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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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04. Juni 2007 Hamburg

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Artikel Archiv

BILD-Interview mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Staatssekretärin Dagmar Wöhrl

geschrieben am 16. September 2009

Wir müssen die Zockerei der Manager stoppen.
2009-09-14_bild_interview_guttenberg_und_woehrl_teaser Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.

Nürnberg – In der Wählergunst steht er ganz oben, seine Auftritte in stets voll besetzten Bierzelten sind schon Kult: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (37, CSU). Der gebürtige Oberfranke legte eine Blitzkarriere hin. Mitten in der größten Krise übernahm er im Februar das Wirtschaftsministerium, versucht seitdem zusammen mit Staatssekretärin Dagmar Wöhrl (55, CSU), Deutschlands krisensgebeutelte Industrie wieder auf Vordermann zu bringen. In BILD sprechen beide Klartext über Quelle, die Zockerei der Manager und den Weg aus der Krise.

BILD: Zwei Franken arbeiten in Berlin zusammen im Wirtschaftsministerium. Wie funktioniert das denn genau?
Guttenberg: „Wir pflegen eine wundervolle Zusammenarbeit. Das soll keine Worthülse sein. Es ist ein hohes Maß an Vertrauen, das unsere tägliche Arbeit prägt.
Wöhrl: „Wir harmonieren, denke ich, sehr gut. Wir tauschen uns häufig aus, sind auf einer Linie und sehr geradlinig – ganz fränkisch.

Hier Klicken um das gesamte Interview zu lesen. Weiterlesen

Rede anlässlich Sommerempfang der Gewerbewirtschaft in Regenstauf am 2. September 2009

geschrieben am 2. September 2009

Ich freue mich, dass ich heute hier im schönen Regenstauf zu Gast sein darf. Vielen Dank für die Einladung.  Es ist immer wieder schön, aus Berlin zurück nach Bayern zu kommen. In der Heimat ist es einfach am schönsten.Das liegt nicht nur an der Landschaft, es sind vor allem die Menschen mit ihrer Herzlichkeit, ihrem Fleiß und ihrer Bodenständigkeit, denen ich mich so verbunden fühle.
Und es ist auch immer anregend, eine Parteifreundin im Einsatz zu erleben. Denn ich muss sagen, liebe Frau Stierstorfer: Ihr Elan, Ihre Energie,  Ihre Durchsetzungskraft – sie sind hochansteckend! Sie haben für Ihre Region enorm viel erreicht, ja erkämpft. Und auch als Kreisvorsitzende der Frauenunion beweisen Sie: Es geht nichts über Frauenpower! Da werden keine langen Reden gehalten, da wird angepackt – pragmatisch, gezielt, ergebnisorientiert!

Charme und Hartnäckigkeit – das ist eine unwiderstehliche Mischung, damit kann man alles erreichen. Das beweist der Einsatz von Frau Stierstorfer!
Auf die Ergebnisse kann man stolz sein: Es ist toll, zu sehen, wie dynamisch sich die Oberpfalz und vor allem die Region Regensburg in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Seit 1990 hat sich das Bruttoinlandsprodukt im Landkreis Regensburg mehr als verdoppelt [von 1.609 Mio. Euro 1990 auf 3.475 Mio. Euro 2007].
Hier ist eine zukunftsträchtige Wirtschaftsstruktur entstanden. Daran haben die vielen fleißigen, kreativen und innovativen mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer großen Anteil. Es zeigt sich: Tradition und Innovation sind hier keine Gegensätze. Was mir als Technologiebeauftragte meines Hauses besonders imponiert: Neben den Industrien, die hier schon seit langem verwurzelt sind, haben auch neue Technologien erfolgreich Einzug gehalten.  Das „Cluster Biotechnologie“ in Regensburg bspw. gehört beim Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu den zehn Finalisten aus Bayern. Klasse!

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Statement Dagmar Wöhrl anlässlich der Gründung der DESERTEC-Industrieinitiative am 13. Juli 2009 in München

geschrieben am 13. Juli 2009

Die Nachricht vom „Solarstrom aus der Wüste für Deutschland“ hat im besten Sinne des Wortes Wellen geschlagen. Die Pläne des DESERTEC Konsortiums sind durchaus als visionär zu bezeichnen – in Bezug auf die Technologien, das Potential und die Dimension des Vorhabens. Ohne Visionen gibt es auch keine Entwicklung. Eine Stromerzeugung, die verspricht, in großem Umfang verfügbar, grundlastfähig, CO2-frei und – zumindest zu einem späteren Zeitpunkt – wettbewerbsfähig zu sein, ist hochinteressant.

