5.12.2010 – Tag des Entwicklungshelfers: Würdigung der Fachkräfte und ehrenamtlich Tätigen in Deutschland und in Entwicklungsländern
„Gerechtigkeit und Frieden können weltweit nur erreicht werden, wenn es Menschen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen, Ressorts und Berufszweigen gibt, die sich dafür einsetzen. Dabei spielt ehrenamtliches Engagement eine wichtige Rolle; viele Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit könnten ohne dies nicht existieren. Den vielen Menschen, die sich ehrenamtlich und/oder in ihrer beruflichen Arbeit für die Reduzierung weltweiter Armut und die Entwicklung der Länder des Südens einsetzen, gilt heute mein besonderer Dank”, so die Parlamentarierin Dagmar G. Wöhrl.
Anlässlich des Internationalen Tages des Entwicklungshelfers erläutert die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ), den Subsidiaritätsgrundsatz der Entwicklungspolitik der Bundesregierung: „Externe Fachkräfte werden in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) nur dann eingesetzt, wenn es für die ein Vorhaben benötigten Experten im Partnerland nicht gibt. Personalkosten werden von deutscher Seite nur dann übernommen, wenn sie von den Partnerorganisationen nicht oder nur teilweise aufgebracht werden können.“
Um die eigene Verantwortung der Partnerländer zu stärken, werden so viele einheimische Fachkräfte wie möglich in den Vorhaben eingesetzt. Trotzdem wird es auch in Zukunft wichtig sein, dass in den Entwicklungsländern externe Fachkräfte wesentliche Aufgaben übernehmen.
Dabei wird unterschieden zwischen so genannten Entsandten Fachkräften, Integrierten Fachkräften, Entwicklungshelfer/innen, Teilnehmer/innen des ASA-Programms von InWEnt, Teilnehmer/innen der entwicklungspolitischen Nachwuchsförderung.
„Ehrenamtliches Engagement und Spenden tragen wesentlich zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei – wie auch zum individuellen Glück. Die internationale Studie World Giving Index 2010 (CAF) hat wissenschaftlich belegt: Wer sich um seine Mitmenschen sorgt, egal ob in der Nachbarschaft oder in Entwicklungsländern, lebt glücklicher“, so Wöhrl.
In Deutschland fließen jedes Jahr rund 26 Milliarden Euro aus privater Hand in gemeinnützige Aktivitäten, derzeit existieren rund 17.400 rechtsfähige Stiftungen, jährlich kommen in etwas tausend hinzu. Doch vor allem Großspender sind noch zurückhaltend, sich durch Spenden gesellschaftlich zu engagieren.
“Mein Ziel ist es, Entwicklungszusammenarbeit noch stärker mit den Potentialen und Akteuren der Wirtschaft zu verbinden – nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch unternehmerisch verantwortliches Handeln, Investitionen in Entwicklungsländer und die Bereitstellung von Fachwissen und Ausbildung von Fachkräften vor Ort” so die Parlamentarische Staatssekretärin a. D. des BMWi.
Download Pressemitteilung 03. Dezember 2010
Weltaidstag 2010: Lockerung des Kondomverbots der katholischen Kirche ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Aids
Anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember 2010 begrüßt die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl, die Äußerungen von Papst Benedikt XVI zur Verwendung von Kondomen: “Das gelockerte Kondomverbot ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Aids“, so Wöhrl. Weiterlesen
Status Quo-Konferenz zur Weltentwicklung: Zehn Jahre Millenniumentwicklungsziele – wir können sie bis zum Jahr 2015 erreichen!
Vom 20. bis 22. September tagen die Vereinten Nationen zum Stand der Erreichung der Millenniumentwicklungsziele (MDG) in New York. Im Jahr 2000 schrieben in einem historischen Moment 180 Nationen ihre Ziele zur Bekämpfung weltweiter Armt und zur Förderung von nachhaltiger Entwicklung nieder.
