Dagmar Wöhrl im Gespräch mit Uwe Lueb im SWR2 Tagesgespräch
Vor der Haiti-Geber-Konferenz sagte die Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, CSU: „Haiti ist kein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit“
Deutschland wird sich an der internationalen Hilfe für Haiti weiter beteiligen. Das sagte die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, CSU, im Südwestrundfunk (SWR). Bisher habe Deutschland direkt, über die EU und die Weltbank schon rund 180 Millionen Euro für Haiti bereit gestellt. Außerdem leiste Deutschland technische Hilfe in Haiti. So würden etwa KFZ-Mechaniker ausgebildet, Wiederaufforstungs- programme unterstützt und ein so genannter Mikrofinanzsektor aufgebaut.
Allerdings sei Haiti kein Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit und werde es auch nicht werden, so Wöhrl im SWR.
Audiobeitrag: Interview Dagmar Wöhrl Mitschnitt aus SWR2 Tagesgespräch, (Mittwoch, 31. März 2010 07.31 Uhr).
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Dagmar Wöhrl zum Weltfrauentag 2010
Dagmar Wöhrl erklärt: „Artikel 3 unseres Grundgesetzes lautet: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Schön wärs, kann ich nur sagen.“
Chancengerechtigkeit bleibt für Wöhrl ein aktuelles Thema. Für Deutschland komme es darauf an, die Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern endlich zu bekämpfen: „Frauen erhalten fast 1/3 weniger Lohn als Männer – für die gleiche Arbeit. Sie verdienen mehr! Es reicht nicht, einmal im Jahr darüber zu reden. Wir Frauen müssen täglich Gleichberechtigung einfordern – auf allen Ebenen.“
Der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“, wie er offiziell heißt, ist für viele Entwicklungs- und Schwellenländer ein gesetzlicher Feiertag! „Meistens haben diese Frauen nur ihre Arbeitskraft, auf die sie sich verlassen können. Wenn ihnen eine Idee kommt, haben sie zu wenig Geld, sie unternehmerisch umzusetzen. Deshalb muss die Entwicklungszusammenarbeit mehr mit Mikrokrediten operieren.“
Wöhrl vertritt die Auffassung, das starke soziale Gefüge in vielen Entwicklungsländern führe dazu, dass die Frauen das Geld verantwortungsbewusst zurückzahlen: „Kredite sind bei Frauen besser aufgehoben als bei Männern. Die Mikrokreditinstitute haben Rückzahlungsquoten von bis zu 98% – mehr als bei herkömmlichen Banken und vor allem mehr als bei Männern! So gewinnen Frauen mit dem Geld nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch Respekt und Selbstachtung.“
Pressemitteilung, 08. März 2010
Audiobeitrag: Interview Dagmar Wöhrl Mitschnitt der ENERGY Nürnberg Morningshow (Montag, 8. März 2010).
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