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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Auf arabischen Frühling darf kein Herbst der Tränen folgen – MdB Dagmar G. Wöhrl zu den aktuellen Geschehnissen in Ägypten

geschrieben am 13. Oktober 2011

Dagmar G. Wöhrl mit Dr. Morsy, Vorsitzender der Partei Freiheit und Gerechtigkeit (politischer Fluügel der Muslimbruüder)Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl, erklärt zu den schwersten Ausschreitungen seit dem Sturz von Husni Mubarak: „Ich war erst vor Kurzem auf einem Arbeitsbesuch in Ägypten und habe vor Ort die angespannte Stimmung in der Bevölkerung wahrgenommen. Dabei muss man sich verdeutlichen, dass Revolutionen nicht linear verlaufen. Es geht also nicht stetig vorwärts und bergauf. Nachdem die ersten Wellen der Euphorie im Frühjahr abgeebbt waren, folgten nicht täglich neue Glücksmomente. In einer solchen Durststrecke, einem solchen Plateau, bevor es hoffentlich wieder entscheidende und neue Impulse durch die Wahlen geben wird, befindet sich momentan Ägypten. Ich sehe in Ägypten die Gefahr, dass auf den arabischen Frühling ein Herbst der Tränen und der Ernüchterung folgt.“
[...]

„Ägypten braucht jetzt revolutionäre Geduld“ Keynote Speech von Dagmar G. Wöhrl, MdB

geschrieben am 14. September 2011

„Ägypten braucht jetzt revolutionäre Geduld“ Keynote Speech von Dagmar G. Wöhrl, MdB 13.09.2011, 10.15 Uhr, Veranstaltung der KAS Ägypten „Economic Reform and Social Justice: Egyptian-German Experiences“, Marriott Hotel, Cairo, Zamalek„Ägypten braucht jetzt revolutionäre Geduld“
Keynote Speech von Dagmar G. Wöhrl, MdB
13.09.2011, 10.15 Uhr, Marriott Hotel, Cairo, Zamalek
Veranstaltung der KAS Ägypten „Economic Reform and Social Justice: Egyptian-German Experiences“ [...]

Gründerkampagne für Deutschland

geschrieben am 26. Mai 2010

Im Koalitionsvertrag hatten Union und FDP eine Gründerkampagne vereinbart, die vor kurzem mit Leben gefüllt wurde: Die Bundesregierung hat die Initiative „Gründerland Deutschland“ auf den Weg gebracht. Für mich liegt hier ein ganz wichtiges Projekt der Legislaturperiode. Denn Unternehmensgründungen schaffen Arbeitsplätze, bringen den Wettbewerb in Schwung und fördern neue Ideen zu Tage. Gründer sind die schöpferische Kraft in unserem Land. Das Problem ist nur: Das Gründungsgeschehen in Deutschland kommt einfach nicht richtig in Schwung.

Laut aktuellen Zahlen gab es im letzten Jahr in Deutschland rund 410.000 Gründungen  (bei gleichzeitig 397.000 Marktaustritten). Das ist zwar ein wenig mehr als im Vorjahr, aber im langfristigen Trend dennoch unbefriedigend. Zum Vergleich: 2003 konnten wir noch 508.600 Gründungen in Deutschland verzeichnen. Auch der internationale Vergleich ermuntert nicht. Mit einer Gründerquote von 3,8% liegen wir im Wettbewerb mit den hochentwickelten Volkswirtschaften der Welt auf den hinteren Plätzen. Was läuft hier falsch?

Deutschland hat eine hervorragende staatliche Gründerförderung. Unsere Förderprogramme – Finanzierung, Beratung, Information – gehören weltweit zu den Besten. Zudem wären die meisten Deutschen beruflich gerne selbstständig. Das zeigen Umfragen. Also haben wir eigentlich beste Voraussetzungen für eine dynamische Gründerkultur. Dennoch errichten nur wenige Menschen ein Unternehmen. Viele Menschen hält die Angst vor dem Scheitern davon ab. In dieses Bild passt auch, dass nur wenige Deutsche von sich behaupten, über das Wissen und Können für eine Unternehmensgründung zu verfügen.

Ich bin überzeugt: Das lässt sich ändern! Wir müssen bei den jungen Menschen ansetzen. Die gründungsbezogene Schulausbildung bildet die Achillesferse der Gründungskultur in Deutschland. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ist über die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland während ihrer Schulzeit überhaupt nicht mit dem Thema Selbständigkeit in Berührung gekommen.

Daher versuchte ich zum Beispiel auch in den Koalitionsverhandlungen dieses Thema immer wieder voranzutreiben. So schlug ich vor, die Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“ zu stärken. Hier arbeiten unter der Federführung des BMWi überregionale Projekte zusammen, welche gründungsbezogene Ausbildungsprogramme an Schulen veranstalten. Ich bin froh, dass mit der Gründerkampagne der Bundesregierung dieses Initiative jetzt ausgebaut werden soll. Das ist der richtige Weg. Unternehmensgründung und Unternehmensführung müssen im schulischen Alltag ihren Platz haben. Dabei lautet das langfristige Ziel: Das Fach Wirtschaft muss bundesweit in den Lehrplänen der Schulen fest verankert werden.

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