Quelle: Bedauerlich und traurig!
Die Nachricht vom endgültigen Aus für die Quelle hat uns diese Woche alle hart getroffen: Dass sich trotz intensiver Verhandlungen kein Investor für das Traditionsunternehmen gefunden hat, ist für die Beschäftigten und ihre Familien sowie für unsere ganze Region ein herber Schlag.
Bei Gesprächen mit dem Quelle-Vorstand in meinem Ministerium und mit den Mitarbeitern vor Ort war ich von dem kämpferischen Engagement aller überwältigt. Die Beschäftigten haben sich in den zurückliegenden Monaten mit ganzer Kraft für ihr Unternehmen eingesetzt und auf vieles verzichtet, damit es weitergeht. Umso mehr bedauere ich, dass dieser Einsatz nicht durch ein erfolgreiches Ergebnis belohnt wurde.
Politisch wurde alles Menschenmögliche getan, um Quelle und den Beschäftigten Perspektiven zu eröffnen und die Verhandlungen zu unterstützen. Auch der Massekredit von 50 Mio. €, der auf Initiative meines Ministeriums Anfang Juli zur Fortführung des Factoring gewährt wurde, konnte letztendlich nicht helfen. Ohne diesen Kredit allerdings hätte Quelle von vornherein keine Chance auf Fortführung des Geschäfts und die Suche nach einem neuen Investor gehabt.
Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten und alles in unserer Macht stehende tun, um den Arbeitnehmern zu helfen, für die diese Insolvenz die bittersten Konsequenzen hat. Es ist vorbildlich, dass die Bundesagentur für Arbeit schnell und unbürokratisch vor Ort alle zur Verfügung stehenden Mittel prüft. Entscheidend ist, dass in dieser Phase alle Beteiligten an einem Strang ziehen.
BILD-Interview mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Staatssekretärin Dagmar Wöhrl
Wir müssen die Zockerei der Manager stoppen.
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Nürnberg – In der Wählergunst steht er ganz oben, seine Auftritte in stets voll besetzten Bierzelten sind schon Kult: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (37, CSU). Der gebürtige Oberfranke legte eine Blitzkarriere hin. Mitten in der größten Krise übernahm er im Februar das Wirtschaftsministerium, versucht seitdem zusammen mit Staatssekretärin Dagmar Wöhrl (55, CSU), Deutschlands krisensgebeutelte Industrie wieder auf Vordermann zu bringen. In BILD sprechen beide Klartext über Quelle, die Zockerei der Manager und den Weg aus der Krise.
BILD: Zwei Franken arbeiten in Berlin zusammen im Wirtschaftsministerium. Wie funktioniert das denn genau?
Guttenberg: „Wir pflegen eine wundervolle Zusammenarbeit. Das soll keine Worthülse sein. Es ist ein hohes Maß an Vertrauen, das unsere tägliche Arbeit prägt.“
Wöhrl: „Wir harmonieren, denke ich, sehr gut. Wir tauschen uns häufig aus, sind auf einer Linie und sehr geradlinig – ganz fränkisch.“
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