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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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It’s the internet, stupid! Web 2.0 ist nicht Geschichte, sondern der Anfang.

geschrieben am 31. Januar 2012

Manchmal wundert man sich schon über Texte, Pressemitteilungen und Gastkommentare von Kollegen/-Innen, sei es aus der eigenen Partei, sei es aus den anderen. Und auch gestern wieder hat es ein Kollege geschafft die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde auf sich und das Handelsblatt zu lenken.

Seine persönliche Meinung zu äußern ist in unserem Land ein gutes Recht, das gerade auch im Netz gelebt und eingefordert wird. Insofern ist es auch gut, wenn man seine Meinung in gekennzeichneten Gastkommentaren veröffentlichen kann. Man muss dann aber auch mit der Kritik leben können. Und bei all der Diskussion um Sopa, Pipa, Acta, Netzsperren oder Zensursula möchte ich mich einmal mit ein paar grundlegenden Gedanken zu Wort melden.

Der Blumenkübel-Moment

Gestern hatte ich ihn wieder: den „Blumenkübel-Moment“. Die einen werden sich nur zu gut an die berühmte Blumenkübel-Geschichte bei Twitter erinnern. Die anderen werden nun mit fragenden Augen diesen Text weiterlesen (oder ihn zu Seite legen). Denn was die Twitter-Gemeinde einige tagelang beschäftigte, ist in der realen Welt kaum wahrgenommen worden. Was hier ein „trending topic“ war, war andererseits keine Nachricht wert. Was will ich damit sagen? Es scheint zwei Parallelwelten zu geben. Eine digitale, die stetig wächst, und eine reale, die nicht kleiner wird, aber durchlässiger. Was die einen Menschen umtreibt und um den Schlaf bringt, löst bei anderen nicht einmal ein Wimpernzucken aus. Dabei möchte ich gleich feststellen, dass ich weder die Begriffe „reale Welt“ noch „Netzgemeinde“ als Kampfbegriffe, die irgendwie ideologisch gefärbt sind, verwenden will. Denn schließlich sind wir einfach alle nur Menschen mit dem kleinen Unterschied, dass die einen etwas mehr Verständnis vom Internet haben und in der Digitalisierung weiter fortgeschritten sind, als die anderen.

Ein Artikel, der die Netzgemeinde frontal angreift und ihr einen „Untergang“ vorhersagt, wird wenig helfen, diese beiden Gruppen zusammenzuführen. Statt so „Stuhlgewitter“(via @saschalobo) auf sich zu ziehen und mit absolutem Unverständnis der anderen Seite gegenüber aufzutreten (von der für mich befremdlichen Kriegsrhetorik möchte ich gar nicht sprechen), sollten – gerade wir Politiker – Brücken bauen.

Digitale Brücken – indem wir uns ohne Scheuklappen ins Netz wagen und auf Tuchfühlung gehen.

Reale Brücken – indem wir durch Veranstaltungen im echten Leben, die mannigfachen Gesichter hinter den noch fantasievolleren Avataren kennenlernen.

Silver Surfer

Ich bin nun alles andere als ein „digital native“. Mit meinem schon ein bisschen fortgeschrittenen Alter (auch wenn ich mich nicht wirklich so alt fühle), gehöre ich ja eigentlich schon zu den „silver Surfern“. Und auch gebe ich weder vor ein Internet-/Netz-/ oder Technikexperte zu sein, noch gehört die Netzpolitik zu meinen Steckenpferden. Und als CSU-Abgeordnete ist das Misstrauen im Netz von Natur aus erst einmal groß.

Im Gegenteil ging die Entwicklung des Internets und die Digitalisierung lange an mir vorbei. Ja, ich gebe auch zu, dass ich lange zu den Menschen gehörte, die Emails ausgedruckt haben.

