Die Wildsau im Blätterwald – Meine Gegendarstellung

Zu den mir im Spiegel und in der Leipziger Volkszeitung gemachten Vorwürfen bzgl. meiner Reise mit Bundesminister Niebel nach Myanmar und Laos möchte ich mich öffentlich erklären. Ich finde die Forderungen nach mehr Transparenz in der Politik berechtigt und möchte hierzu meinen Beitrag leisten. Deshalb will ich mich hier zu allen Vorwürfen äußern und auch die dazugehörigen Dokumente veröffentlichen.

Hätten die Journalisten einfach einmal das Gespräch mit mir gesucht, hätten mögliche Missverständnisse ausgeräumt werden können und es wäre vielleicht Raum für wichtigere Themen entstanden. Denn viel lieber wäre es mir gewesen, wenn die Entwicklungspolitik einen Platz in den Medien gefunden hätte. Aber leider ist hieran das Interesse gewöhnlich gering. Aber dank neuer Kommunikationsmittel gibt mir meine eigene Homepage die Möglichkeit, eine Richtigstellung vorzunehmen.

Auf den Artikel „Fremdschämen in Myanmar“ aus der Leipziger Volkszeitung von Dieter Wonka vom 18.2. 2012 und den Artikel im Bereich „Personalien“ aus dem aktuellen SPIEGEL, Heft Nr.8, (beide kann ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht auf meiner Homepage veröffentlichen) habe ich zahlreiche Zuschriften und Emails erhalten.

Sie waren allesamt kritisch, aber ich möchte den Menschen in ganz Deutschland danken, die mich nicht bloß aufgrund der Lektüre der Artikel beurteilt haben, sondern sich die Mühe gemacht hatten, mir zu schreiben, um mich nach meiner Sicht der Dinge zu fragen. Ich habe im Verlauf der Woche allen Personen, die mich kontaktiert hatten, durch mein Büro mitgeteilt, dass ich diese gerne persönlich kontaktieren möchte, um die Vorfälle zu erklären. Bei denjenigen, die mir eine Nummer geschickt haben, habe ich inzwischen begonnen anzurufen und werde dies am kommenden Wochenende auch fortsetzen.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass die Leser der Artikel denken müssen, dass die dort beschriebene Person einfach nur unmöglich ist. Aber in der dort beschriebenen Person kann ich mich nicht wiedererkennen.

Egal wie sehr ich mich in meine politische Arbeit stürze, egal wie sehr ich mich ehrenamtlich engagiere und egal wie erfolgreich ich als Rechtsanwältin und Unternehmerin war – so werde ich seit drei Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen von Journalisten, von Menschen, die mich nicht näher kennen, von der politischen Konkurrenz und auch von Mitgliedern aus meiner eigenen Partei, auf einen Dreiklang reduziert: Miss Germany, vermögende Ehefrau und Blondine.

Drei Attribute, die allesamt relativ negativ in unserer Gesellschaft besetzt sind, die in der Kombination aber verheerend wirken. Sie verletzen, vereinfachen und verkürzen. Eine Mischung, die für einen Artikel immer gut ist: Empörung, Neid und die Bedienung von Vorurteilen.

Und vielleicht gebe ich auch selbst teilweise Anlass, diese Thesen zu unterstützen. Vielleicht wirke ich oft unnahbar. Wenn man im Leben aber so oft derart hart attackiert und enttäuscht wurde, schottet man sich irgendwann ab. Und vielleicht bin ich nicht die begnadetste Rednerin, die nur in O-Tönen sprechen kann. So rutschen mir sicherlich immer wieder Bemerkungen heraus, für die ich mir am liebsten selbst auf die Zunge beißen möchte. Aber wenn man noch authentische Politiker möchte, dann kann man nicht erwarten, dass sie zu jederzeit in Bestform sind und nur in „politisch korrekten Phrasen“ sprechen. Wenn ich also selbst daran mit Schuld trage, dass diese Vorurteile immer wieder bedient werden können, dann tut mir dies von Herzen leid. Denn ich schade damit keinem Menschen mehr als mir selbst.

