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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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It’s the internet, stupid! Web 2.0 ist nicht Geschichte, sondern der Anfang.

geschrieben am 31. Januar 2012

Manchmal wundert man sich schon über Texte, Pressemitteilungen und Gastkommentare von Kollegen/-Innen, sei es aus der eigenen Partei, sei es aus den anderen. Und auch gestern wieder hat es ein Kollege geschafft die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde auf sich und das Handelsblatt zu lenken.

Seine persönliche Meinung zu äußern ist in unserem Land ein gutes Recht, das gerade auch im Netz gelebt und eingefordert wird. Insofern ist es auch gut, wenn man seine Meinung in gekennzeichneten Gastkommentaren veröffentlichen kann. Man muss dann aber auch mit der Kritik leben können. Und bei all der Diskussion um Sopa, Pipa, Acta, Netzsperren oder Zensursula möchte ich mich einmal mit ein paar grundlegenden Gedanken zu Wort melden.

Der Blumenkübel-Moment

Gestern hatte ich ihn wieder: den „Blumenkübel-Moment“. Die einen werden sich nur zu gut an die berühmte Blumenkübel-Geschichte bei Twitter erinnern. Die anderen werden nun mit fragenden Augen diesen Text weiterlesen (oder ihn zu Seite legen). Denn was die Twitter-Gemeinde einige tagelang beschäftigte, ist in der realen Welt kaum wahrgenommen worden. Was hier ein „trending topic“ war, war andererseits keine Nachricht wert. Was will ich damit sagen? Es scheint zwei Parallelwelten zu geben. Eine digitale, die stetig wächst, und eine reale, die nicht kleiner wird, aber durchlässiger. Was die einen Menschen umtreibt und um den Schlaf bringt, löst bei anderen nicht einmal ein Wimpernzucken aus. Dabei möchte ich gleich feststellen, dass ich weder die Begriffe „reale Welt“ noch „Netzgemeinde“ als Kampfbegriffe, die irgendwie ideologisch gefärbt sind, verwenden will. Denn schließlich sind wir einfach alle nur Menschen mit dem kleinen Unterschied, dass die einen etwas mehr Verständnis vom Internet haben und in der Digitalisierung weiter fortgeschritten sind, als die anderen.

Ein Artikel, der die Netzgemeinde frontal angreift und ihr einen „Untergang“ vorhersagt, wird wenig helfen, diese beiden Gruppen zusammenzuführen. Statt so „Stuhlgewitter“(via @saschalobo) auf sich zu ziehen und mit absolutem Unverständnis der anderen Seite gegenüber aufzutreten (von der für mich befremdlichen Kriegsrhetorik möchte ich gar nicht sprechen), sollten – gerade wir Politiker – Brücken bauen.

Digitale Brücken – indem wir uns ohne Scheuklappen ins Netz wagen und auf Tuchfühlung gehen.

Reale Brücken – indem wir durch Veranstaltungen im echten Leben, die mannigfachen Gesichter hinter den noch fantasievolleren Avataren kennenlernen.

Silver Surfer

Ich bin nun alles andere als ein „digital native“. Mit meinem schon ein bisschen fortgeschrittenen Alter (auch wenn ich mich nicht wirklich so alt fühle), gehöre ich ja eigentlich schon zu den „silver Surfern“. Und auch gebe ich weder vor ein Internet-/Netz-/ oder Technikexperte zu sein, noch gehört die Netzpolitik zu meinen Steckenpferden. Und als CSU-Abgeordnete ist das Misstrauen im Netz von Natur aus erst einmal groß.

Im Gegenteil ging die Entwicklung des Internets und die Digitalisierung lange an mir vorbei. Ja, ich gebe auch zu, dass ich lange zu den Menschen gehörte, die Emails ausgedruckt haben.