Für mich kam der Wendepunkt mit zwei Entwicklungen: iPad und Twitter

Ich möchte hier gar keine Schleichwerbung für ein Unternehmen machen, das mit seinem Quartalsgewinn Griechenlands Haushaltsprobleme lösen könnte. Auch möchte ich nicht in die Götzenverehrung eines Steve Jobs einstimmen. Aber für mich persönlich war das iPad eine Revolution und meine Tür ins Internet. Inzwischen schreibe ich rund um die Uhr Mails , kaufe im Internet ein, lese meine e-papers, recherchiere für Reden und buche auch schon einmal Flüge online. Mit meiner lieben Kollegin Doro Bär tausche ich mich über interessante und teils abgefahrene Apps aus und ab und zu entdecke ich inzwischen neue Videos, die nicht einmal meine jungen Mitarbeiter kennen. :-)

Dabei bin ich an das Thema Internet neugierig und unvoreingenommen herangegangen und habe es schätzen und lieben gelernt. Natürlich sind mir auch negative Entwicklungen aufgefallen: so kann man schnell sehr viel Zeit „versurfen“, anstatt die To-Do-Liste abzuarbeiten. Auch liefert wahrlich nicht jeder Blog Qualitätsjournalismus und manchmal habe ich das Gefühl, alle Verschwörungstheoretiker dieser Welt leben sich derzeit im Netz aus. Zudem ist natürlich der ständige Nachrichtenfluss Fluch und Segen zugleich.

Die zweite Entwicklung, die mein Verständnis vom Netz völlig verändert hat, ist Twitter.

Ehrlich gesagt habe ich mit dem Twittern – zunächst auch mit Hilfe meines Teams – in 2009 aus wahlkampftaktischen Gründen angefangen. Auch hier gab es bei mir den großen Schub durch das iPhone, womit ich von überall aus einfach Twittern konnte. Und während ich am Anfang Twitter ausschließlich als „Wo-bin-ich-gerade-und-was-mache-ich-heute-tolles-Tool” nutzte, ohne mit meinen Followern zu kommunizieren, wurde mir erst peu-a-peu klar, was hinter der „Idee Twitter“ steckt.

Inzwischen habe ich tolle Menschen kennengelernt. Ich bekomme ungefiltertes Feedback, Hilfe von meinen Tweeps, kann mich austauschen, oder auch einmal wieder über den FCN jammern. Ich bekomme immer mehr Einladungen einfach per direct message, anstatt auf dem mühsamen Postweg – dies ist schneller und schont auch noch die Umwelt. Und ab und an schaffe ich es auch einmal zu einem Twittagessen. Die Leserbriefe von gestern, sind die Tweets von heute.

Twitter ist meine persönliche digitale Brücke zu den Menschen geworden. Nicht nur in meinem Wahlkreis oder Franken, sondern in ganz Deutschland und der Welt – und glauben Sie mir, da ist ein toller Austausch möglich!

Im September 2011 war ich auf Auslandsreise in Ägypten, dort habe ich in der Tahrir-Lounge im Goethe Institut in Kairo ägyptische Twitterer, Blogger und Internetaktivisten getroffen, die über das Internet ihre Revolution organisiert und ihre Ideen von Freiheit transportiert haben. Was als Stimmen von einzelnen begann, wurde dank der Verbreitungsmöglichkeiten im Internet, zu einem unüberhörbaren Chor der Entrüsteten. Die Arabellion wurde auch in Deutschland – zu Recht- gefeiert.

Aber heute zum ersten Jahrestag ist die Euphorie etwas verfolgen. Die Internetgemeinde ist auf die reale Welt gestoßen, die weit weniger liberal und progressiv ist. Im Gegenteil zeigen die Wahlergebnisse, dass die Bevölkerung weit religiöser und weniger internetaffin ist, als von vielen (im Ausland) gehofft.

Auch hier wieder ein Beispiel für die zwei Parallelwelten.

Mehr Internet wagen

Dennoch ist mein Fazit: Ohne Internet geht zukünftig  nichts mehr. Und deshalb werden alle hiermit verbundenen Themen wichtiger werden.
Die Piraten haben ihr Umfeld gefunden, weil sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. Allerdings muss man auch sagen, dass sie darüber hinaus auch noch nicht viel mehr erkannt bzw. geleistet haben.

