Mit ländlicher Entwicklung Lebenschancen vor Ort bieten
Am 10. 11.2010 stellt das Bundes- ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein neues sektorübergreifendes Konzept zur „Entwicklung ländlicher Räume und ihrem Beitrag zur Ernährungssicherung“ vor.
Dieses Konzept ist unter Einbeziehung von verschiedenen Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft erarbeitet worden.
„Das vorliegende Konzept widmet sich endlich dem über Jahrzehnte sträflich vernachlässigten Bereich der ländlichen Räume. Etwa 75 Prozent der ärmsten Menschen der Welt leben heute in ländlichen Gebieten. Dort liegen die Lebens- und Produktionsgrundlagen von Milliarden von Menschen. Diese Grundlagen müssen wir schützen, und wir müssen sie besser nutzbar machen, so dass die Menschen in diesen Regionen Entwicklungschancen vor Ort haben“, so die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl. Weiterlesen
Fachtagung „Afrika vor neuen Herausforderungen: Bevölkerungsentwicklung und Armutstrends“, 13. September 2010, in der LV Niedersachsen
Grußwort (zur Eröffnung) von Dagmar Wöhrl, MdB, Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
10.00 Uhr Grußwort Sibylle Pfeiffer, MdB,
Vorsitzende des Beirats für Weltbevölkerung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und Mitglied der Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung
10.10 Uhr Eröffnungsrede / Grußwort Dagmar Wöhrl, MdB,
Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
BEGRÜSSUNG
Sehr geehrte Damen und Herren, Exzellenzen, liebe Kolleginnen und Kollegen der Entwicklungspolitik, liebe Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, liebe Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, liebe Frau Pfeiffer,
ich freue mich sehr, Sie zu dieser wichtigen Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Ich bin froh, dass sich die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung mit den Herausforderungen von Bevölkerungswachstum und Armutstrends in Afrika beschäftigt. Bei den Veranstaltern Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (ggf. pers. ansprechen) möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich für Ihr Engagement und Ihren Weitblick bedanken. Weiterlesen
Geberkonferenz zu Haiti muss verbindliche Ergebnisse vorlegen
Anlässlich der heute in New York beginnenden Geberkonferenz der UNO zu Haiti erklärt die Ausschussvorsitzende für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl: “Ich begrüsse es sehr, dass heute 134 Nationen in New York zusammenkommen und gemeinsam über die Zukunft Haitis reden und weitere Maßnahmen beschließen wollen“, sagte Dagmar Wöhrl heute in Berlin. “Wichtig ist, dass fest vereinbart wird, wie es aktuell und langfristig in Haiti weitergeht. Eine Konferenz ohne Ergebnis sei unakzeptabel“, mahnte Wöhrl.
Großes Augenmerk lege Wöhrl auf das Auftreten von Helen Clark: „Hier kann Europa unter Beweis stellen, dass es einheitlich und mit einer Stimme spricht!“
Die Lage in Haiti ist nach wie vor sehr kritisch: Es leben 1, 3 millionen Menschen auf der Straße, jeder vierte ist nach UNO Angaben nicht mit dem nötigsten versorgt und die Infrastruktur ist immer noch zerstört. „Das Land benötigt die Hilfe der internationalen Gemeinschaft mehr als zuvor und deshalb muss nach der Nothilfe vor allem nachhaltig geholfen werden. Ich begrüße es sehr, dass die UNO plant, Haiti mit über 11 Milliarden US-Dollar in den nächsten 10 Jahren zu unterstützen“, so Wöhrl weiter.
In Deutschland haben sich die Bundesregierung als auch etliche durch Spenden finanzierte Organisationen für die Aufbauhilfe in Haiti eingesetzt. Insgesamt beläuft sich die finanzielle Hilfe auf 179 Millionen Euro von deutscher Regierungsseite.
Pressemitteilung, 31. März 2010
Eckpunkte zur Fusion staatlicher Entwicklungsorganisationen sind gute Arbeitsgrundlage
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, CSU, begrüßt die Eckpunkte zur Fusion staatlicher Entwicklungsorganisationen durch das zuständige Bundesministerium: „Ich bin dankbar, dass Bundesminister Niebel so schnell einen Vorschlag zur Fusion der Organisationen vorgelegt hat “, sagte Wöhrl heute in Berlin.
„Die Zusammenlegung der Organisationen ist dringend geboten, denn die Koalition hat eine Entwicklungspolitik aus einem Guß vereinbart. Das Papier bildet eine gute Arbeitsgrundlage zur schnellen Umsetzung“, so Wöhrl weiter. „Aber wie gewohnt, liegt der Teufel im Detail. Wesentliche Fragen, wie die rechtliche Form der Gesellschaft oder wie mit den Drittgesellschaften verfahren werden soll, sind leider noch offen.“
Nun müssten rasch noch offene Fragen, wie Sitz der Organisation, Name und die zukünftige Organisationstruktur geklärt werden, mahnt die Ausschussvorsitzende an.