Für mich kam der Wendepunkt mit zwei Entwicklungen: iPad und Twitter

Ich möchte hier gar keine Schleichwerbung für ein Unternehmen machen, das mit seinem Quartalsgewinn Griechenlands Haushaltsprobleme lösen könnte. Auch möchte ich nicht in die Götzenverehrung eines Steve Jobs einstimmen. Aber für mich persönlich war das iPad eine Revolution und meine Tür ins Internet. Inzwischen schreibe ich rund um die Uhr Mails , kaufe im Internet ein, lese meine e-papers, recherchiere für Reden und buche auch schon einmal Flüge online. Mit meiner lieben Kollegin Doro Bär tausche ich mich über interessante und teils abgefahrene Apps aus und ab und zu entdecke ich inzwischen neue Videos, die nicht einmal meine jungen Mitarbeiter kennen. :-)

Dabei bin ich an das Thema Internet neugierig und unvoreingenommen herangegangen und habe es schätzen und lieben gelernt. Natürlich sind mir auch negative Entwicklungen aufgefallen: so kann man schnell sehr viel Zeit „versurfen“, anstatt die To-Do-Liste abzuarbeiten. Auch liefert wahrlich nicht jeder Blog Qualitätsjournalismus und manchmal habe ich das Gefühl, alle Verschwörungstheoretiker dieser Welt leben sich derzeit im Netz aus. Zudem ist natürlich der ständige Nachrichtenfluss Fluch und Segen zugleich.

Die zweite Entwicklung, die mein Verständnis vom Netz völlig verändert hat, ist Twitter.

Ehrlich gesagt habe ich mit dem Twittern – zunächst auch mit Hilfe meines Teams – in 2009 aus wahlkampftaktischen Gründen angefangen. Auch hier gab es bei mir den großen Schub durch das iPhone, womit ich von überall aus einfach Twittern konnte. Und während ich am Anfang Twitter ausschließlich als „Wo-bin-ich-gerade-und-was-mache-ich-heute-tolles-Tool” nutzte, ohne mit meinen Followern zu kommunizieren, wurde mir erst peu-a-peu klar, was hinter der „Idee Twitter“ steckt.

Inzwischen habe ich tolle Menschen kennengelernt. Ich bekomme ungefiltertes Feedback, Hilfe von meinen Tweeps, kann mich austauschen, oder auch einmal wieder über den FCN jammern. Ich bekomme immer mehr Einladungen einfach per direct message, anstatt auf dem mühsamen Postweg – dies ist schneller und schont auch noch die Umwelt. Und ab und an schaffe ich es auch einmal zu einem Twittagessen. Die Leserbriefe von gestern, sind die Tweets von heute.

Twitter ist meine persönliche digitale Brücke zu den Menschen geworden. Nicht nur in meinem Wahlkreis oder Franken, sondern in ganz Deutschland und der Welt – und glauben Sie mir, da ist ein toller Austausch möglich!

Im September 2011 war ich auf Auslandsreise in Ägypten, dort habe ich in der Tahrir-Lounge im Goethe Institut in Kairo ägyptische Twitterer, Blogger und Internetaktivisten getroffen, die über das Internet ihre Revolution organisiert und ihre Ideen von Freiheit transportiert haben. Was als Stimmen von einzelnen begann, wurde dank der Verbreitungsmöglichkeiten im Internet, zu einem unüberhörbaren Chor der Entrüsteten. Die Arabellion wurde auch in Deutschland – zu Recht- gefeiert.

Aber heute zum ersten Jahrestag ist die Euphorie etwas verfolgen. Die Internetgemeinde ist auf die reale Welt gestoßen, die weit weniger liberal und progressiv ist. Im Gegenteil zeigen die Wahlergebnisse, dass die Bevölkerung weit religiöser und weniger internetaffin ist, als von vielen (im Ausland) gehofft.

Auch hier wieder ein Beispiel für die zwei Parallelwelten.

Mehr Internet wagen

Dennoch ist mein Fazit: Ohne Internet geht zukünftig  nichts mehr. Und deshalb werden alle hiermit verbundenen Themen wichtiger werden.
Die Piraten haben ihr Umfeld gefunden, weil sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. Allerdings muss man auch sagen, dass sie darüber hinaus auch noch nicht viel mehr erkannt bzw. geleistet haben.