Es gilt aber auch festzustellen, dass es eben so viel mehr und manchmal (man mag es kaum glauben) auch wichtigere Themen als das Internet/ die Netzpolitik gibt. Und so wie die Piratenpartei zu eigentlich allen Themen außer dem Internet Lösungen auf die Fragen und Nöte der Menschen finden muss, so müssen die anderen Parteien Antworten auf die Bedürfnisse der Netzgemeinde finden. Politisch erfolgreich wird künftig sein, wer beide Pole am besten verbinden können wird. Denn meines Erachtens ist es falsch, die Problematiken der Netzpolitik immer abgekoppelt von den anderen Politikfeldern zu sehen. Nichts ist monokausal und eine derartige Betrachtungsweise ist schlicht zu eingeengt, um dauerhafte und allseits befriedende Lösungen zu finden.

Warum dieser Text?

Die gestrige Diskussion hat mir keine Ruhe gelassen. Gedanken, die sich über Monate entwickelt haben, wollte ich einmal zu Papier bringen. :-)

Mein Vorschlag ist, wir sollten die reale nicht gegen die digitale Welt ausspielen, sondern vernünftig miteinander reden. Dies gilt allerdings für beide Seiten. Denn häufig reagiert die Netzgemeinde mit übertriebenen Hohn und Spott auf Ansichten, die sie in dieser Form nicht teilt. Diese Reaktionen tragen aber nicht gerade dazu bei, dass internetkritische Politiker ihr Herz für die Netzpolitik entdecken. Auch die Reaktionen auf den Kommentar meines Kollegen im Netz waren einmal wieder einmal übertrieben. Auch bei den schier nicht enden wollenden Tweets von Volker Beck zu diesem Thema habe ich mich gefragt, ob es ihm eigentlich um die Netzpolitik geht, oder nur um Unions-Bashing?

Auch kann ich manchmal nicht nachvollziehen (und so wird es vielen Politikern gehen), dass gegen den Staat und die Regierung ein derartiges Misstrauen herrscht. Dagegen wird Internet/- und Technikunternehmen, die nichts anderes als kapitalistische Big Player sind, häufig blind vertraut. Diese Unternehmen mögen vielleicht in ihren Gründerjahren ehrenwerte Ziele verfolgt haben. Aber börsennotierte Konzerne, verfolgen sicherlich nicht ausschließlich das Wohl und Wehe der Netzgemeinde. Gleichzeitig möchte ich auch gar nicht abstreiten, dass der Staat und seine Vertreter kritisch bei ihrer Arbeit begleitet werden sollten. Auch hier ist viel Raum für beide Seiten, um sich auf einem gesunden Niveau des Misstrauens, aber auch des Vertrauens zu treffen.

Genauso wenig verstehe ich, wie manche Kollegen/-Innen Pressemitteilungen en masse veröffentlichen, obwohl ihnen offensichtlich die Expertise auf diesem Gebiet fehlt oder zu mindestens die Toleranz Dinge auch einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wenn selbst ich als politischer Oldie, CSU-Frau und aus Bayern kommend, den Weg ins Netz geschafft habe, dann sollte es doch die Mehrheit meiner Kollegen/-Innen erst recht schaffen. Zu mindestens einen Versuch wäre es doch wert, oder?

Fraglich bleibt nun, wie wir mit all diesen Themen in Zukunft umgehen.

Ein indianisches Sprichwort sagt: Du sollst nicht über einen anderen urteilen, wenn du nicht mindestens 100 Meter in seinen Mokassins gelaufen bist.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die internetkritischen Politiker und Zeitgenossen sich mit unvoreingenommener Neugier diesem Themenkomplex annehmen und einmal versuchen, politische Fragen auch aus der Perspektive der Netzgemeinde zu betrachten.