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl erläutert: „Nach zehn Jahren soll nun eine Bilanz gezogen werden: Was konnte bisher erreicht werden? Was bleibt noch zu tun für die kommenden fünf Jahre bis zur Überprüfung der Entwicklungsvorhaben im Jahr 2015?“
Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht
Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, begrüßt die am Mittwoch verabschiedete entsprechende Resolution ausdrücklich: „Bei geschätzten 884 Millionen Menschen weltweit ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser war eine (menschen)rechtliche Grundlage dieser Art längst überfällig. Ich freue mich, dass mit dem Einsatz Deutschlands für diese UN-Resolution ein weiterer Schritt zur Erreichung der Millenniumentwicklungsziele getan ist“, so Wöhrl.
Die Vereinten Nationen hatten es sich im Rahmen ihrer Millenniumentwicklungsziele u.a. zur Aufgabe gemacht, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser bis zum Jahr 2015 zu halbieren.
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Anlagen ist in vielen Entwicklungsländern nicht gegeben. „Mehr als 2,6 Milliarden Menschen – also mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung – haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Das ist nicht nur aus entwicklungspolitischen Gesichtspunkten ein unhaltbarer Zustand“, so die Ausschussvorsitzende.
Bei einer rasant wachsenden Weltbevölkerung können mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Anlagen zu einer Bedrohung werden. Bis 2050 könnte die Zahl von derzeit sechs auf neun bis zehn Milliarden Menschen weltweit ansteigen. „Auf der Suche nach Arbeit, Wohlstand und Bildung strömen diese Menschen in die Städte. Viele Mega-Städte in Entwicklungsländern sind schon heute heillos mit den Menschenmassen überfordert. Die Menschen sind in Slums Armut und gesundheitlichen Risiken – wie mangelnder Zugang zu sauberem Wasser – ausgesetzt“, so Wöhrl.
Schätzungen zufolge sind jährlich 3,5 Millionen Todesfälle weltweit auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen.
Pressemitteilung, 27. Juli 2010
Entwicklungstrends bei rasant wachsender Weltbevölkerung
Am 11. Juli, Weltbevölkerungstag, richtet sich das Augenmerk auf die Bevölkerung unserer Erde, die sich in den vergangenen 50 Jahren mehr als verdoppelt hat. Die Vereinten Nationen rechnen mit einem Zuwachs von den derzeit 6,8 Milliarden Menschen um bis zu weitere 3,7 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050.
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) im Parlament, Dagmar Wöhrl MdB, weist auf die Verbindung von Weltbevölkerungswachstum und globaler Entwicklung hin: „Knapp 10 Milliarden Menschen bis 2050 – diese Menschen müssen essen, müssen arbeiten, brauchen eine Wasser-, Sanitär- und eine Gesundheitsversorgung. Es liegt in unserer Verantwortung und ist auch in unserem eigenen Interesse, den Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern vor Ort gute Lebensbedingungen und Entwicklungschancen einzurichten. Nur so können wir sinnvoll einem potentiell riesigen Strom von Migranten und Flüchtlingen in die Industrieländer und damit auch nach Deutschland entgegenwirken.“
Um die Armut, Hunger, Bildungsmangel und die immer noch viel zu hohe Mütter- und Kindersterblichkeit weltweit zu bekämpfen, sind demografische Daten unerlässlich. Dabei ist nicht nur der rasante Anstieg der Weltbevölkerung zentral. Es lassen sich auch – zum Teil beunruhigende – Trends beobachten:
Alternde Bevölkerungen in Industrieländern – und in China!
Die Bevölkerung altert – insbesondere in westlichen Industrieländern – rasant. Aber auch in Staaten wie China, die seit 30 Jahren mit der sogenannten Ein-Kind-Politik bewusst in die Familienplanung eingreifen, sind von den Folgen einer alternden Gesellschaft betroffen. Ohne die umstrittene Geburtenplanung müsste das Land heute aber noch 400 Millionen Menschen mehr ernähren. Ohnehin wird bis 2015 Chinas Bevölkerung um weitere 70 Millionen steigen. „Jeder fünfte Mensch der Erde ist Chinese. Im gleichen Zeitraum – also bis 2015 – wird die Stadtbevölkerung Chinas 700 Millionen erreichen“, so Wöhrl.
