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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Rede anlässlich der START Messeeröffnung in Nürnberg am 3. Juli 2009

geschrieben am 3. Juli 2009

In 2008 gab es rund 400.000 neue Gründer in Deutschland. Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Dieser Trend hat sich in den ersten Monaten jedoch wieder umgekehrt. Gründer werden in allen Konjunkturphasen gebraucht. Gerade auch in Zeiten der Krise. „Unternehmer sein ist cool geworden“ – so der international renommierte „Economist“ in seiner jüngsten Spezialausgabe zu „Entrepreneurship“. Diesem Zitat kann ich voll und ganz zustimmen. Denn es steht für ein verändertes Wertebewusstsein der Gesellschaft.

Das Unternehmerbild ist unserer Gesellschaft oft genug negativ geprägt: Unternehmer leben von anderer Leute Arbeit. Der Unternehmer, der sich für sein Unternehmen und die Arbeitsplätze engagiert, kommt selten in die Schlagzeilen. Wir brauchen ein positives Unternehmerbild in Deutschland. Denn Jobs fallen nicht vom Himmel. Sie werden in Unternehmen durch deren Führungskräfte geschaffen. Und dafür arbeiten sie hart, oft 60 bis 70 Stunden in der Woche.  Unternehmer sind „Mut – Macher“. Wir brauchen mehr davon – in der Region Nürnberg und in ganz Deutschland.

Zu einem positiven Unternehmerbild gehört auch die Einräumung einer zweiten Chance. So genannte Restarter, die nach einem Scheitern, ein zweites Mal den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit wagen, haben meinen unvoreingenommenen Respekt. Erfahrung zählt – das gilt auch im Unternehmerleben. Je innovativer die Unternehmen in Deutschland sind, desto nachhaltiger können sie im globalen Markt bestehen. Sie sind die Hauptakteure für Wachstum und Wohlstand. Nach Analysen der KfW-Bankengruppe schaffen innovative Gründungen zweieinhalb Mal so viele Arbeitsplätze wie „normale“ Gründungen. Darum steht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit einer Reihe von Förderprogrammen zur Seite.

Rede im PDF Format zum Download
START Messe

Rechtssicherheit für Abwrackprämie

geschrieben am 6. März 2009

Gute Neuigkeiten in Sachen Abwrackprämie! Ab 30. März kann die Prämie verbindlich reserviert werden. Damit können nun alle ruhig schlafen, die sich auf Grund der Prämie ein Auto mit längerer Lieferzeit zulegen wollen oder bereits gekauft haben. Solange das Kontingent insgesamt noch nicht erschöpft ist, ist die Prämie gesichert, auch wenn der neue Flitzer noch auf sich warten lässt. Denn ab Ende März gilt das Datum des Kaufvertrags und nicht mehr das Datum der Zulassung des Neufahrzeugs.

Die Neuregelung kam allein auf Druck des Bundeswirtschaftsministeriums zustande. Wenn es nach der SPD gegangen wäre, würden wir wahrscheinlich so lange diskutieren, bis das Kontingent verbraucht ist und keiner mehr etwas davon hat. Ich bin sehr froh, dass wir hier eine schnelle Lösung erreichen konnten!

2009.03.06_umweltprämie

Aktuelle Wirtschaftsdaten zur Kultur- und Kreativwirtschaft

geschrieben am 28. Oktober 2008

Logo der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der BundesregierungWöhrl: “Ökonomische Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft ist weiter gewachsen

Im Rahmen ihrer Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft hat die Bundesregierung eine Untersuchung zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Auftrag gegeben. Die ersten Zwischenergebnisse wurden am 27. Oktober 2008 in einem Expertenworkshop im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie diskutiert.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar G. Wöhrl: “Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat im Jahr 2007 nach Schätzungen einen Umsatz in Höhe rund 128 Mrd. Euro erzielt. Dieser ist damit gegenüber dem Jahr 2006 um mehr als 3 Prozent gewachsen. Weiter gestiegen ist auch die Zahl der Unternehmen und der Erwerbstätigen: 227.000 Unternehmen und 1 Mio. Erwerbstätige sind mittlerweile in diesem Wirtschaftsbereich tätig. Dies sind sehr positive Befunde, die die volkswirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft nochmals nachdrücklich unterstreichen.

Insgesamt umfasst die Kultur- und Kreativwirtschaft elf Teilmärkte. Der Kulturwirtschaft sind die neun Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt zuzurechnen. Zusätzlich sind die beiden Teilmärkte Werbemarkt sowie Games-Industrie/Software als Kreativbranchen mit einbezogen. Auftragnehmer des Forschungsgutachtens sind das Büro für Kulturwirtschaftsforschung, Köln (KWF), die Prognos AG, Berlin und das Unternehmen Creative Business Consult (CBC), Bremen.
Der Abschlussbericht wird Ende 2008 vorliegen.

Pressemitteilung des BMWI vom 28.10.2008

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