Unser buntes Schland
Die Fußballweltmeisterschaft hat in den vergangen Wochen für reichlich Abwechslung und Unterhaltung quer durch die ganze Welt gesorgt. Wir Deutschen haben unsere gut verstauten Deutschland-Fähnchen und Wimpel wieder aus dem Keller geholt und voller Freude mit unserer jungen Mannschaft gefeiert und gelitten.
In Südafrika ist für Deutschland eine Vielvölkerfamilie angetreten. Es sind die Söhne türkischer und tunesischer Einwanderer wie Mesut Özil und Sami Khedira, die Söhne polnischer Aussiedler wie Lukas Podolski und Miroslav Klose. Es sind Spieler mit afrikanischen Vätern wie Jerome Boateng oder Dennis Aogo und mit Marko Marin ist sogar der Sohn von bosnischen Kriegsflüchtlingen dabei.
Keine andere Nation bei der WM hat so viele Spieler entsandt, die auch für ein anderes Land hätten auflaufen könnten – 11 von 23 – aber sie und der Trainer haben sich für Deutschland entschieden. Wenn man in den letzten Wochen die internationale und auch die nationale Presse verfolgt hat, so war Allerortens von einem freundlichen, frischen und freudigen jungen Team die Rede. Diese Mannschaft überraschte die Welt und uns selbst, denn Deutschland hat sich in Südafrika als ein Land der Integration gezeigt.
Die Leichtigkeit der deutschen Tugenden
Sehr deutlich hat sich dieses neue Wir-Gefühl in der Spielweise der deutschen Mannschaft gezeigt. Es gibt immer noch die urdeutschen Tugenden, diesen Kampfgeist, die Ordnung und die Disziplin. Gleichzeitig sind aber neue Impulse hinzugekommen– Leichtigkeit, Unbekümmertheit und Spielfreude. [...]