Jobchancen schaffen – Bildungsabschlüsse anerkennen: Wöhrl fordert Anerkennungsgesetz
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag, Dagmar Wöhrl MdB, ruft auf, in der neu entbrannten Integrationsdebatte nicht über die Person Sarrazin zu diskutieren, sondern endlich über Inhalte zu sprechen.
Deshalb fordert Dagmar Wöhrl die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse zu verbessern: „Wir brauchen endlich ein Anerkennungsgesetz. Damit schaffen wir nicht nur neue Perspektiven für viele Menschen, sondern wirken auch dem Fachkräftemangel in unserem Land entgegen. Bis zum Jahr 2020 fehlen beispielsweise rund 430.000 Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker. Vor allem Ingenieure sind knapp. Gleichzeitig leben rund 500.000 ausländische Akademikerinnen und Akademiker in unserem Land, die nicht angemessen arbeiten können, weil ihre Ausbildung nicht anerkannt wird. Hier liegt also noch viel Potenzial brach – wir müssen es endlich fördern.“ Weiterlesen
Besuch bei der Messe „Schule-Eine Welt“: Wöhrl leitet Workshop für Schülerinnen und Schüler zum Thema Entwicklungshilfe
Die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl war heute Vormittag zu Besuch auf der Messe „Schule-Eine Welt“ in Augsburg, die vom Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. gemeinsam mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit veranstaltet wurde.
Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung leitete einen Workshop mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Bayern. Ziel dabei war es, die Jugendlichen für das Thema Entwicklungshilfe zu sensibilisieren und die Möglichkeiten zu erläutern, die kommunales Engagement in diesem Bereich bietet:
„Kommunales Engagement ist einer der Schlüssel für erfolgreiche Entwicklungspolitik. Wir müssen die Akzeptanz der Entwicklungszusammenarbeit in der Bevölkerung stärken, Interesse an globalen Zusammenhängen wecken und schon unseren Kindern erklären, dass die Probleme mangelnder Entwicklung nicht weit entfernt von uns sind und bleiben. Gerade junge Menschen können als Botschafter für entwicklungspolitische Themen und als Akteure der Entwicklungszusammenarbeit agieren. Im Rahmen der kommunalen Facharbeit finden Projekte für Umwelt und Klimaschutz, Stadt-/Raumplanung und Sozialplanung statt. So können Städte und Kommunen mit dem Transfer von Fachwissen zentral zur Entwicklungszusammenarbeit beitragen.“
Wöhrl lobt dabei die Vorreiterrolle Nürnbergs: „Es freut mich, dass die Stadt Nürnberg Partnerschaften mit zahlreichen Städten in Entwicklungsländern, wie in Nicaragua oder der Ukraine unterhält. Städtepartnerschaften machen aufmerksam auf die Probleme der jeweils anderen Bevölkerung und schaffen so Solidarität.“
Wiedersehen in Wetzendorf
Nach einem ereignisreichen Austauschjahr in den USA ist der 16-jährige Schüler Marc-Kevin Krischer am Wochenende nach Nürnberg zurückgekehrt. Die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl hatte ihn im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms zwischen dem Deutschen Bundestag und dem US-Kongress als „Patin“ betreut (siehe Artikel vom 20. Mai 2010 und 15. September 2009). Gleich nach seiner Ankunft traf er sie auf der Wetzendorfer Kirchweih und berichtete von seinem Aufenthalt.
An der High School in Fremont im Bundesstaat Ohio habe er sich sehr wohl gefühlt: „Die Klassen waren klein und ich habe viel gelernt. Vor allem das Sportangebot war riesig.“ Der 16-Jährige hat dort American Football, Soccer und Bowling gespielt. Von einer Sportverletzung zu Beginn des Schuljahres habe er sich aber nicht unterkriegen lassen. „Meine Gastfamilie hat mich sehr nett aufgenommen und war immer für mich da“. Den Kontakt zu seinen Gasteltern und den vier Geschwistern möchte er auf jeden Fall aufrechterhalten.
„Insgesamt war das Austauschjahr in Amerika eine großartige Erfahrung, die sich gelohnt hat. Ich finde es toll, dass es das Parlamentarische Patenschaftsprogramm gibt und dass Frau Wöhrl mir die Teilnahme daran ermöglicht hat.“ Trotz aller positiver Erlebnisse habe er seine fränkische Heimat vermisst – nach einer großen Willkommensfeier mit Familie und Freunden sei für ihn ein Besuch auf der Wetzendorfer Kirchweih daher ein Muss gewesen.
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Migranten bilden Migranten aus
Immer mehr junge Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Mittlerweile sind es 1,1 Millionen Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren. Die steigende Zahl der jungen Migranten ist Chance und zugleich große Herausforderung. Denn noch ist ihre Ausbildungssituation deutlich schlechter als die von gleichaltrigen Deutschen. So absolvieren zum Beispiel nur rund ein Drittel der ausländischen Jugendlichen eine Berufsausbildung. Bei den deutschen Jugendlichen sind es hingegen rund zwei Drittel.