Es gilt aber auch festzustellen, dass es eben so viel mehr und manchmal (man mag es kaum glauben) auch wichtigere Themen als das Internet/ die Netzpolitik gibt. Und so wie die Piratenpartei zu eigentlich allen Themen außer dem Internet Lösungen auf die Fragen und Nöte der Menschen finden muss, so müssen die anderen Parteien Antworten auf die Bedürfnisse der Netzgemeinde finden. Politisch erfolgreich wird künftig sein, wer beide Pole am besten verbinden können wird. Denn meines Erachtens ist es falsch, die Problematiken der Netzpolitik immer abgekoppelt von den anderen Politikfeldern zu sehen. Nichts ist monokausal und eine derartige Betrachtungsweise ist schlicht zu eingeengt, um dauerhafte und allseits befriedende Lösungen zu finden.

Warum dieser Text?

Die gestrige Diskussion hat mir keine Ruhe gelassen. Gedanken, die sich über Monate entwickelt haben, wollte ich einmal zu Papier bringen. :-)

Mein Vorschlag ist, wir sollten die reale nicht gegen die digitale Welt ausspielen, sondern vernünftig miteinander reden. Dies gilt allerdings für beide Seiten. Denn häufig reagiert die Netzgemeinde mit übertriebenen Hohn und Spott auf Ansichten, die sie in dieser Form nicht teilt. Diese Reaktionen tragen aber nicht gerade dazu bei, dass internetkritische Politiker ihr Herz für die Netzpolitik entdecken. Auch die Reaktionen auf den Kommentar meines Kollegen im Netz waren einmal wieder einmal übertrieben. Auch bei den schier nicht enden wollenden Tweets von Volker Beck zu diesem Thema habe ich mich gefragt, ob es ihm eigentlich um die Netzpolitik geht, oder nur um Unions-Bashing?

Auch kann ich manchmal nicht nachvollziehen (und so wird es vielen Politikern gehen), dass gegen den Staat und die Regierung ein derartiges Misstrauen herrscht. Dagegen wird Internet/- und Technikunternehmen, die nichts anderes als kapitalistische Big Player sind, häufig blind vertraut. Diese Unternehmen mögen vielleicht in ihren Gründerjahren ehrenwerte Ziele verfolgt haben. Aber börsennotierte Konzerne, verfolgen sicherlich nicht ausschließlich das Wohl und Wehe der Netzgemeinde. Gleichzeitig möchte ich auch gar nicht abstreiten, dass der Staat und seine Vertreter kritisch bei ihrer Arbeit begleitet werden sollten. Auch hier ist viel Raum für beide Seiten, um sich auf einem gesunden Niveau des Misstrauens, aber auch des Vertrauens zu treffen.

Genauso wenig verstehe ich, wie manche Kollegen/-Innen Pressemitteilungen en masse veröffentlichen, obwohl ihnen offensichtlich die Expertise auf diesem Gebiet fehlt oder zu mindestens die Toleranz Dinge auch einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wenn selbst ich als politischer Oldie, CSU-Frau und aus Bayern kommend, den Weg ins Netz geschafft habe, dann sollte es doch die Mehrheit meiner Kollegen/-Innen erst recht schaffen. Zu mindestens einen Versuch wäre es doch wert, oder?

Fraglich bleibt nun, wie wir mit all diesen Themen in Zukunft umgehen.

Ein indianisches Sprichwort sagt: Du sollst nicht über einen anderen urteilen, wenn du nicht mindestens 100 Meter in seinen Mokassins gelaufen bist.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die internetkritischen Politiker und Zeitgenossen sich mit unvoreingenommener Neugier diesem Themenkomplex annehmen und einmal versuchen, politische Fragen auch aus der Perspektive der Netzgemeinde zu betrachten.

Gleichzeitig wünsche ich mir, dass auch die Netzgemeinde erkennt, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und dass sich nicht alle Lebenssachverhalte einfach digitalisieren lassen. Ich möchte die Menschen, die sich im Internet und in der digitalisierten Welt zuhause fühlen ermuntern, neuen Usern unter die Arme zu greifen und sie so auf die zahlreichen Vorteile des Internets aufmerksam zu machen. Dabei möchte ich noch einmal klarstellen, dass der digitale Bruch durch die Gesellschaft nicht entlang einer Altersgrenze zu erkennen ist. Beispielsweise habe ich neulich meinen Sohn aufgeklärt, was ein #Hashtag ist. :-)

Web 2.0 ist nicht Geschichte, sondern der Anfang.

