AwZ-Vorsitzende Dagmar G. Wöhrl schlägt Intensivierung der Zusammenarbeit mit Indonesien bei der Förderung Erneuerbarer Energien vor
Indonesien hat sich ehrgeizige Ziele in der Energiepolitik gesetzt: Der Anteil Erneuerbarer Energien am Energiemix Indonesiens von derzeit 4,5% soll bis 2025 auf 25% erhöht werden.
Das erklärte der Energieminister Dr. Darwin Zahedy Saleh Indonesiens bei einem Treffen mit der Vorsitzenden des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl, am Donnerstag, 25. August 2011, in Jakarta.
Die Vorsitzende begrüßte dieses ambitionierte Vorhaben und sagte deutsche Unterstützung zu. Wöhrl schlug u.a. ein Pilotprojekt zur Nutzung von Windenergie vor.
Im Rahmen einer bereits in Vorbereitung befindlichen Machbarkeitsstudie sollen mit deutscher Hilfe auch Aspekte der Effizienz und Versorgungssicherheit insbesondere in den Inseln überprüft werden, die nicht mit dem nationalen Netz verbunden sind. Der Minister begrüßte diese Initiative als einen innovativen Beitrag der deutsch-indonesischen Zusammenarbeit auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaften in globaler Verantwortung.
Tag der Energie 2010. Entdecken Sie die Zukunft der Energie selbst!

Am 25. September findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2010 – Die Zukunft der Energie erstmals der bundesweite „Tag der Energie“ statt.
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ), Dagmar Wöhrl MdB, erklärt in diesem Zusammenhang: „Die Energie ist ein unverzichtbarer Teil unseres Alltags. Sie ist für uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr wirklich wahrnehmen, wie viel wir davon eigentlich verbrauchen – und wer weiß schon genau, wie sie produziert wird? Der Tag der Energie bietet die einzigartige Möglichkeit, mit allen Interessierten, aber vor allem mit unseren jungen Nachwuchsforscherinnen und -forschern über die Zukunft der Energie betreffende Fragen zu diskutieren“, so die Ausschussvorsitzende.
Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit muss politisch stärker unterstützt werden.
Mittelstand sollte in Projekte der Weltbank stärker einsteigen.
„Die Partnerschaft zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Entwicklungszusammenarbeit muss künftig politisch stärker unterstützt werden“, sagte Dagmar Wöhrl, Ausschussvorsitzende für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
„Die deutsche Wirtschaft ist in der Entwicklungspolitik ein verlässlicher Partner, denn die allermeisten deutschen Unternehmen arbeiten international mit hohen ethischen Standards und haben im Ausland gerade deswegen einen erstklassigen Ruf“, so Wöhrl.
Das Engagement der Privatwirtschaft muss deswegen eng mit den staatlichen Entwicklungsorganisationen verzahnt werden. „Vor allem finanzielle Kooperationen müssen ohne bürokratische Hürden effizient und schnell erfolgen“, sagte Wöhrl weiter.
Deutscher Mittelstand soll Weltbankförderungen stärker nutzen
Wöhrl betonte in diesem Zusammenhang auch die besondere Bedeutung der Weltbank. „Mit der Finanzkrise ist die Bedeutung der Weltbank als Entwicklungsfinanzierer gestiegen“, so Wöhrl.
Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeinsparung steigerte die Weltbank ihre Finanzierungen im Jahr 2009 um 24 Prozent auf insgesamt 3,3 Mrd. Dollar. „Große deutsche Unternehmen sind an den Projekten schon recht gut beteiligt, der deutsche Mittelstand hat hier Nachholbedarf. Ich würde mir wünschen, dass die Mittelständler ihre Chance ergreifen und stärker einsteigen. Auch die Politik ist gefordert, sie hierbei zu unterstützen“, sagte die Ausschussvorsitzende.
Bei weit mehr als 5000 Projekten laufen derzeit zwischen der Wirtschaft und den staatlichen Organisationen Kooperationen u.a. in den Bereichen Energie, Landwirtschaft, Transport und Kommunikationen.
Statement Dagmar Wöhrl anlässlich der Gründung der DESERTEC-Industrieinitiative am 13. Juli 2009 in München
Die Nachricht vom „Solarstrom aus der Wüste für Deutschland“ hat im besten Sinne des Wortes Wellen geschlagen. Die Pläne des DESERTEC Konsortiums sind durchaus als visionär zu bezeichnen – in Bezug auf die Technologien, das Potential und die Dimension des Vorhabens. Ohne Visionen gibt es auch keine Entwicklung. Eine Stromerzeugung, die verspricht, in großem Umfang verfügbar, grundlastfähig, CO2-frei und – zumindest zu einem späteren Zeitpunkt – wettbewerbsfähig zu sein, ist hochinteressant.
