Rede „Vision Familienbewusste Arbeitswelt” am 7. Juli 2009 in Nürnberg
„Vision familienbewusste Arbeitswelt“ – das ist wirklich ein Zukunftsthema. Und in der Tat kein „Schönwetterthema“. Gerade jetzt, in diesen turbulenten Zeiten dürfen wir kein kurzatmiges Krisenmanagement betreiben. Wir brauchen den Blick nach vorn, wir müssen langfristig planen, wir müssen nachhaltig handeln. Mit einem Wort: Wir brauchen Visionen. Ich sage es ganz selbstkritisch: Der politische Alltag ist manchmal zu kurzsichtig, Gedanken und Ideen haben oft ein kurzes Verfallsdatum. Nicht umsonst heißt es: “Wer an die nächst Wahl denkt, ist ein Politiker, wer an die nächste Generation denkt, ist ein Staatsmann.“
Gerade jetzt bei allen notwendigen, aber auch „teuren“ Rettungsaktionen, müssen wir mit noch mehr Nachdruck an die nächste Generation denken, eben „staatsmännisch“! Was für Fortschritte aber auch Hypotheken hinterlassen wir? Was soll das sein für ein Land, für eine Arbeitswelt, wo unsere Enkelkinder leben werden? Das wir uns gerade hier, in meiner Heimatregion Nürnberg, solche Fragen
im Rahmen der heutigen Auftaktveranstaltung stellen, freut mich ganz besonders. Denn unsere Metropolregion hat schon immer verstanden, was gerade in der aktuellen Krise wieder beherzigt werden sollte: Dass es sich lohnt, langfristig zu denken und zu planen
Emanuel-Stiftung stattet Nürnberger Kindergärten mit Experimentierkästen aus.
Emanuel-Stiftung stattet Nürnberger Kindergärten mit Experimentierkästen aus.
www.emanuel-stiftung.info
Weitere Informationen und Link zur Pressemitteilung
Emanuel-Stiftung stattet Nürnberger Kindergärten mit Experimentierkästen aus.
Projekt will Kinder als „kleine Entdecker“ von Umwelt und Technik fördern.
Am 6. Juli 2009 startete die Emanuel-Stiftung ihr neues Projekt in Nürnberg: Die Kindergärten der Stadt erhalten ein Set von Experimentierkästen, Lernspielen und Büchern, mit denen die Kleinen selbstständig oder unter Anleitung der Erzieher unsere Umwelt und die Welt der Technik begreifen lernen können.
Stiftungsrätin Dagmar Wöhrl: „Mit dem Projekt wollen wir den natürlichen Forscherdrang der Kinder fördern und sie schon frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Fragen interessieren. Dabei agieren die Kinder als „kleine Entdecker“ und können mit allen Sinnen die jeweiligen Themen für sich erschließen.“
Nürnberg am Aktionsprogramm Kindertagespflege beteiligt
Bund fördert die Ausbildung von Tagesmüttern und -vätern
Dagmar Wöhrl MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: „Ich freue mich, dass die Stadt Nürnberg als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe am Aktionsprogramm Kindertagespflege teilnehmen und gefördert werden kann. Wenn der einzureichende Antrag als förderfähig eingestuft wird, beginnt die Förderung bereits am 1. September 2009.”
Das Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundes fördert bis zum Jahr 2012 an ausgewählten Modellstandorten den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung. Mit der Aufforderung zur Antragsstellung hat die Stadt Nürnberg nun die erste Bewerbungsphase gemeistert und gute Chancen, bei dem Aktionsprogramm berücksichtigt zu werden. Dabei soll, unter anderem, potenziellen Tagespflegepersonen ein Anreiz gegeben werden, sich für diesen Beruf zu entscheiden und zu qualifizieren. Klappt der Antrag, könnten schon ab September diesen Jahres zahlreiche neue Tagesmütter und -väter in Nürnberg ausgebildet werden. Das Aktionsprogramm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und wird vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Arbeitsagenturen umgesetzt.
„Das Aktionsprogramm Kindertagespflege werde ich zusammen mit den Trägern der Jugendhilfe in unserer Stadt auch weiterhin unterstützen, denn es trägt dazu bei, die so wichtige frühkindliche Förderung zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern“, so Wöhrl.
Ausführliche Informationen zum Aktionsprogramm Kindertagespflege unter www.vorteil-kinderbetreuung.de .
Rede anlässlich 11. Zertifikatsverleihung „audit berufundfamilie“ am 17.06.2009 in Berlin
Rede anlässlich 11. Zertifikatsverleihung „audit berufundfamilie“ am 17.06.2009 in Berlin
Rede anlässlich 11. Zertifikatsverleihung „audit berufundfamilie“ am 17.06.2009 in Berlin
Familienbewusste Unternehmenspolitik – ein Beitrag für mehr Produktivität und Wachstum. Auch wenn wir einen männlichen Minister haben, ist unser Haus für seine Familienfreundlichkeit bekannt. Deswegen werden Sie mir sicher glauben: Ich musste den Part des Ministers nicht übernehmen, um hier die weibliche Führungs-Präsenz zu verdeutlichen. Herr Bundesminister zu Guttenberg als Schirmherr des audits berufundfamilie hätte natürlich sehr gerne heute selbst vor Ihnen gestanden. Leider ist er terminlich verhindert, Sie wissen ja, was zurzeit das Krisenmanagement an Einsatz verlangt! So habe ich die Freude, hier zu sein und Ihnen allen zunächst seine herzlichen Grüße und Glückwünsche auszurichten.
In diesem Jahr verleiht die Hertie-Stiftung bereits zum 11. Mal die Zertifikate im Rahmen des audits berufundfamilie. Und die Zahl der zertifizierten Unternehmen, Hochschulen und Ministerien ist seit dem Beginn im Jahr 1999 stetig angestiegen [1999: 18, 2005: 116, 2006: 141, 2007: 191, 2008: 231]. In diesem Jahr verzeichnen wir 321 Zertifikatsempfänger, das sind etwa 40% mehr als im vergangenen Jahr. Endlich mal eine positive Botschaft in Zeiten der Wirtschaftskrise, wo wir sonst immer nur Rückgänge zu vermelden haben! Eine Botschaft, die wir Ihnen, liebe Zertifikatsempfänger, und Ihren Bemühungen um eine familienbewusste Unternehmenspolitik verdanken!
Sie haben bereits erkannt, was manche gerade angesichts der Krise noch lernen müssen: dass es sich lohnt, langfristig zu denken und zu planen. Ein kluger Topmanager (Hans Christoph von Rohr, Klöckner-Werke) hat einmal gesagt: „Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen.“ Zwar ist gerade jetzt in der Krise die Kapitalbeschaffung auch ein Problem, klar. Aber Sie werden mir zustimmen: Der Faktor Mensch – das ist langfristig die entscheidende Ressource! Die Ressource, mit der unsere hoch industrialisierte aber rohstoffarme Volkswirtschaft punkten kann. Und punkten muss!
11. Zertifikatsverleihung „audit berufundfamilie am 17.06.2009 in Berlin
11. Zertifikatsverleihung „audit berufundfamilie am 17.06.2009 in Berlin