Wir brauchen daher unbedingt mehr Ausbildungsplätze für junge Migranten. Unternehmer mit Migrationshintergrund können dabei eine wichtige Rolle spielen. Derzeit gibt es in Deutschland rund 580.000 Betriebe, deren Inhaber Migranten sind. Ihre Wirtschaftskraft ist enorm und wächst immer weiter. Doch leider bilden sie zu wenig aus. Nur 14 Prozent beteiligen sich an der betrieblichen Ausbildung. Das ist deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 25 Prozent.
Die Ausbildungsbeteiligung dieser Betriebe muss dringend erhöht werden. An erster Stelle gilt es dabei ein Informationsdefizit zu verringern. Viele Unternehmer mit Migrationshintergrund sind kaum mit dem deutschen Bildungssystem vertraut. Sie wissen häufig nicht, ob und wie sie ausbilden können. Viele glauben zum Beispiel, ihr Betrieb sei zu klein oder sie dürften aufgrund ihrer fehlenden deutschen Staatsbürgerschaft nicht ausbilden. Hinzu kommen bürokratische, finanzielle und sprachliche Barrieren. Der Nachweis einer Ausbildungsberechtigung stellt für einige Betriebsinhaber ebenso ein Hemmnis dar wie die Angst vor zu hohen Ausbildungskosten und mangelnden Deutschkenntnissen.
Hier gilt es anzusetzen. So fördert die unionsgeführte Bundesregierung zum Beispiel seit kurzem Ausbilderseminare für Fachkräfte und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Ziel: Bis Ende 2010 sollen 1.000 zusätzliche Migranten eine Ausbildungsberechtigung erhalten.
Wir brauchen noch mehr solcher Projekte. Das Motto muss lauten: Migranten bilden Migranten aus.
Damit stärken sie sich gegenseitig. Denn einerseits bekommen Migranten-Betriebe begehrte Fachkräfte. Andererseits eröffnen sich für die jungen Migranten neue Aufstiegschancen in unserem Land. Der Vorteil für beide Seiten liegt auf der Hand. Wir müssen nur zugreifen. Daher appelliere ich an alle Unternehmer mit Migrationshintergrund: Bildet aus!
Gründerkampagne für Deutschland
Im Koalitionsvertrag hatten Union und FDP eine Gründerkampagne vereinbart, die vor kurzem mit Leben gefüllt wurde: Die Bundesregierung hat die Initiative „Gründerland Deutschland“ auf den Weg gebracht. Für mich liegt hier ein ganz wichtiges Projekt der Legislaturperiode. Denn Unternehmensgründungen schaffen Arbeitsplätze, bringen den Wettbewerb in Schwung und fördern neue Ideen zu Tage. Gründer sind die schöpferische Kraft in unserem Land. Das Problem ist nur: Das Gründungsgeschehen in Deutschland kommt einfach nicht richtig in Schwung.
Laut aktuellen Zahlen gab es im letzten Jahr in Deutschland rund 410.000 Gründungen (bei gleichzeitig 397.000 Marktaustritten). Das ist zwar ein wenig mehr als im Vorjahr, aber im langfristigen Trend dennoch unbefriedigend. Zum Vergleich: 2003 konnten wir noch 508.600 Gründungen in Deutschland verzeichnen. Auch der internationale Vergleich ermuntert nicht. Mit einer Gründerquote von 3,8% liegen wir im Wettbewerb mit den hochentwickelten Volkswirtschaften der Welt auf den hinteren Plätzen. Was läuft hier falsch?
Deutschland hat eine hervorragende staatliche Gründerförderung. Unsere Förderprogramme – Finanzierung, Beratung, Information – gehören weltweit zu den Besten. Zudem wären die meisten Deutschen beruflich gerne selbstständig. Das zeigen Umfragen. Also haben wir eigentlich beste Voraussetzungen für eine dynamische Gründerkultur. Dennoch errichten nur wenige Menschen ein Unternehmen. Viele Menschen hält die Angst vor dem Scheitern davon ab. In dieses Bild passt auch, dass nur wenige Deutsche von sich behaupten, über das Wissen und Können für eine Unternehmensgründung zu verfügen.
Ich bin überzeugt: Das lässt sich ändern! Wir müssen bei den jungen Menschen ansetzen. Die gründungsbezogene Schulausbildung bildet die Achillesferse der Gründungskultur in Deutschland. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ist über die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland während ihrer Schulzeit überhaupt nicht mit dem Thema Selbständigkeit in Berührung gekommen.
Daher versuchte ich zum Beispiel auch in den Koalitionsverhandlungen dieses Thema immer wieder voranzutreiben. So schlug ich vor, die Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“ zu stärken. Hier arbeiten unter der Federführung des BMWi überregionale Projekte zusammen, welche gründungsbezogene Ausbildungsprogramme an Schulen veranstalten. Ich bin froh, dass mit der Gründerkampagne der Bundesregierung dieses Initiative jetzt ausgebaut werden soll. Das ist der richtige Weg. Unternehmensgründung und Unternehmensführung müssen im schulischen Alltag ihren Platz haben. Dabei lautet das langfristige Ziel: Das Fach Wirtschaft muss bundesweit in den Lehrplänen der Schulen fest verankert werden.
