welt. Deutschland hat die Möglichkeiten, viel zu bewegen.“

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