Das Bundeswirtschaftsministerium, zuständig für die Energieversorgung und die Stromnetze, ist an solchen innovativen Ansätzen naturgemäß besonders interessiert. Investitionen in Klimaschutz und Erneuerbare Energien sind notwendig, in Europa und bei unseren nahen Nachbarn in Nordafrika. Sie erschließen die Treibhausgasminderung, die wir brauchen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Und sie erschließen uns mit der Nutzung der Sonnenstrahlung in Solarkraftwerken einen Energieträger, der für die Energiebedürfnisse nahezu unbegrenzt vorhanden ist. Für den Klimaschutz ist es dabei nachrangig, wo die Emissionsminderung erfolgt und wo der in Solarkraftwerken erzeugte Strom verbraucht wird.
Das Auto neu erfinden!
Ich freue mich über jeden konstruktiven Vorschlag, der dazu beiträgt, die aktuelle Krise zu überwinden. Vor allem dann, wenn er einerseits der Automobilwirtschaft hilft und zudem auch noch zum Umweltschutz beiträgt. Insofern begrüße ich die Anregung des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, ein staatlich finanziertes Nationales Programm für Elektromobilität aufzulegen. Allerdings hat mein Ministerium eine groß angelegte Initiative zur Entwicklung der Elektromobilität schon längst in Angriff genommen. Im Konjunkturpaket II stellen wir nun sogar weitere 500 Millionen Euro für die Erforschung und Förderung von Elektroautos zur Verfügung.
Sie wollen mehr darüber wissen? Dann klicken Sie hier…

Das Auto neu erfinden!
Die Nachfrage auf dem Automobilmarkt verändert sich rasant. Die Branche steht vor einem Strukturwandel. Kein Wunder: Das Öl wird knapp und mit 20% ist der Verkehr einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen. Jetzt gilt es unsere Innovationskraft zu bündeln. In Berlin habe ich kürzlich die Eckpunkte des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung vorgestellt. Wir wollen die Förderung in diesem Bereich schlagkräftiger machen. Deutschland soll zu einem Leitmarkt für Elektromobilität werden.
Mir geht es um drei Ziele: Unsere Abhängigkeit von Ölimporten verringern, unser Klima schützen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken. Das Bundeswirtschaftsministerium engagiert sich in besonderem Maße für die Energieforschung. Ich habe dafür gesorgt, dass mein Haus im nächsten Jahr etwa 115 Mio. EUR zur Verfügung stellt. Die Weiterentwicklung und Optimierung des Hybrid-Antriebs wird mit ca. 25 Mio. EUR gefördert. Wichtig ist mir, dass insbesondere in Nürnberg Projekte vorangetrieben werden. So unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium z. B. Entwicklung, Aufbau und Erprobung eines Hybrid-Antriebes für Stadtbusse durch MAN und Siemens.
Mit High-Tech in die Energiezukunft
Als ich vor kurzem mit Schülerinnen und Schülern über Politik diskutierte, fragten sie mich: Frau Wöhrl, wieso reden Sie so viel über Energie? Die Antwort war schnell gefunden: Stellt euch vor wie die Welt aussah, als eure Großeltern klein waren. In den 30’er Jahren des vorigen Jahrhunderts lag der globale Primärenergieverbrauch bei 1,2 Milliarden Tonnen Öleinheiten. Es gab ca. 10 Millionen Pkws auf der Welt und der globale Pro-Kopf-Stromverbrauch lag bei 140 kWh.
Heute verbrauchen wir fast 11 Milliarden Tonnen Öl – 10 mal so viel wie 1930. Es gibt 800 Millionen Pkws auf der Welt und der globale Pro-Kopf-Stromverbrauch liegt bei 2800 kWh. Die internationale Energie Agentur schätzt den weltweiten Anstieg des Energieverbrauchs bis 2030 auf über 50%. Die sich rasant entwickelnde Informationsgesellschaft trägt viel dazu bei. Fachleuten zufolge wird das Internet weltweit inetwa 20 Jahren so viel Strom verbrauchen wie gegenwärtig die ganze Welt! Schon heute verbraucht ein einziger Google-Klick so viel Energie wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.
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