Urbanisierung und Megastädte
Die Vorsitzende erläutert: „Das zeigt einen zweiten Trend an: Immer mehr Industrie- und Schwellenländer haben mit einer dramatischen Urbanisierung zu kämpfen. Menschen, die auf dem Land keine Lebens- und Entwicklungschancen haben, fluten in die Megastädte wie Lagos oder Mumbai.“ Allein Chinas Städte wachsen jährlich um etwa 13 Millionen Einwohner. Die Stadtverwaltungen stellt das vor enorme Herausforderungen, denn auch dort brauchen sie Wohnungen, Energie, Wasser und natürlich Arbeit. „Diese globalen Herausforderungen können wir nur mit kohärenten Konzepten der Bereiche Entwicklung, Familienplanung, Umwelt und Stadtentwicklung, Auswärtiges und Bildung und Forschung begegnen“, fordert die Ausschussvorsitzende. „Bei durchschnittlich 2,6 neuen Erdenbürgern pro Sekunde ist das Thema brisanter und aktueller denn je!“
Pressemitteilung, 09. Juli 2010
Dagmar Wöhrl im Gespräch mit Uwe Lueb im SWR2 Tagesgespräch
Vor der Haiti-Geber-Konferenz sagte die Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, CSU: „Haiti ist kein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit“
Deutschland wird sich an der internationalen Hilfe für Haiti weiter beteiligen. Das sagte die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, CSU, im Südwestrundfunk (SWR). Bisher habe Deutschland direkt, über die EU und die Weltbank schon rund 180 Millionen Euro für Haiti bereit gestellt. Außerdem leiste Deutschland technische Hilfe in Haiti. So würden etwa KFZ-Mechaniker ausgebildet, Wiederaufforstungs- programme unterstützt und ein so genannter Mikrofinanzsektor aufgebaut.
Allerdings sei Haiti kein Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit und werde es auch nicht werden, so Wöhrl im SWR.
Audiobeitrag: Interview Dagmar Wöhrl Mitschnitt aus SWR2 Tagesgespräch, (Mittwoch, 31. März 2010 07.31 Uhr).
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Dagmar Wöhrl zum Weltfrauentag 2010
Dagmar Wöhrl erklärt: „Artikel 3 unseres Grundgesetzes lautet: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Schön wärs, kann ich nur sagen.“
Chancengerechtigkeit bleibt für Wöhrl ein aktuelles Thema. Für Deutschland komme es darauf an, die Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern endlich zu bekämpfen: „Frauen erhalten fast 1/3 weniger Lohn als Männer – für die gleiche Arbeit. Sie verdienen mehr! Es reicht nicht, einmal im Jahr darüber zu reden. Wir Frauen müssen täglich Gleichberechtigung einfordern – auf allen Ebenen.“
Der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“, wie er offiziell heißt, ist für viele Entwicklungs- und Schwellenländer ein gesetzlicher Feiertag! „Meistens haben diese Frauen nur ihre Arbeitskraft, auf die sie sich verlassen können. Wenn ihnen eine Idee kommt, haben sie zu wenig Geld, sie unternehmerisch umzusetzen. Deshalb muss die Entwicklungszusammenarbeit mehr mit Mikrokrediten operieren.“
Wöhrl vertritt die Auffassung, das starke soziale Gefüge in vielen Entwicklungsländern führe dazu, dass die Frauen das Geld verantwortungsbewusst zurückzahlen: „Kredite sind bei Frauen besser aufgehoben als bei Männern. Die Mikrokreditinstitute haben Rückzahlungsquoten von bis zu 98% – mehr als bei herkömmlichen Banken und vor allem mehr als bei Männern! So gewinnen Frauen mit dem Geld nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch Respekt und Selbstachtung.“
Pressemitteilung, 08. März 2010
Audiobeitrag: Interview Dagmar Wöhrl Mitschnitt der ENERGY Nürnberg Morningshow (Montag, 8. März 2010).
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