Das Bundeswirtschaftsministerium, zuständig für die Energieversorgung und die Stromnetze, ist an solchen innovativen Ansätzen naturgemäß besonders interessiert. Investitionen in Klimaschutz und Erneuerbare Energien sind notwendig, in Europa und bei unseren nahen Nachbarn in Nordafrika. Sie erschließen die Treibhausgasminderung, die wir brauchen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Und sie erschließen uns mit der Nutzung der Sonnenstrahlung in Solarkraftwerken einen Energieträger, der für die Energiebedürfnisse nahezu unbegrenzt vorhanden ist. Für den Klimaschutz ist es dabei nachrangig, wo die Emissionsminderung erfolgt und wo der in Solarkraftwerken erzeugte Strom verbraucht wird.

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Rede anlässlich der START Messeeröffnung in Nürnberg am 3. Juli 2009

geschrieben am 3. Juli 2009

In 2008 gab es rund 400.000 neue Gründer in Deutschland. Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Dieser Trend hat sich in den ersten Monaten jedoch wieder umgekehrt. Gründer werden in allen Konjunkturphasen gebraucht. Gerade auch in Zeiten der Krise. „Unternehmer sein ist cool geworden“ – so der international renommierte „Economist“ in seiner jüngsten Spezialausgabe zu „Entrepreneurship“. Diesem Zitat kann ich voll und ganz zustimmen. Denn es steht für ein verändertes Wertebewusstsein der Gesellschaft.

Das Unternehmerbild ist unserer Gesellschaft oft genug negativ geprägt: Unternehmer leben von anderer Leute Arbeit. Der Unternehmer, der sich für sein Unternehmen und die Arbeitsplätze engagiert, kommt selten in die Schlagzeilen. Wir brauchen ein positives Unternehmerbild in Deutschland. Denn Jobs fallen nicht vom Himmel. Sie werden in Unternehmen durch deren Führungskräfte geschaffen. Und dafür arbeiten sie hart, oft 60 bis 70 Stunden in der Woche.  Unternehmer sind „Mut – Macher“. Wir brauchen mehr davon – in der Region Nürnberg und in ganz Deutschland.

Zu einem positiven Unternehmerbild gehört auch die Einräumung einer zweiten Chance. So genannte Restarter, die nach einem Scheitern, ein zweites Mal den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit wagen, haben meinen unvoreingenommenen Respekt. Erfahrung zählt – das gilt auch im Unternehmerleben. Je innovativer die Unternehmen in Deutschland sind, desto nachhaltiger können sie im globalen Markt bestehen. Sie sind die Hauptakteure für Wachstum und Wohlstand. Nach Analysen der KfW-Bankengruppe schaffen innovative Gründungen zweieinhalb Mal so viele Arbeitsplätze wie „normale“ Gründungen. Darum steht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit einer Reihe von Förderprogrammen zur Seite.

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START Messe

Ansprache zum Internationalen THESEUS-Symposium am 29. Juni 2009 im BMWi, Berlin.

geschrieben am 29. Juni 2009

THESEUS ist mit ca. 100 Mio. Euro Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie  das derzeit größte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Bundesregierung im Bereich moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).  Es wurde auf dem ersten nationalen IT-Gipfel zum Leuchtturmprojekt erklärt. Deutschland will damit unter Beweis stellen, dass Spitzenforschung weiterhin hohe Priorität hat.

Mit THESEUS wollen wir das Internet und den Umgang mit Daten in Unternehmen oder der Verwaltung intelligenter machen. Neue Dienste sollen entstehen, damit – Wissen schneller geschaffen, – der Zugang dazu erleichtert und – für den jeweiligen Anwendungszweck verfügbar gemacht werden kann. Die Welt befindet sich in einer tief greifenden Wirtschafts- und Finanzkrise, wie wir sie seit dem 2. Weltkrieg noch nicht erlebt haben.