Aber mir hat Politik noch nie mehr Freude bereitet als heute und ich habe die Arbeit mit und für die Menschen nie erfüllender empfunden. Durch Twitter und Facebook erlebe ich den Austausch mit den Bürgern ganz neu und viel intensiver als dies früher möglich war. Mich freut es, wie sich viele Menschen mit mir auseinandersetzen, oft kritisch, aber zumeist vorurteilslos. Politik kann ich nun ganz anders gestalten. In der Entwicklungspolitik kombiniere ich zwei Dinge, die mich immer beschäftigt haben: Wirtschaft und soziales Engagement.

Ich habe mich seit Jahrzehnten privat in der Entwicklungshilfe engagiert und nach dem Tod meines Sohnes Emanuel auch mit unserer eigenen Stiftung. Insofern bin ich erst spät zur Entwicklungspolitik gestoßen. Ich kann meiner Arbeit mit Herz und Verstand nachgehen und profitiere von den Erfahrungen aus meinem jahrelangen privaten Engagement.

Ich habe das Reiseprogramm für Myanmar und Laos zur Verfügung gestellt, damit Sie sich einen eigenen Eindruck von den Terminen machen können. Auch habe ich die mir heute zugegangenen Fragen des Spiegels samt meiner Antworten auf meiner Homepage veröffentlicht.

Insofern hier Übereinstimmungen mit dem Artikel in der Leipziger Volkszeitung und den Fragen des Spiegels bestehen, gehe ich hier nicht noch einmal gesondert darauf ein. Zu den weiteren Vorwürfen von Herrn Wonka möchte ich aber noch Stellung beziehen.

Die 100 $ -Schein-Geschichte
Aus unserem Reiseprogramm war nicht ersichtlich, dass an diesem Termin, die Möglichkeit bestehen würde, den Einheimischen etwas abzukaufen. Ich tue dies grundsätzlich auf all meinen Reisen, um die lokale Wirtschaft anzukurbeln und den Menschen für ihre Arbeit einen Gegenwert zu geben. Da mir bewusst war, dass ich nicht mit einem 100-Dollar-Schein bezahlen konnte, habe ich innerhalb der Reisegruppe gefragt, ob mir jemand diesen Schein wechseln könne. Dabei kam es zu einer ungewöhnlichen Koalition, denn MdB Annette Groth von der LINKEN hat mir netterweise 25 Dollar geliehen. Soviel hat die Tasche gekostet, die ich dort von lokalen Händlern erworben habe und nicht nur zwei Dollar, wie dies im SPIEGEL behauptet wurde.

Stellungnahme zur „Idylle-Äußerung“
Bei dem Besuch eines Projekts der Welthungerhilfe im Dorf Sandar Yaw, habe ich angeblich beim Anblick einer Wildsau mit ihren Jungen gesagt, dies sei „idyllisch“. Dies stimmt aber nicht. Ich habe gesagt, die Tiere seien „oardli“. Dies ist ein fränkischer Ausdruck, der so viel wie „putzig“ bedeutet. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Tierliebhaber bin und mich seit Jahrzehnten ehrenamtlich im Tierschutz engagiere. Aber beim besten Willen will sich mir nicht erschließen, was an dieser Aussage verwerflich sein soll.

Schlussworte
Zu guter Letzt möchte ich mich noch einmal aufrichtig entschuldigen, wenn ich mit meinem Verhalten oder meinen Worten jemanden brüskiert haben oder eine derartige Berichterstattung ermöglicht haben sollte. Die Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen in Entwicklungsländern (über)leben, liegen mir sehr am Herzen und ich tue, sowohl politisch als auch mit meinem privatem Engagement, alles, was ich leisten kann, um die Lebenssituation dieser Menschen vor Ort zu verbessern und um die Bevölkerung in Deutschland für die Themen der Entwicklungszusammenarbeit zu sensibilisieren.

Es wäre schön, wenn meine politische Arbeit nicht durch aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und Sachverhalte, bewusste Falschaussagen in der Presse und unglückliche Formulierungen meinerseits beeinträchtigt würde.

Ich bin weder ein Freund der Salamitaktik, noch von unreflektierter Berichterstattung. Deswegen habe alle Anfragen und Vorwürfe auf meiner eigenen Homepage veröffentlicht, denn ich will mich diesen Vorfällen offen und ehrlich stellen.