Pressemitteilung, 24. März 2010
Debatte zum Entwicklungshilfe-Ziel von Bundesminister Niebel zum falschen Zeitpunkt
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) Dagmar Wöhrl zu den Äußerungen von BM Dirk Niebel:: Debatte zum Entwicklungshilfe-Ziel von Bundesminister Niebel zum falschen Zeitpunkt
“Ohne Not wurde hier eine Debatte über das Entwicklungshilfe-Ziel 2015 angestoßen. Das finde ich nicht richtig“, sagte Dagmar Wöhrl heute in Berlin. “Wir haben im Koalitionsvertrag fest vereinbart, dass die Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandseinkommens erhöht werden soll. Natürlich ist es unumstritten, dass die Qualität und Effizienz der Entwicklungshilfe immer wieder auf dem Prüfstand stehen muss, hier müssen wir alle genau hinschauen“, so Wöhrl weiter.
“Doch bei der Entwicklungshilfe brauchen wir Kontinuität. Gerade jetzt, wo es in Ländern wie Haiti oder Chile durch Naturkatastrophen zu verheerenden Verwüstungen gekommen ist, können wir nicht darüber diskutieren, die Gelder für Entwicklungshilfe einzufrieren. Die Menschen sind langfristig auf unsere Hilfe angewiesen und benötigen Planungssicherheit“.
Dagmar Wöhrl zum Weltfrauentag 2010
Dagmar Wöhrl erklärt: „Artikel 3 unseres Grundgesetzes lautet: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Schön wärs, kann ich nur sagen.“
Chancengerechtigkeit bleibt für Wöhrl ein aktuelles Thema. Für Deutschland komme es darauf an, die Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern endlich zu bekämpfen: „Frauen erhalten fast 1/3 weniger Lohn als Männer – für die gleiche Arbeit. Sie verdienen mehr! Es reicht nicht, einmal im Jahr darüber zu reden. Wir Frauen müssen täglich Gleichberechtigung einfordern – auf allen Ebenen.“
Der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“, wie er offiziell heißt, ist für viele Entwicklungs- und Schwellenländer ein gesetzlicher Feiertag! „Meistens haben diese Frauen nur ihre Arbeitskraft, auf die sie sich verlassen können. Wenn ihnen eine Idee kommt, haben sie zu wenig Geld, sie unternehmerisch umzusetzen. Deshalb muss die Entwicklungszusammenarbeit mehr mit Mikrokrediten operieren.“
Wöhrl vertritt die Auffassung, das starke soziale Gefüge in vielen Entwicklungsländern führe dazu, dass die Frauen das Geld verantwortungsbewusst zurückzahlen: „Kredite sind bei Frauen besser aufgehoben als bei Männern. Die Mikrokreditinstitute haben Rückzahlungsquoten von bis zu 98% – mehr als bei herkömmlichen Banken und vor allem mehr als bei Männern! So gewinnen Frauen mit dem Geld nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch Respekt und Selbstachtung.“
Pressemitteilung, 08. März 2010
Audiobeitrag: Interview Dagmar Wöhrl Mitschnitt der ENERGY Nürnberg Morningshow (Montag, 8. März 2010).
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Treffen mit Bill Gates – „All lives have equal value”
Bei einem Treffen mit Bill Gates denkt man zunächst wohl an Windows 7 oder Microsoft. Man überlegt sich, welche Fragen man ihm stellen könnte. Warum stürzt mein PC immer ab? Wie war das damals eigentlich mit seinem Studienabbruch in Harvard? Und auch wenn es sich gestern zeitlich zufällig überschnitten hat – wir haben nicht zusammen die Apple-Keynote angesehen!
Bei unserem Treffen ging es nicht um Computer, Internet oder ein Unternehmen, sondern es ging um die Bill & Melinda Gates Stiftung und deren weltweiten Einsatz. Die Gates-Stiftung zählt zu den weltweit Größten und überzeugt durch ihr umfassendes Engagement.
Übereinstimmend haben wir festgestellt, dass die beste Entwicklungspolitik immer Hilfe zur Selbsthilfe ist. Jeder hat das Recht chancengleich Erfolg haben zu können; jeder muss aber auch selbst etwas dafür tun. Diesen Ansatz verfolgen wir auch in der deutschen Entwicklungspolitik. Bill Gates betonte, dass für ihn die Gesundheitsversorgung gerade in den armen Ländern dieser Welt verbessert werden müsse. Deshalb ist es notwendig in die Forschung von Medikamenten zu investieren, um diese bezahlbar für alle zu machen.
Bill Gates machte auf mich einen sehr freundlichen, bescheidenen und unkomplizierten Eindruck. Er hat viel in seinem Leben erreicht, gibt aber auch viel durch seine Stiftung zurück. Er ist somit ein Vorbild für Viele, von dem sich Einige etwas abschauen können. In unserer Gesellschaft soll Arbeit und Anstrengung belohnt werden. Diejenigen, den es schlechter geht, dürfen aber ebenso wenig vergessen werden. Dies entspricht auch dem Motto der Gates-Stiftung: „All lives have equal value.“




