Investitionen in Entwicklungsländern als Chance für mittelfränkische Unternehmen – MdB Wöhrl und IHK Nürnberg informierten über Möglichkeiten der Finanzierung von Auslandsprojekten
Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken richtete Dagmar G. Wöhrl, Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eine Informationsveranstaltung für Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg aus.
Ziel war es zu zeigen, wie Mittelständler beim Eintritt in die Märkte von Schwellen- und Entwicklungsländern unterstützt werden können. Über 40 Unternehmen aus der Region nutzten das Angebot, sich bei Bruno Wenn, Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), aus erster Hand über Möglichkeiten der Finanzierung von Auslandsprojekten aufklären zu lassen. Auch der neue Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Michael Fraas, war unter den Gästen. [...]
Rede anlässlich der gemeinsamen Schienengüterkonferenz der IHKs der Metropolregion Nürnberg, am 15. Januar 2009 in Nürnberg
Ich freue mich ganz besonders, heute in meiner Heimatstadt Nürnberg auch in meiner Funktion als Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft hier zu sein. Und ich möchte hier deutlich unterstreichen, dass die maritime Wirtschaft eine nationale Angelegenheit ist. Zulieferungen für die deutschen Häfen und Seeschiffswerften erfolgen aus ganz Deutschland. Der Warentransport von und zu den Seehäfen ins sog. „Hinterland“ erfolgt über Strassen, Binnenwasserwege und Schienen. Die Maritime Wirtschaft ist eng verflochten mit einer Vielzahl von volkswirtschaftlichen Bereichen. Der Verkehrsträger Schiene ist ein entscheidendes Bindeglied auch zur maritimen Wirtschaft – und trägt als ein entscheidender Faktor für die Entwicklung dieser Branche bei.
Die Abschwächung der Weltkonjunktur und die Finanzmarktkrise belasten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Dies trifft auch den Im- und Export sowie den Transport von Gütern über Strassen, Schienen und Binnenwasserwege. Auch die zuletzt boomende deutsche Schiffbauindustrie mit ihren zahlreichen innovativen Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist erheblich von der Finanzmarktkrise betroffen. So manchen gesunden und international gut aufgestellten Betrieben drohen aufgrund der Konjunkturlage und/oder fehlender Finanzierungen derzeit Rentabilitäts- und Liquiditätsengpässe.
Die deutschen Seehäfen sind bedeutende Schnittstellen des internationalen Güterverkehrs. Sie sind auch in Zeiten der Konjunkturkrise – angesichts wachsender internationaler Arbeitsteilung – wichtige Schnittstellen der globalisierten Wirtschaft. Ohne die leistungsstarken Seehäfen wäre Deutschland nicht Exportweltmeister. Die Zahlen beweisen es: Der Seegüterumschlag in den deutschen Seehäfen verzeichnete im Jahre 2007 ein Rekordumschlagsergebnis von etwa 315 Millionen Tonnen und ist damit um weitere 3,9% im Vergleich zum Vorjahr angewachsen. Im Jahr 2008 dürfte der Güterumschlag in den großen Seehäfen insgesamt noch einmal um 3% gestiegen sein. Die Umschlagsmenge hat sich seit Ausweisung gesamtdeutscher Daten im Jahr 1992 um über 70 % erhöht.
Nürnberger Dialog zur Berufsbildung der IHK
Den Dialog zur Berufsbildung der Nürnberger IHK verlasse ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zwar ist die Ausbildungslage gut, aber was nützt das, wenn jeder fünfte Schulabgänger nicht reif für eine Ausbildung ist? Wenn wir in Zukunft nicht ohne qualifizierte Fachkräfte dastehen wollen, muss sich in Sachen Schulbildung einiges tun und zwar besser heute als morgen. Denn hier wie überall gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!



