Rede Mittelstand, Unternehmertum und kooperative Ökonomie anlässlich der Partnerschaftsversammlung von Opticland am 19.4.2010 in Nürnberg
Sehr geehrte Damen und Herren,
es gibt nur wenige Branchen von denen man behaupten kann, dass sie ihren Kunden zum Durchblick verhelfen – deren Produkte eine klarere Sicht der Dinge schaffen.
Die Augenoptiker zählen sicherlich dazu. Und im Zuge des demografischen Wandels wächst ihre Bedeutung (Stichwort: Alterssichtigkeit). Die Alterung der Gesellschaft verschafft langfristig gute Geschäftsaussichten. Aber wie sieht die aktuelle Lage aus? Morgen (20.4.) stellt der ZVA (Zentralverband der Augenoptiker) die wichtigsten Branchenkennzahlen für 2009 vor. Ich bin gespannt, wie sich die Augenoptiker durch das Krisenjahr 2009 gekämpft haben.
In den letzten Jahren ist der Branchenumsatz kontinuierlich gestiegen – ebenso wie die Beschäftigten- und Auszubildendenzahlen (Drei Viertel des Nachwuchses ist weiblich). 2008 lag die Arbeitslosenquote in der Branche bei lediglich 2,7%. Das ist beeindruckend.
Natürlich hat die Wirtschaftskrise auch die Augenoptiker getroffen. Aber ich denke, dass die morgigen Zahlen zeigen werden, dass die Branche glimpflicher durch die Krise gekommen ist, als befürchtet. Soweit ich informiert bin, ist der Branchenumsatz 2009 um ca. 1,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (informelle Angabe des ZVA).
Und auch Daten der Gesamtwirtschaft geben Anlass zum Optimismus. Die Industrieproduktion legt zu Jahresbeginn weiter zu.
Und auch der Handel kann sich behaupten. Mehr als drei Viertel der Händler bewerten ihre Lage als gut oder befriedigend (DIHK-Handelsreport 2010).
Was die Erwartungen für 2010 angeht, blickt der Großhandel wieder mit deutlich mehr Optimismus in die Zukunft als im Vorjahr. Die Erwartungen im Einzelhandel bleiben dagegen etwas zurückhaltender, aber sie verbessern sich immerhin leicht.
Das lange Zeit befürchtete “dicke Ende” beim Konsum dürfte ausbleiben – vor allem dank des erfreulich robusten Arbeitsmarktes. Die Arbeitslosigkeit ist im März saisonbereinigt gesunken – sowohl gegenüber dem Vormonat (-1,3%) als auch gegenüber dem Vorjahr (-0,5%). [...]


