Gewalttaten ahnden und trotzdem nicht den Mut verlieren
Dagmar G. Wöhrl, MdB, zu der Entführung eines deutschen Entwicklungshelfers in Pakistan.
In der pakistanischen Provinz Penjab sind zwei Entwicklungshelfer verschleppt worden. Einer der beiden ist deutscher Staatsbürger, der für eine deutsche Nichtregierungsorganisation (NGO) in Pakistan gegen Hunger und die Folgen der verheerenden Flutkatastrophe aus dem Jahr 2010 kämpft.
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl MdB, hat das Land und die Region selbst besucht, um sich von den gravierenden Folgen der Flutkatastrophe ein Bild zu machen: „Die Menschen haben mit extrem schwierigen Lebensbedingungen zu kämpfen. Die Flutkatastrophe und ihre Folgen hat gerade die Armen in Pakistan am schwersten getroffen. Rund 20 Millionen Menschen waren von den Überschwemmungen im Sommer 2010 betroffen. Die rudimentäre Infrastruktur ist in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen.“ [...]
Berlin oder Nepal: Zwei Koffer genügen! Dagmar Wöhrl beherrscht die Kunst der Reduktion auf das Wesentliche.

„Reisebegleiter“ heißt die aktuelle Schau des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (noch bis 1. Mai 2011) mit verblüffenden Koffer-Geschichten von 1750 bis heute. Ein Anlass für die Nürnberger Zeitung, Weltenbummlern von heute in den Koffer zu gucken.
Höflich warten heißt es bei Delegationsreisen. Dann steht Dagmar Wöhrl im Flughafen am Band, das die Koffer der Kollegen ausspucken soll – und blickt innerlich auf die Uhr. „Diese Warterei muss eigentlich nicht sein, denn ich gebe, wenn irgend möglich, nichts mehr auf.“
Zu häufig kam ein Koffer um Tage verspätet an – zudem ist die Vorsitzende des CSU-Fachausschusses Entwicklungspolitik ständig unterwegs und beherrscht die Kunst der Reduktion aufs Wesentliche. [...]
Dagmar Wöhrl MdB bestürzt über Ermordung des pakistanischen Ministers für Minderheiten, Shahbaz Bhatti
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag, Dagmar Wöhrl, MdB, zeigt sich bestürzt über die Nachricht vom tödlichen Anschlag auf den pakistanischen Minister für Minderheiten, Shahbaz Bhatti.
Der einzige Christ im pakistanischen Kabinett hatte sich für eine Änderung bzw. Abschwächung des Blasphemie-Gesetzes ausgesprochen, das Gotteslästerungen verbietet und zum Teil unter schwere Strafe – bis hin zur Todesstrafe – stellt. [...]
Pakistan – erneuter Rückschlag nach schwerem Erdbeben
„Ende Juli 2010 begannen in Pakistan schwere Regenfälle, das Ausmaß der dann folgenden Naturkatastrophe war nicht abzusehen. Zirka 17 Millionen Menschen sind nach Angaben der pakistanisch- staatlichen Katastrophenschutzagentur (NDMA) betroffen.
Über eine Million Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Unsere Hilfe ist nachwievor notwendig, um Menschenleben zu retten und um die Lage in Pakistan zu stabilisieren. Wir werden unsere Bemühungen fortgesetzten, besonders stark betroffene Regionen zu stabilisieren, zu entwickeln und die sozio-ökonomischen Verhältnisse zu verbessern. Das gestrige Erdbeben hat die Region abermals schwer getroffen.“ [...]
Vor Ort im Krisengebiet – Dagmar Wöhrl unterwegs in Pakistan und Afghanistan

Ende Oktober 2010 reiste die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl in ihrer Funktion als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) des Deutschen Bundestages in den Mittleren Osten, um sich ein eigenes Bild vom Fortschritt der Entwicklungsprojekte vor Ort zu machen.
Begleitet wurde die AWZ-Vorsitzende von den Mitgliedern ihres Ausschusses Prof. Dr. Egon Jüttner (CDU/CSU), Ute Koczy (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Dr. Bärbel Kofler, Burkhard Lischka (beide SPD), Helga Daub (FDP) sowie Heike Hänsel (DIE LINKE).
Pakistan und Afghanistan – Ausschussvorsitzende für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung reist in Krisengebiete
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ), Dagmar Wöhrl MdB, erklärt in diesem Zusammenhang:
„Wir – eine kleine Delegation von Ausschussmitgliedern – werden vom 13. bis 22. Oktober 2010 nach Pakistan und Afghanistan reisen. Pakistan steht vor enormen Herausforderungen: Eine sehr defizitäre soziale Situation, drohender Staatsbankrott (Steuerquote um 10% des BIP), die massive Energiekrise, enormer Bevölkerungs- und Ressourcendruck, die Spannungen mit Indien und der Konflikt in Afghanistan, auf den Pakistan Einfluss zu nehmen versucht sowie das seit 2008 zu beobachtende Übergreifen des Konflikts auf das eigene Staatsgebiet (Swat, Malakand, Waziristan), hemmen die Entwicklung des Landes. [...]
Dagmar Wöhrl trifft afghanischen Staatspräsidenten Karsai
Heute traf Dagmar Wöhrl, MdB den afghanischen Staatspräsidenten Hamid Karsai bei einer Diskussion im Ausschuss. Gesprächsthemen waren die aktuelle Lage des Landes, die anstehende Afghanistan-Konferenz in London und die Pläne der Regierung Karsai für die kommenden Jahre.
Hierzu Dagmar Wöhrl: „Es wird um fünf Hauptpunkte in Afghanistan gehen: Die Sicherheit und Ausbildung afghanischer Streitkräfte, gute Regierungsführung, Wiederaufbau, regionale Zusammenarbeit vor allem mit Pakistan und die Reintegration von Gegnern der afghanischen Regierung.“
Von besonderem Interesse beim Gespräch mit Präsident Karsai war die Frage, ob es möglich ist, moderate Taliban in die afghanische Zivilbevölkerung einzubinden. Die neue Strategie der Bundesregierung für Afghanistan sieht die Schaffung eines Fonds vor, der ehemalige Taliban finanziell unterstützen und ihnen so eine neue Perspektive eröffnen soll.
Wöhrl erklärt weiter: „Die Bundesregierung will mit einem veränderten Konzept zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte in die Londoner Afghanistan-Konferenz gehen. Zudem wird an die Option gedacht, das deutsche Kontingent zu verstärken. Es ist wichtig, dass wir die afghanischen Streitkräfte in der Fläche ausbilden und zugleich mehr Präsenz bei der Bevölkerung zeigen. Das Band des Vertrauens zwischen der Bevölkerung und unseren Soldaten muss weitergeflochten werden.“
Für Dagmar Wöhrl war insbesondere auch eine Einschätzung Karsais über die Lage der Frauen in Afghanistan von Bedeutung. Dagmar Wöhrl: „Ich teile die Ansicht von Präsident Karsai, dass sich die Situation der Frauen in Afghanistan seit Sturz des Taliban-Regimes verbessert hat. Ich würde mir aber noch ein deutlich größeres und offeneres Engagement der afghanischen Regierung wünschen.“
Mit Ausblick auf die Afghanistan-Konferenz ergänzt Wöhrl: „Ich teile die Befürchtungen der FDP nicht, London drohe eine reine Truppenstellerkonferenz zu werden. Vielmehr gilt es, eine schonungslose Analyse des bisherigen Engagements vorzunehmen, Fehler zu korrigieren und neue Ziele und deren Umsetzung gemeinsam mit unseren Partnern zu entwickeln.“