Gleichzeitig wünsche ich mir, dass auch die Netzgemeinde erkennt, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und dass sich nicht alle Lebenssachverhalte einfach digitalisieren lassen. Ich möchte die Menschen, die sich im Internet und in der digitalisierten Welt zuhause fühlen ermuntern, neuen Usern unter die Arme zu greifen und sie so auf die zahlreichen Vorteile des Internets aufmerksam zu machen. Dabei möchte ich noch einmal klarstellen, dass der digitale Bruch durch die Gesellschaft nicht entlang einer Altersgrenze zu erkennen ist. Beispielsweise habe ich neulich meinen Sohn aufgeklärt, was ein #Hashtag ist. :-)

Web 2.0 ist nicht Geschichte, sondern der Anfang.

Und es wird geprägt, von den Menschen, die es nutzen. Wir müssen aber die Vorteile und Scheu hiergegen abbauen. Als es die ersten Autos gaben, hatten die Menschen auch hiervor Angst. Heute sehe ich aber kaum mehr Pferdefuhrwerke auf den Straßen. Als der erste Mann in die Lüfte ging, wollte ihm kaum einer folgen. Heute freuen wir uns, wenn wir mit hunderten anderen Passagieren in einem A380 fliegen können. Veränderung, Neues, Ungewohntes ist per se nichts Schlimmes. Was sich daraus entwickeln kann, liegt aber an uns allen!

Zusammen können wir sicherlich mehr erreichen, als gegeneinander. Lasst uns in einen ehrlichen und vorurteilsfreien Dialog treten. Lasst uns die verschiedenen Thematiken und Probleme offen diskutieren. Ich habe das Gefühl, dies könnte ein sehr interessanter Austausch werden.

Und wie es zu Zeiten Bill Clintons in den 90er Jahren noch hieß: It’s the economy, stupid! So muss es heute wohl heißen: It’s the internet, stupid!

(Eintrag fürs Logbuch: Es ist nun 0:15 – musste mir diesen Text einfach einmal von der Seele schreiben. Eure Silver Surferin Dagmar Wöhrl:-) )

PDF Download, Statement, 31. Januar 2012

Ägyptens Revolution ist alles andere als vollendet

geschrieben am 25. Januar 2012

Am heutigen 25. Januar jährt sich der Beginn der Revolution in Ägypten. Mit dem Sturz des Diktators Mubarak und der Transformation des Landes ist der Anfang gemacht. Im bevölkerungsreichsten und politisch traditionell wichtigsten Land Arabiens haben die Menschen gezeigt, dass sie für ihre Rechte aufstehen. Nach dem Ende überkommender Regime werden nun gewählte Islamisten in Ägypten und Tunesien maßgeblich an neuen Verfassungen mitschreiben; sie werden eine neue Außenpolitik formulieren.

„Die Revolution hat in den verkrusteten arabischen Gesellschaften viel in Bewegung gesetzt. Doch das ist erst der Anfang, und es wird Rückschläge geben“, so die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl. „Es ist die Heldengeschichte der Jugend, die ihre Angst und Apathie abschüttelte und für ihre Freiheit kämpfte. Sie kann jederzeit die Stimme der Entrüstung wieder erheben. Genau wie es vor einem Jahr geschah und die Stimmen Einzelner zu einem unüberhörbaren Chor des ägyptischen Volkes wurde“, so Wöhrl. [...]

Twitter- meine digitale Brücke zu den Menschen. Interview mit der Bayerischen Staatszeitung

geschrieben am 2. Dezember 2011

Wie wichtig sind, Ihrer Meinung nach, heutezutage Onlineaktivitäten für einen Politiker?

Essentiell wichtig, wenn man als Politiker nicht nur einen Teil der Bevölkerung ansprechen möchte. Immer mehr Menschen holen sich all ihre Informationen aus dem Internet, kommunizieren hier mit ihren Freunden oder beruflich weltweit oder verbringen ihre Freizeit mit den unterschiedlichsten Online-Aktivitäten. Da kann die Politik nicht in ihrem Berliner Elfenbeinturm sitzen bleiben, sondern muss auch in diese Netzwelt eintauchen.