Ihre/Eure

Dagmar Wöhrl

 

Nachstehend finden Sie die Fragen des Spiegels und meine Antworten, die ich heute an den Verlag gesendet habe:

1. Stimmt es, dass Sie in Laos ein Geschenk der Botschaft auf Ihrem Hotelzimmer erwartete haben?

Nein, ich habe kein Gastgeschenk erwartet, im Übrigen bin ich der Auffassung, dass diese Höflichkeitsgeschenke nicht von Nöten sind und das Geld in den Entwicklungsländern besser angelegt werden könnte. Ich lege auch zukünftig keinen Wert darauf, Gastgeschenke zu erhalten.

2. Stimmt es, dass Sie sich bei der Botschaft über das Fehlen eines Gastgeschenkes beschwert haben?

Ich habe der Botschaft nicht mitgeteilt, dass ich ein Gastgeschenk erwartet hätte.

3. Stimmt es, dass Sie in Laos einkaufen gegangen sind, statt an dem Besuch einer Berufsschule teilzunehmen?

Ich habe, im Gegensatz zu manch anderen Mitreisenden, an allen Terminen auf der Reise nach Burma und Laos teilgenommen, außer an dem Besuch der Berufsschule. Hieran habe ich aber nach Nachfrage und mit dem Einvernehmen von Bundesminister Niebel nicht teilgenommen. Der Grund hierfür war der Rücktritt des Bundespräsidenten. Es gab Presseanfragen aus Deutschland und ich wurde von meinem Nürnberger Büro über die aktuellen Geschehnisse aufgeklärt. Da nur im Hotel W-Lan zur Verfügung stand und ich mich zu den Vorgängen in Deutschland äußern wollte, bat ich den Minister um die Freistellung für den Termin. Wie Sie meiner Homepage und auch meinem Twitter-Account entnehmen können, habe ich mich zum Rücktritt des Bundespräsidenten geäußert. Es stimmt, dass ich mich darüber hinaus für ca. 25 Minuten in der nächsten Umgebung des Hotels nach kleinen Mitbringsel umgeschaut habe, wie ich dies üblicherweise u.a. für meine Mitarbeiter, die meine Reisen inhaltlich und organisatorisch vorbereiten, tue. Da die Zeit extrem kurz war, war ich froh, dass mich der Lebenspartner des deutschen Botschafters kurz begleitet hat. Ein weiterer Grund für meine Besorgungen war, dass ich meinem Bundestagskollegen Koppelin meine gesamten Erkältungsmedikamente gegeben hatte. Da ich nun selbst erkrankt war, habe ich in einer Apotheke Medikamente gegen meine Halsschmerzen erworben.

4. Stimmt es, dass Sie sich bei einem Abendessen, das die laotische Parlamentspräsidentin gegeben hat auf den für den deutschen Botschafter vorgesehenen Platz setzen wollten?

Ich wollte mich nicht auf den Platz des Botschafters setzen. Auf Grund der Vielzahl der Teilnehmer, kann ich Ihnen nicht einmal mehr genau sagen, wo der Botschafter bei dieser Veranstaltung saß. Nachdem ich nicht gleich meinen Platz gefunden habe, erkundigte ich mich bei einer Mitarbeiterin nach einem Sitzplan. Daraufhin wurde ich von ihr zu meinem Platz geführt, welcher mit meinem Tischkärtchen versehen war.

5. Stimmt es, dass Sie zu einem Reporter des ARD-Hörfunks gesagt haben, die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi sehe auch deshalb so gut aus, weil sie „jahrelang keinen Stress gehabt hat“.

Ich habe im Laufe der Reise zahlreiche Gespräche mit Journalisten, Kollegen und Mitarbeitern der Botschaft geführt, sodass ich mich an den genauen Wortlaut dieses Gespräches nicht mehr erinnern kann. Was ich in mehreren Gesprächen über Aung San Suu Kyi zum Ausdruck bringen wollte, war, dass die Friedensnobelpreisträgerin eine sehr starke Frau ist, der man die 20 Jahre Hausarrest und die auch damit verbundenen physischen und psychischen Qualen nicht ansieht. Dies war durchweg positiv und als besondere Wertschätzung gemeint. Falls meine Wortwahl dies aber nicht so zum Ausdruck gebracht haben sollte, tut mir dies von Herzen leid. Nichts liegt mir ferner, als die durch ihre Standhaftigkeit gebrachten Opfer und Entbehrungen, schmälern zu wollen. Ich denke, meine Tweets über das Treffen haben dies deutlich zum Ausdruck gebracht.