Und es wird geprägt, von den Menschen, die es nutzen. Wir müssen aber die Vorteile und Scheu hiergegen abbauen. Als es die ersten Autos gaben, hatten die Menschen auch hiervor Angst. Heute sehe ich aber kaum mehr Pferdefuhrwerke auf den Straßen. Als der erste Mann in die Lüfte ging, wollte ihm kaum einer folgen. Heute freuen wir uns, wenn wir mit hunderten anderen Passagieren in einem A380 fliegen können. Veränderung, Neues, Ungewohntes ist per se nichts Schlimmes. Was sich daraus entwickeln kann, liegt aber an uns allen!

Zusammen können wir sicherlich mehr erreichen, als gegeneinander. Lasst uns in einen ehrlichen und vorurteilsfreien Dialog treten. Lasst uns die verschiedenen Thematiken und Probleme offen diskutieren. Ich habe das Gefühl, dies könnte ein sehr interessanter Austausch werden.

Und wie es zu Zeiten Bill Clintons in den 90er Jahren noch hieß: It’s the economy, stupid! So muss es heute wohl heißen: It’s the internet, stupid!

(Eintrag fürs Logbuch: Es ist nun 0:15 – musste mir diesen Text einfach einmal von der Seele schreiben. Eure Silver Surferin Dagmar Wöhrl:-) )

PDF Download, Statement, 31. Januar 2012

Rede anlässlich Sommerempfang der Gewerbewirtschaft in Regenstauf am 2. September 2009

geschrieben am 2. September 2009

Ich freue mich, dass ich heute hier im schönen Regenstauf zu Gast sein darf. Vielen Dank für die Einladung.  Es ist immer wieder schön, aus Berlin zurück nach Bayern zu kommen. In der Heimat ist es einfach am schönsten.Das liegt nicht nur an der Landschaft, es sind vor allem die Menschen mit ihrer Herzlichkeit, ihrem Fleiß und ihrer Bodenständigkeit, denen ich mich so verbunden fühle.
Und es ist auch immer anregend, eine Parteifreundin im Einsatz zu erleben. Denn ich muss sagen, liebe Frau Stierstorfer: Ihr Elan, Ihre Energie,  Ihre Durchsetzungskraft – sie sind hochansteckend! Sie haben für Ihre Region enorm viel erreicht, ja erkämpft. Und auch als Kreisvorsitzende der Frauenunion beweisen Sie: Es geht nichts über Frauenpower! Da werden keine langen Reden gehalten, da wird angepackt – pragmatisch, gezielt, ergebnisorientiert!

Charme und Hartnäckigkeit – das ist eine unwiderstehliche Mischung, damit kann man alles erreichen. Das beweist der Einsatz von Frau Stierstorfer!
Auf die Ergebnisse kann man stolz sein: Es ist toll, zu sehen, wie dynamisch sich die Oberpfalz und vor allem die Region Regensburg in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Seit 1990 hat sich das Bruttoinlandsprodukt im Landkreis Regensburg mehr als verdoppelt [von 1.609 Mio. Euro 1990 auf 3.475 Mio. Euro 2007].
Hier ist eine zukunftsträchtige Wirtschaftsstruktur entstanden. Daran haben die vielen fleißigen, kreativen und innovativen mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer großen Anteil. Es zeigt sich: Tradition und Innovation sind hier keine Gegensätze. Was mir als Technologiebeauftragte meines Hauses besonders imponiert: Neben den Industrien, die hier schon seit langem verwurzelt sind, haben auch neue Technologien erfolgreich Einzug gehalten.  Das „Cluster Biotechnologie“ in Regensburg bspw. gehört beim Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu den zehn Finalisten aus Bayern. Klasse!