Sie twittern sehr aktiv, was erhoffen Sie sich davon?/ Hat sich Ihrer Erfahrung nach dadurch auch der Dialog mit dem Bürger verbessert?

Twitter hat meine politische Arbeit und mein Verständnis von der „Netzgemeinde“ komplett verändert. Hier kann ich ganz unkompliziert mit tollen Menschen kommunizieren: aus meinem Wahlkreis, aus Deutschland und der ganzen Welt. Vor einigen Monaten war ich in Ägypten und habe dort junge Blogger und Internetaktivisten getroffen, die sich stark in der Revolution engagiert hatten. Wir halten noch heute Kontakt und ich habe eine direkte, ungefilterte Informationsquelle von den aktuellen Ereignissen in Ägypten oder ganz speziell vom Tahrir Platz – das wäre früher undenkbar gewesen.

Weiter erfahre ich sehr viele Informationen und Nachrichten quasi in Echtzeit über Twitter. Der Wissensvorsprung kann bei meiner Arbeit oft sehr hilfreich sein. Aber vor allem bekomme ich über Twitter ein Gefühl für die aktuelle Stimmungslage, was die Menschen beschäftigt, auf was sie Antworten suchen. Twitter ist somit meine digitale Brücke zu den Bürgern- Es hat die Kommunikation revolutioniert, vereinfacht und abgekürzt. Heute mache ich viele Termine einfach selbst über Twitter aus, da muss man nicht mehr lange formale Briefe schreiben. Das spart für beide Seiten Zeit und schont auch noch die Umwelt.


Auf Facebook dagegen sind Sie nicht vertreten (zumindest nicht mit einer offiziellen Seite als Politikerin). Warum?

Ich überlege schon lange einen Facebook-Account anzulegen, aber ich finde man muss authentisch bleiben – Twitter und Facebook kann ich momentan zeitlich nicht zusammen in gleichen Maße bedienen und einfach meine Tweets bei Facebook zu posten – wie das einige Kollegen machen –das ist mir zu billig und ideenlos. Zudem funktionieren die beiden Medien auch unterschiedlich. Mein Credo ist da: Lieber eine Sache richtig machen, als viele halbherzig. Vielleicht finde ich noch einen Weg, Facebook in meine Arbeit zu integrieren. Aber ist „the next big thing“ nicht google+? Vielleicht komme ich dann doch noch um Facebook herum…   ;-)

Twitter- meine digitale Brücke zu den Menschen.
Interview mit der Bayerischen Staatszeitung
Dagmar G. Wöhrl @ Twitter

Launch des Web 2.0-Spiels „SuperActivist“ mit MdB Wöhrl

geschrieben am 12. August 2011

„SuperActivist“ ist ein unterhaltsames 2D-Game, das im Netzwerk Facebook mehr Aufmerksamkeit für entwicklungspolitische Themen schaffen möchte.

Dagmar G. Wöhrl, Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ), wirkt an einem neuen gesellschaftlichen Trend mit: Facebook, Twitter und Co. spielen bei der Verbreitung von Nachrichten eine immer größere Rolle.


Doch wie können junge Menschen im Web 2.0 für entwicklungspolitische Themen begeistert werden? Dieser Frage geht eine Talkrunde – u. a. mit MdB Wöhrl – der Aktion „Deine Stimme gegen Armut“ nach, die anlässlich der Präsentation des neuen Web 2.0-Spiels „SuperActivist“ in Berlin stattfindet. [...]

Afrika wird auch so eine schöne Zeit haben

geschrieben am 23. Juni 2010

2010.06.23-Woehrl-im-WM-FieberManche nennen es Immunreaktionen, andere Eskapiasmus. Der Fußball taugt da immer gut. Dass sich hier auch die zwischen Krise und Bedeutungslosigkeit taumelnde Politik gerne aufhält, ist kein Wunder. Es gibt aber auch dort Leute, die den Fußball mit ihren Aufgabengebieten verbinden können. Zum Beispiel die Nürnberger CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl. Sie ist Vorsitzende der Entwicklungsausschusses im Bundestag und hat daher immer wieder auch mit Afrika zu tun.