Um so mehr kommt es darauf, nach neuen Wegen aus der Krise zu suchen. Aus meiner Sicht besteht die berechtigte Hoffnung dass IKT an exponierter Stelle dazu beiträgt, Deutschland und Europa gestärkt aus der globale Krise zu herauszuführen. Denn IKT kann als Querschnittstechnologie in herausragender Weise Geschäfts- oder Verwaltungsprozesse viel effizienter machen und hilft Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen.

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Technologien für ein zukünftiges Internet der Dienste

geschrieben am 29. Juni 2009

Internationales Symposium zum THESEUS-Forschungsprogramm eröffnet
Mehr als 200 Experten aus dem In- und Ausland befassen sich heute in Berlin anlässlich des ersten internationalen Symposiums zum THESEUS-Forschungsprogramm mit Trends und Entwicklungen des Internets der Zukunft. Hierzu wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) renommierte Forscher und Wirtschaftsvertreter aus aller Welt nach Berlin eingeladen.

Dagmar G. Wöhrl: „Mit THESEUS ist bereits eine Menge an neuen Entwicklungen angestoßen worden, um mit den immer unübersichtlicheren digitalen Datenmengen fertig zu werden. Gerade in der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise bietet die Querschnittstechnologie IKT große Chancen, um mit technologischen Innovationen und neuen Geschäftsmodellen zu mehr Wachstum und Beschäftigung zu gelangen. Mit dem Symposium geben wir erstmals einer breiten internationalen Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich gezielt über die laufenden Arbeiten zu THESEUS zu informieren. Gleichzeitig wird der länderübergreifende Erfahrungsaustausch verstärkt.“

Pressemitteilung, Berlin 26.06.2009

2009.06.29_theseus_forschungsprogramm

Rede anlässlich 11. Zertifikatsverleihung „audit berufundfamilie“ am 17.06.2009 in Berlin

geschrieben am 17. Juni 2009

Familienbewusste Unternehmenspolitik – ein Beitrag für mehr Produktivität und Wachstum. Auch wenn wir einen männlichen Minister haben, ist unser Haus für seine Familienfreundlichkeit bekannt. Deswegen werden Sie mir sicher glauben:  Ich musste den Part des Ministers nicht übernehmen, um hier die weibliche Führungs-Präsenz zu verdeutlichen. Herr Bundesminister zu Guttenberg als Schirmherr des audits berufundfamilie hätte natürlich sehr gerne heute selbst vor Ihnen gestanden. Leider ist er terminlich verhindert, Sie wissen ja, was zurzeit das Krisenmanagement an Einsatz verlangt! So habe ich die Freude, hier zu sein und Ihnen allen zunächst seine herzlichen Grüße und Glückwünsche auszurichten.

In diesem Jahr verleiht die Hertie-Stiftung bereits zum 11. Mal die Zertifikate im Rahmen des audits berufundfamilie.  Und die Zahl der zertifizierten Unternehmen, Hochschulen und Ministerien ist seit dem Beginn im Jahr 1999 stetig angestiegen [1999: 18, 2005: 116, 2006: 141, 2007: 191, 2008: 231]. In diesem Jahr verzeichnen wir 321 Zertifikatsempfänger, das sind etwa 40% mehr als im vergangenen Jahr.  Endlich mal eine positive Botschaft in Zeiten der Wirtschaftskrise, wo wir sonst immer nur Rückgänge zu vermelden haben!  Eine Botschaft, die wir Ihnen, liebe Zertifikatsempfänger, und Ihren Bemühungen um eine familienbewusste Unternehmenspolitik verdanken!

Sie haben bereits erkannt, was manche gerade angesichts der Krise noch lernen müssen: dass es sich lohnt, langfristig zu denken und zu planen.  Ein kluger Topmanager (Hans Christoph von Rohr, Klöckner-Werke)  hat einmal gesagt:  „Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen.“ Zwar ist gerade jetzt in der Krise die Kapitalbeschaffung auch ein Problem, klar. Aber Sie werden mir zustimmen: Der Faktor Mensch – das ist langfristig die entscheidende Ressource!  Die Ressource, mit der unsere hoch industrialisierte aber rohstoffarme Volkswirtschaft punkten kann. Und punkten muss!

Rede im PDF Format zum Download

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