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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Rede Mittelstand, Unternehmertum und kooperative Ökonomie anlässlich der Partnerschaftsversammlung von Opticland am 19.4.2010 in Nürnberg


geschrieben am 26. April 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt nur wenige Branchen von denen man behaupten kann, dass sie ihren Kunden zum Durchblick verhelfen – deren Produkte eine klarere Sicht der Dinge schaffen.

Die Augenoptiker zählen sicherlich dazu. Und im Zuge des demografischen Wandels wächst ihre Bedeutung (Stichwort: Alterssichtigkeit).
 Die Alterung der Gesellschaft verschafft langfristig gute Geschäftsaussichten. Aber wie sieht die aktuelle Lage aus? Morgen (20.4.) stellt der ZVA (Zentralverband der Augenoptiker) die wichtigsten Branchenkennzahlen für 2009 vor.
 Ich bin gespannt, wie sich die Augenoptiker durch das Krisenjahr 2009 gekämpft haben.

In den letzten Jahren ist der Branchenumsatz kontinuierlich gestiegen – ebenso wie die Beschäftigten- und Auszubildendenzahlen (Drei Viertel des Nachwuchses ist weiblich). 2008 lag die Arbeitslosenquote in der Branche bei lediglich 2,7%. Das ist beeindruckend.
Natürlich hat die Wirtschaftskrise auch die Augenoptiker getroffen. Aber ich denke, dass die morgigen Zahlen zeigen werden, dass die Branche glimpflicher durch die Krise gekommen ist, als befürchtet. Soweit ich informiert bin, ist der Branchenumsatz 2009 um ca. 1,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (informelle Angabe des ZVA).

Und auch Daten der Gesamtwirtschaft geben Anlass zum Optimismus. Die Industrieproduktion legt zu Jahresbeginn weiter zu.

Und auch der Handel kann sich behaupten. Mehr als drei Viertel der Händler bewerten ihre Lage als gut oder befriedigend (DIHK-Handelsreport 2010).

Was die Erwartungen für 2010 angeht, blickt der Großhandel wieder mit deutlich mehr Optimismus in die Zukunft als im Vorjahr. Die Erwartungen im Einzelhandel bleiben dagegen etwas zurückhaltender, aber sie verbessern sich immerhin leicht.

Das lange Zeit befürchtete “dicke Ende” beim Konsum dürfte ausbleiben – vor allem dank des erfreulich robusten Arbeitsmarktes. Die Arbeitslosigkeit ist im März saisonbereinigt gesunken – sowohl gegenüber dem Vormonat (-1,3%) als auch gegenüber dem Vorjahr (-0,5%). [...]

Rede anlässlich Bayerischer Energietag „Energie und Klima- Schwerpunkte deutscher Politik“ am 17. Juli 2009 im Schloss Thurnau, Bayern

geschrieben am 17. Juli 2009

Bereits im letzten Jahr hatte ich die Gelegenheit, beim damals noch nordbayerischen Energietag dabei zu sein.  Es freut es mich sehr, dass nunmehr Bayern insgesamt in die Veranstaltung einbezogen ist.  Und nicht minder freut es mich, wie treffend die Veranstalter den Titel gewählt haben, nämlich „Wirtschaft pro Klima – ein starker Partner für erfolgreiche Lösungen“.
Dies ist ein klares wechselseitiges Bekenntnis: ebenso wie eine nachhaltige Wirtschaft den Klimaschutz braucht, braucht wirksamer Klimaschutz die Wirtschaft.
Denn innovative technologische Lösungen sind der Schlüssel für diese wohl wichtigste Zukunftsfrage. Und genau die kommen von kreativen und dynamischen Unternehmen,  die frühzeitig die erheblichen Chancen und Wachstumspotenziale dieser Märkte erkennen.

Wir stehen in der Energie- und Klimapolitik in der Tat vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel und die Verknappung der Rohstoffe bleiben gerade
in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise besonders aktuell. Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um durch wirksamen internationalen Klimaschutz
die natürlichen Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Enkelkinder zu bewahren. Zugleich müssen wir die nur endlich vorhandenen Rohstoffe durch innovative Technologien und Verfahren optimal nutzen, um dauerhaft eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung in Deutschland zu gewährleisten.

Rede im PDF Format zum Download

Jetzt erst recht ausbilden!

geschrieben am 24. März 2009

Eine Umfrage des DIHK hat ergeben, dass in diesem Jahr rund sechs Prozent weniger Lehrstellen zur Verfügung stehen werden – ganz klar eine Folge der Wirtschaftskrise. Die meisten Jugendlichen müssen allerdings nicht befürchten, keine Lehrstelle zu ergattern. Demografiebedingt sinkt nämlich die Zahl der Bewerber ebenfalls um fünf Prozent.

Doch wir dürfen deshalb noch lange keinen Haken an dieses Problem setzen! Denn wir bewegen uns mit Riesenschritten auf die Demografiefalle zu. Schon in zehn Jahren werden den Unternehmen 250.000 Bewerber (!) fehlen. Die Folge: ein dramatischer Fachkräftemangel, der unseren Wirtschaftsstandort Deutschland ernsthaft bedrohen wird. Ich appelliere deshalb an die Unternehmen, schon jetzt über Bedarf auszubilden.

Klar ist auch: Wir müssen es schaffen, dass mehr Jugendliche mit richtigem Abschluss die Schule verlassen und so eine gute Chance auf einen Ausbildungsplatz haben. Das Problem Fachkräftemangel lässt sich aber nur dann lösen, wenn alle mithelfen: Schulen, Betriebe, aber auch die Schulabgänger, die ebenfalls neue Wege gehen und sich für ihren Traumjob entsprechend weiterbilden müssen. Angebote hierfür gibt es genug, gerade in Nürnberg. Nutzt sie – wir brauchen euch!

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