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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Besuch bei der Messe „Schule-Eine Welt“: Wöhrl leitet Workshop für Schülerinnen und Schüler zum Thema Entwicklungshilfe

geschrieben am 27. Juli 2010

Die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl war heute Vormittag zu Besuch auf der Messe „Schule-Eine Welt“ in Augsburg, die vom Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. gemeinsam mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit veranstaltet wurde.

Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung leitete einen Workshop mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Bayern. Ziel dabei war es, die Jugendlichen für das Thema Entwicklungshilfe zu sensibilisieren und die Möglichkeiten zu erläutern, die kommunales Engagement in diesem Bereich bietet:

Kommunales Engagement ist einer der Schlüssel für erfolgreiche Entwicklungspolitik. Wir müssen die Akzeptanz der Entwicklungszusammenarbeit in der Bevölkerung stärken, Interesse an globalen Zusammenhängen wecken und schon unseren Kindern erklären, dass die Probleme mangelnder Entwicklung nicht weit entfernt von uns sind und bleiben. Gerade junge Menschen können als Botschafter für entwicklungspolitische Themen und als Akteure der Entwicklungszusammenarbeit agieren. Im Rahmen der kommunalen Facharbeit finden Projekte für Umwelt und Klimaschutz, Stadt-/Raumplanung und Sozialplanung statt. So können Städte und Kommunen mit dem Transfer von Fachwissen zentral zur Entwicklungszusammenarbeit beitragen.

Wöhrl lobt dabei die Vorreiterrolle Nürnbergs: „Es freut mich, dass die Stadt Nürnberg Partnerschaften mit zahlreichen Städten in Entwicklungsländern, wie in Nicaragua oder der Ukraine unterhält. Städtepartnerschaften machen aufmerksam auf die Probleme der jeweils anderen Bevölkerung und schaffen so Solidarität.

Pressemitteilung, 27.07.2010

Gründerkampagne für Deutschland

geschrieben am 26. Mai 2010

Im Koalitionsvertrag hatten Union und FDP eine Gründerkampagne vereinbart, die vor kurzem mit Leben gefüllt wurde: Die Bundesregierung hat die Initiative „Gründerland Deutschland“ auf den Weg gebracht. Für mich liegt hier ein ganz wichtiges Projekt der Legislaturperiode. Denn Unternehmensgründungen schaffen Arbeitsplätze, bringen den Wettbewerb in Schwung und fördern neue Ideen zu Tage. Gründer sind die schöpferische Kraft in unserem Land. Das Problem ist nur: Das Gründungsgeschehen in Deutschland kommt einfach nicht richtig in Schwung.

Laut aktuellen Zahlen gab es im letzten Jahr in Deutschland rund 410.000 Gründungen  (bei gleichzeitig 397.000 Marktaustritten). Das ist zwar ein wenig mehr als im Vorjahr, aber im langfristigen Trend dennoch unbefriedigend. Zum Vergleich: 2003 konnten wir noch 508.600 Gründungen in Deutschland verzeichnen. Auch der internationale Vergleich ermuntert nicht. Mit einer Gründerquote von 3,8% liegen wir im Wettbewerb mit den hochentwickelten Volkswirtschaften der Welt auf den hinteren Plätzen. Was läuft hier falsch?

Deutschland hat eine hervorragende staatliche Gründerförderung. Unsere Förderprogramme – Finanzierung, Beratung, Information – gehören weltweit zu den Besten. Zudem wären die meisten Deutschen beruflich gerne selbstständig. Das zeigen Umfragen. Also haben wir eigentlich beste Voraussetzungen für eine dynamische Gründerkultur. Dennoch errichten nur wenige Menschen ein Unternehmen. Viele Menschen hält die Angst vor dem Scheitern davon ab. In dieses Bild passt auch, dass nur wenige Deutsche von sich behaupten, über das Wissen und Können für eine Unternehmensgründung zu verfügen.

Ich bin überzeugt: Das lässt sich ändern! Wir müssen bei den jungen Menschen ansetzen. Die gründungsbezogene Schulausbildung bildet die Achillesferse der Gründungskultur in Deutschland. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ist über die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland während ihrer Schulzeit überhaupt nicht mit dem Thema Selbständigkeit in Berührung gekommen.

Daher versuchte ich zum Beispiel auch in den Koalitionsverhandlungen dieses Thema immer wieder voranzutreiben. So schlug ich vor, die Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“ zu stärken. Hier arbeiten unter der Federführung des BMWi überregionale Projekte zusammen, welche gründungsbezogene Ausbildungsprogramme an Schulen veranstalten. Ich bin froh, dass mit der Gründerkampagne der Bundesregierung dieses Initiative jetzt ausgebaut werden soll. Das ist der richtige Weg. Unternehmensgründung und Unternehmensführung müssen im schulischen Alltag ihren Platz haben. Dabei lautet das langfristige Ziel: Das Fach Wirtschaft muss bundesweit in den Lehrplänen der Schulen fest verankert werden.

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