Hier ein Auszug aus einem Interview des Nürnberger Zeitung Weblogs mit Dagmar Wöhrl, in dem es aber nicht bloß um Afrika, sondern auch um Günter Netzer, Horst Köhler und Twitter geht.

Welche Chancen bringt die Fußball-WM für den Kontinent Afrika?
Diese Frage habe ich in der vergangenen Woche mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen diskutiert. Ich war selber überrascht: Sie knüpfen keine allzu großen Erwartungen für den afrikanischen Kontinent an die Fußballweltmeisterschaft. Die Menschen in den kleinen Dörfern irgendwo in Burundi oder im Niger werden wenig von der WM mitbekommen. Die Konflikte im Sudan, in Somalia und zwischen Äthiopien und Eritrea werden durch die Weltmeisterschaft nicht enden. Und doch: diese Weltmeisterschaft setzt den Fokus der weltweiten Öffentlichkeit auf einen vergessenen Kontinent. Zudem soll die Weltmeisterschaft Vorurteile abbauen, wie dies vor vier Jahren in Deutschland geglückt ist. Die Weltmeisterschaft wird jedoch kein Wundermittel sein; aber sie verbindet.

…und speziell für Südafrika?
Für Südafrika konkret bietet die Fußballweltmeisterschaft zahlreiche Chancen. Kurzfristig sind rund um die Weltmeisterschaft viele Arbeitsplätze entstanden: durch den Bau von Stadien, Unterkünften und Infrastruktur, genauso wie in den Branchen Tourismus, Gastgewerbe, Sicherheit, Unterhaltung und Werbung.
Als friedliches, gastfreundliches und politisch wie wirtschaftlich stabiles Land kann Südafrika Investoren und Touristen anziehen. Das Land erzeugt rund ein Viertel der gesamten wirtschaftlichen Leistung Afrikas. Südafrika ist aus deutscher Sicht der wichtigste Wirtschaftspartner in Afrika. 600 deutsche Unternehmen sind in dort aktiv, mit insgesamt 90.000 Arbeitsplätzen.

Lesen Sie das komplette Interview hier.

Dagmar Wöhrl entdeckt das Twittern, aber: Liebe zur Zeitung bleibt ungebrochen

geschrieben am 23. Juni 2009

Sie twittert zwar und lädt eigene Videos bei YouTube hoch, im NZ-Gespräch zu ihrem Medienverhalten gesteht die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl dennoch: «Ich bin noch altmodisch.« Texte lasse sie sich immer noch ausdrucken. «Damit ich an den Rand Korrekturen machen kann.«

Als Staatssektretärin im Wirtschaftsministerium ist Wöhrl auch für den Bereich Kultur und Kreativwirtschaft zuständig, in den auch neue Medien oder Computerspiele fallen. Welche Geräte besitzen Sie persönlich?
Ich habe schon seit Jahren ein Communicator-Handy, mein Brikett. Das ist  inzwischen schon das dritte Folgemodell, damit gehe ich auch ins Internet und schreibe  SMS. Dann habe ich noch, wegen der besonderen Sicherheitsstufe, ein zweites Handy für die E-Mails vom Ministerium. Dazu habe ich noch ein Vaio-Laptop, das ich vor allem auf Reisen benutze, um mich im Internet über aktuelle Themen zu informieren.

Mit welchem Betriebssystem arbeiten Sie?
Bisher ist das alles Windows. Wir haben das aber erst vor wenigen Tagen wieder debattiert, denn wir haben im Ministerium und in meinem Bundestagsbüro zwei verschiedene Systeme – aus Sicherheitsgründen. Die sind nicht miteinander kompatibel, so dass wir immense Schwierigkeiten haben, etwa die Kalender abzugleichen oder eine To-do-Liste zu erstellen.