Rede im PDF Format zum Download

Bayerisches Gründerfieber

geschrieben am 23. Juli 2009

Bayern ist das Hightech-Gründerland Nummer 1 in Deutschland. Laut dem Forschungs-Institut ZEW gingen hier die meisten Technologiefirmen an den Start. Das zeigt mir, dass wir in Bayern vieles richtig gemacht haben. Und es bestätigt mich in meinem Kurs, die Technologieförderung weiter voranzutreiben. Zum Beispiel haben wir in dieser Legislaturperiode den 270 Millionen Euro schweren Hightech-Gründerfond ins Leben gerufen. Fast ein Viertel aller Investitionszusagen entfallen hier auf den Freistaat.

Dennoch gibt es weiter viel zu tun. Auch die Hochtechnologiebranche kann sich der Wirtschaftskrise nicht entziehen. Banken und Wagniskapitalgeber halten sich zurück und sinkende Erträge infolge der Wirtschaftsflaute verhindern Investitionen aus eigener Tasche. Wenn wir nicht den Anschluss an die Weltspitze verlieren wollen, müssen wir weiter Gas geben. Meine Vision: Deutschland muss in der kommenden Legislaturperiode wieder zu einer der attraktivsten Regionen für Business Angels und Chancenkapital in Europa werden – insbesondere durch steuerliche Anreize für privates Investment in unsere Zukunftsmärkte. Dafür werde ich mich weiter engagieren.

Grußwort anlässlich des 60. Delegiertentages des Deutschen Schaustellerbundes e.V. am 12. Januar 2009 in Berlin.

geschrieben am 12. Januar 2009

„Schausteller“, das weckt angenehme Assoziationen und Erinnerungen, man denkt an Feste und Märkte, die man besucht hat und auch in Zukunft noch besuchen wird. Als Nürnbergerin bin ich mit einem der bekanntesten -und aus meiner Sicht natürlich auch schönsten- der deutschen Weihnachtsmärkte groß geworden. Und ein Gang über den Nürnberger Christkindlsmarkt gehört auch heute noch zu meinen persönlichen Höhepunkten in der Vorweihnachtszeit.

Aber es sind nicht nur die Weihnachtsmärkte, gerade in Bayern gibt es eine Vielzahl kleinerer und größerer Volksfeste, die teilweise schon seit Jahrhunderten dazu gehören und wichtiger Teil der Kultur des Veranstaltungsortes sind. Und ich meine damit durchaus nicht nur das Münchener Oktoberfest oder das Nürnberger Herbstvolksfest. Der Besuch von Volksfesten gehört zu den beliebtesten Freizeitgestaltungen in Deutschland und (um es mit einem Berliner zu sagen, auch wenn dieser nicht meiner Partei angehört): das ist auch gut so!

Und, noch wichtiger: das soll auch so bleiben! Dem Bundeswirtschaftsministerium sind und waren deshalb die Belange Ihrer Branche schon immer ein wichtiges Anliegen. Ich brauche hier nicht extra zu betonen, dass zu unserem Haus traditionell exzellente Verbindungen bestehen. Heute können Sie das schon daraus ersehen, dass vor mir hier bereits der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus aus unserem Haus, Ernst Hinsken, ein Grußwort gehalten hat.

Vor allem können Sie das aber daran erkennen, dass wir uns selbstverständlich auch inhaltlich immer für Ihre berechtigten Interessen einsetzen. Für viele von Ihnen ist die momentan sicherlich wichtigste Frage: „Wie kann man trotz Finanzkrise erreichen, dass die Leute Volksfeste weiterhin besuchen, und dass sie dort auch noch für steigende Umsätze sorgen?

Die Bundesregierung hat mit einem Finanzmarkstabilisierungsgesetz und einem anschließenden konjunkturellen Maßnahmenpaket hierfür die Rahmenbedingungen geschaffen. Wir haben dabei zunächst sichergestellt, dass Industrie und Handel ausreichend mit Liquidität und Krediten versorgt sind. Damit werden die finanziellen Grundlagen für unternehmerisch notwendige Investitionen gefestigt

Rede im PDF Format zum Download
Deutscher Schaustellerbund e. V.

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