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Dagmar Wöhrl fordert Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern

geschrieben am 20. März 2009

Zum heutigen „Tag der Lohngerechtigkeit” fordert die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsminister, Dagmar Wöhrl, von den Arbeitgebern endlich gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit.

Dagmar Wöhrl: „Statistisch gesehen haben alle Frauen in diesem Jahr bis zum heutigen Tag unbezahlt gearbeitet. Denn in Deutschland klafft zwischen Männern und Frauen eine Lohnlücke von sage und schreibe 23 Prozent! Damit liegen wir in Europa auf einem traurigen siebtletzten Platz. Das widerspricht nicht nur dem Grundrecht auf Gleichbehandlung. Es ist schlicht empörend!

Grund genug also, um – nicht nur – heute auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam zu machen.
Dagmar Wöhrl: „Gleichstellungspläne des Gesetzgebers reichen bei weitem nicht aus. Handeln müssen hier vor allem auch die Arbeitgeber. Unternehmen, die nicht auf familienbewusste Strukturen und Chancengleichheit setzen, werden im harten Wettbewerb um die Fachkräfte schlechte Karten haben. Ich appelliere deshalb an die Unternehmen, gerade jetzt in Krisenzeiten die anstehenden Umstrukturierungen dazu zu nutzen, um hier endlich die lange überfällige Gleichstellung herbeizuführen.” Fakt ist aber auch, dass Frauen sich nicht selten selbst in berufliche Sackgassen manövrieren. Trotz hervorragender Ausbildung wählen sie besonders gern typisch „weibliche“, schlechter bezahlte Jobs und meiden zukunftsträchtige technische Berufe mit guter Entlohnung.

Dagmar Wöhrl: „Ich appelliere deshalb auch an die Frauen: Traut euch mehr zu! Geht neue, ungewöhnliche Wege. Wählt Berufe, in denen traditionell die Männer zuhause sind und nutzt die hervorragenden Aufstiegschancen, die sich insbesondere auch in den MINT-Berufen bieten!
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In diesen Bereichen gibt es bereits jetzt einen gravierenden strukturellen Fachkräftemangel. Betroffen sind dabei vor allem die Branchen, die für die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands am wichtigsten sind: unternehmensnahe Dienstleistungen, Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sowie der Fahrzeugbau. Allein im Jahr 2008 hat der Fachkräftemangel in diesen Branchen zu einem Wertschöpfungsverlust von 28,5 Milliarden Euro geführt.

Pressemitteilung, Berlin 20.03.2009

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

geschrieben am 20. März 2009

Heute ist „Tag der Lohngerechtigkeit”. Statistisch gesehen haben alle Frauen in diesem Jahr bis zum heutigen Tag unbezahlt gearbeitet. Denn in Deutschland klafft zwischen Männern und Frauen eine Lohnlücke von sage und schreibe 23 Prozent! Damit liegen wir in Europa auf einem traurigen siebtletzten Platz. Das widerspricht nicht nur dem Grundrecht auf Gleichbehandlung. Es ist schlicht empörend!

Grund genug also, um – nicht nur – heute auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam zu machen. Gleichstellungspläne des Gesetzgebers reichen bei weitem nicht aus. Handeln müssen hier vor allem auch die Arbeitgeber. Unternehmen, die nicht auf familienbewusste Strukturen und Chancengleichheit setzen, werden im harten Wettbewerb um die Fachkräfte schlechte Karten haben. Ich appelliere deshalb an die Unternehmen, gerade jetzt in Krisenzeiten die anstehenden Umstrukturierungen dazu zu nutzen, um hier endlich die lange überfällige Gleichstellung herbeizuführen.

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Fachkräftemangel: Wer ernten will, muss säen

geschrieben am 12. Juli 2008

Die Wirtschaft brummt nicht mehr ganz so laut, die Arbeitslosigkeit nimmt dennoch immer weiter ab. Ein Arbeitsmarktwunder? Nein, kein Wunder, sondern das Ergebnis ehrgeiziger Reformen. Wir haben in den letzten Jahren viel getan, um Voraussetzungen für unsere Wirtschaft zu schaffen, mit denen auch bei schwierigen Bedingungen der Wachstumskurs gehalten werden kann. Das war nicht leicht. Auch ich musste mit meinem Eifer viele Hindernisse bewältigen: „Das haben wir immer schon so gemacht, das machen wir auch weiter so“. Diesen Satz höre ich leider immer noch oft, wenn ich Menschen ermuntere, neue, bessere Wege zu gehen. Diesen Satz können wir uns aber immer weniger leisten. Wir dürfen mit unserem Elan nicht nachlassen. Nicht jetzt. Denn gerade auf dem Arbeitsmarkt ist noch viel zu tun. Vor allem brauchen wir jetzt eine Reform in den Köpfen, um eines der drängendsten Probleme für unser Land zu lösen – den Fachkräftemangel.

Wer ernten will, muss säen. Eine alte, unumstößliche Bauernregel, die auch auf dem Arbeitsmarkt Gültigkeit hat. Viele Personalchefs aber auch Bildungspolitiker haben sie leider nicht immer verfolgt. Ergebnis: Im Jahr 2006 konnten 230.000 offene Fachkräftepositionen nicht besetzt werden – vor allem in den sog. MINT-Berufen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Gegenwärtig fehlen in Deutschland zum Beispiel 95.000 Ingenieure. Allein daraus resultiert ein Wertschöpfungsverlust von 7,2 Milliarden Euro. Eine Studie im Auftrag meines Bundeswirtschaftsministeriums bezifferte den Wertschöpfungsverlust aufgrund des gesamten Fachkräftemangels im Jahr 2006 auf 18,5 Milliarden. Euro. Der DIHK spricht für 2007 sogar von 23 Milliarden Euro.

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