Sie twittern auch seit ein paar Monaten. Wie sind Sie dazu gekommen?
Da hat mich eine Mitarbeiterin drauf gebracht. Ich habe mir das dann erklären lassen und gemerkt: Das ist eigentlich eine schöne Sache. Man kann die Leute teilhaben lassen, an dem, was man gerade tut und ihnen zeigen, wer ist der Mensch Dagmar Wöhrl überhaupt. Man sollte das aber nicht benutzen, um auf den Gegner einzuhauen, und sich auch nicht von Internetnutzern unter Druck setzen lassen.

Von der Bundespräsidentenwahl haben Sie ebenfalls getwittert. Das hat anderen Abgeordneten ziemlichen Ärger eingebracht, weil sie vorzeitig das Ergebnis via Twitter bekanntgegeben haben. Hätten Sie es auch getwittert, wenn Sie es gewusst hätten?
Ich habe es früher gewusst als alle anderen. Ich stand direkt neben der Kanzlerin, als sie plötzlich das Handy aufmachte, erleichtert aufseufzte und mir das Stimmenergebnis für Horst Köhler zeigte. Ich habe schon einen Tweet aufgesetzt, dann aber nicht abgeschickt. Mir war aber sofort klar, dass das andere twittern werden. Wenn man das kann, macht man das. Da habe ich kein Problem damit. Künftig wird es eben nicht mehr so sein, dass ARD und ZDF Nachrichten immer als erste verkünden.

Sind Sie außer bei Twitter noch anderweitig im Internet aktiv?
Wir haben eine eigene Homepage. Außerdem machen wir Videos für YouTube, wo ich Statements zu aktuellen Themen abgebe. Dann gibt es auch noch Abgeordnetenwatch. Da wurde ich mal kritisiert, dass ich nie meine Anfragen beantworte, dabei wusste ich gar nicht, dass es das gibt. Inzwischen bemühe ich mich, da auch relativ schnell zu reagieren. Das sind allerdings keine einfachen Fragen, das kostet ziemlich viel Zeit. Deswegen muss man dann auch sagen: Zu Facebook gehe ich jetzt nicht auch noch.

Radio, Fernsehen, Bücher und Zeitungen gibt es ja auch noch….
Ich sehe eher wenig fern. Aber Zeitungen lese ich viel. Mir ist es lieber, ich habe beim Lesen etwas in der Hand. Da bin ich noch altmodisch. Außerdem muss ich gestehen: Ich hasse es, wenn ich vor Leuten eine Rede halte und schaue dabei nur noch auf Laptopdeckel. Gerade bei jungen Abgeordneten passiert einem das zunehmend. Da bleibt doch die Kommunikation mit dem Menschen auf der Strecke.

Ist das vielleicht auch eine Folge des Obama-Wahlkampfes?
Wir haben uns natürlich bei uns im Haus damit auseinandergesetzt, was Obama da im Internet gemacht hat. Die CSU-Landesgruppe hat auch Spezialisten engagiert, die uns beigebracht haben, wie man die verschiedenen Internetplattformen nutzt. Das Wichtige bei alledem ist aber, den Kontakt zu den Bürgern zu halten. Das mache ich schon seit 14 Jahren mit meinen Bürgersprechstunden. Jetzt versuche ich eben, das zusätzlich auch über das Internet zu machen. Das öffnet mir Türen zu Menschen, die sonst vielleicht politikverdrossen wären.

Interview: Peter Viebig/Petra Nossek-Bock
Artikel aus Lokales Nürnberger Zeitung 23.6.2009 NÜRNBERGER ZEITUNG

Ab sofort wird gezwitschert

geschrieben am 3. April 2009

Twitter ist klasse. In Zukunft werde ich kräftig zwitschern. Würde mich sehr freuen, wenn Sie mit dabei sind und mich “adden”. Hier geht´s zu meinem Twitter-Profil.

2009.03.02_Dagmar_Wöhrl_Twittert  Twitter Logo

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