Jetzt für ein Austauschjahr in den USA bewerben!

Dagmar Wöhrl MdB ruft Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige aus ihrem Wahlkreis zur Teilnahme am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) auf.
Im Rahmen des PPP zwischen dem Deutschen Bundestag und dem US-Kongress haben Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren sowie junge Berufstätige im Alter zwischen 16 und 24 Jahren die Möglichkeit, ein Austauschjahr in den USA zu verbringen.
Auch in diesem Jahr werden für den Zeitraum 2011/2012 wieder insgesamt 360 Stipendien vergeben. Die Schülerinnen und Schüler werden in amerikanischen Gastfamilien untergebracht und besuchen die örtliche High School. Für die berufstätigen Teilnehmer sieht das Programm den Unterricht an einem College und ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb vor.
Dagmar Wöhrl übernimmt auch dieses Mal wieder die Patenschaft für eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer aus ihren Wahlkreis Nürnberg-Nord. Die Bundestagsabgeordnete unterstützt das Programm seit vielen Jahren: „Ein Jahr lang in den USA zu leben ist für junge Menschen aus Deutschland eine wertvolle und interessante Erfahrung. Das PPP bietet ihnen die Möglichkeit, Land und Leute intensiv kennen zu lernen und darüber hinaus die Rolle als „junge Botschafter“ Deutschlands zu übernehmen. Als Nürnberger Bundestagsabgeordnete kann ich den Jugendlichen aus meinem Wahlkreis das Programm nur ans Herz legen“.
Für die Bewerbung zum PPP benötigen die Interessenten eine Bewerbungskarte, die auf den Internetseiten des Deutschen Bundestages unter www.bundestag.de/ppp abrufbar ist. Gerne können die entsprechenden Unterlagen auch im Wahlkreisbüro von Dagmar Wöhrl angefordert werden. Bis zum 3. September 2010 ist eine Bewerbung möglich.
Im Rahmen des PPP haben jedoch nicht nur deutsche Jugendliche die Möglichkeit auf einen Aufenthalt in den USA, sondern in diesem Sommer kommen auch wieder zahlreiche amerikanische Schüler nach Deutschland. Dagmar Wöhrl ruft daher Familien in ihrem Wahlkreis auf, einen der jungen Gäste für ein Jahr bei sich aufzunehmen: „Der Austausch ist ein Gewinn für beide Seiten – er fördert das gegenseitige Verständnis und belebt die deutsch- amerikanischen Beziehungen – auf einer ganz persönlichen Ebene“.
Die für Nürnberg-Nord zuständige Organisation für die Unterstützung von Gastfamilien ist das Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU). Familien und Paare, die Interesse an einem amerikanischen Austauschschüler haben, können sich bei YFU melden (per Telefon: 040 22 70 020 oder per E-Mail: info@yfu.de). Nähere Informationen dazu sind ebenfalls im Wahlkreisbüro erhältlich.
Viel Besuch in Berlin.
Dagmar Wöhrl hatte diese Woche viel Besuch von Schülern und Studenten während der Sitzungswoche des Deutschen Bundestags in Berlin.
Zunächst besuchte eine Studentengruppe auf Einladung von Dagmar Wöhrl die Sitzung des Ausschusses für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit. Die Studentinnen und Studenten konnten einen unmittelbaren Einblick in die parlamentarische Arbeit der Abgeordneten gewinnen.
Während der Sitzung wurde ein breiter Bogen quer über die unterschiedlichsten Bereiche der Entwicklungspolitik geschlagen: von einer Expertenbefragung zu Haiti über die Reformpläne von Bundesminister Dirk Niebel bis zu einem Reisebericht über die politische Lage im Sudan.
Im Anschluss an die Sitzung diskutierte die Ausschussvorsitzende mit den Jurastudenten über die aktuelle politische Lage. Dagmar Wöhrl: “Es ist sehr wichtig, dass wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, einen Blick hinter die Kulissen des politischen Alltags in Berlin werfen zu können. Wir müssen Politik erklären und somit verständlich machen.“
Am Donnerstag schließlich besuchten zwei Klassen der Johann-Daniel-Preißler Hauptschule die Bundestagsabgeordnete im Paul-Löbe-Haus. Die deutlich jüngeren Besucher waren von den weitläufigen Gebäuden des Band des Bundes sehr beeindruckt, konnten aber auch durch interessante Fragen überzeugen. Wöhrl sagte hierzu: “Eine sehr sympathische junge Gruppe! Da macht es Spaß sich Zeit zu nehmen; den politischen Trubel seinen Weg gehen zu lassen.“
Frau Wöhrl freute sich besonders über die gute Integrationsarbeit in der multikulturellen Johann-Daniel-Preißler Hauptschule: “Das war ein sehr gutes Beispiel für gelebte Integration. Gerade bei jungen Menschen ist es wichtig für ein offenes und kommunikatives Miteinander zu werben.“
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