Zusätzliche Frage:
Stimmt es, dass Sie Herrn Koppelin gebeten haben, sich bei der Botschaft über das fehlende Begrüßungsgeschenk zu beschweren?

Nein, ich habe Herrn Koppelin nicht gebeten, sich bei der Botschaft über ein fehlendes Begrüßungsgeschenk zu beschweren. Im Gegenteil hat sich Herr Koppelin von sich aus hierüber beschwert. Als ich von diesem Vorgang erfahren habe, habe ich Herrn Koppelin mitgeteilt, dass ich dieses Vorgehen als kleinlich empfinde.

 

Nachstehend finden Sie die Faxanfragen des Spiegels sowie das Reiseprogramm für Myanmar und Laos:

Fax Anfrage von „Der Spiegel“ Mitarbeiter Ralf Neukirch vom 23. Februar 2012

Zweite Fax Anfrage von „Der Spiegel“ Mitarbeiter Ralf Neukirch vom 24. Februar 2012

Programm / Reiseablauf Myanmar

Programm / Reiseablauf Laos

Da sich das Programm am Freitag, den 17.2. vor Ort noch einmal geändert, hier noch die finale, tatsächlich erfolgte Reihenfolge:
Programm / Reiseablauf Laos vor Ort

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25 Kommentare zu Die Wildsau im Blätterwald – Meine Gegendarstellung

  1. Streitblog 22. Oktober 2012 at 12:42 #

    Sehr geehrte Frau Wöhrl, meine besten Glückwünsche zu ihrer Gegendarstellung! Politik sollte sich ruhig mal von der menschlichen Seite zeigen. Sie sind mit ihrem Verhalten hier ein sehr gutes Beispiel.

  2. Jonas 5. März 2012 at 10:10 #

    Hier in der Oberpfalz bin ich eher damit beschäftigt gegen die CSU zu wählen – bisher auch im vollen Glauben, dass nicht ein einziger CSU Politiker auch nur ansatzweise von mir akzeptable Meinungen vertritt. Das haben sie jetzt geändert. Respekt vor einer solchen Nutzung neuer Medien, ich hoffe, dass mehr ihrer Kollegen sich so auf das Internet einstellen. Und zwar unabhängig vom Thema.

  3. Stephan Siemer 2. März 2012 at 18:47 #

    Serh geehrte Frau Wöhrl!
    Vielen herzlichen Dank für Ihre offensive und umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Diese gibt all denjenigen, die den SPIEGEL-Artikel hinterfragen und nicht nur als gegeben hinnehmen wollen, die Möglichkeit, sich ein eigenes Urteil zu bilden. UNd das fällt mir bei anders aus, als man nach dem SPIEGEL-Artikel vermuten würde.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Stephan Siemer, Vechta

  4. Prof. Moritz Hunzinger 2. März 2012 at 17:29 #

    Nichts ist älter als der Spiegel von gestern.

  5. Jürgen Falter 2. März 2012 at 13:28 #

    Einmal mehr zeigt sich die Politik als Opfer der Medien. Ein Hilferuf nach Sympathie, der nach Guttenberg und Wulff kaum mehr an Glaubwürdigkeit gewinnen kann. Vielmehr zeigt sich auch hier, wie fadenscheinig und wenig sachlich Stellung bezogen wird, um möglichst gut dazustehen. Sicher, ein solches unwürdiges Verhalten würde keinen Rücktritt rechtfertigen, vielmehr aber mal den Schneid, einfach sachlich und ohne Gejammer auf Vorwürfe einzugehen – alleine #1 in der direkten Antwort auf den Spiegel-Artikel hätte schon von Wulff stammen können – und sich einsichtig zu zeigen (statt jammernd auf die mangelnde Präsenz des Entwicklungsministeriums in den Medien hinzuweisen, übrigens ein Ministerium dessen Minister es selbst vor der Bundestagswahl abschaffen wollte). Nein, Ihre Stellungnahme ist vor allem peinlich und zeigt ein weiteres Mal, wie sehr sich die Klasse der Politiker als abgesondert vom Volke sieht. Ihre dadurch gezeigte Netzaffinität rettet da wenig Sympathien. Viel mehr, allem Jammern zum Trotz, von Ihnen und Ihren Fans (als politische Anhänger wohl kaum zu bezeichnen und ernstzunehmen), ist es wichtiger denn je, dass sich die Medien als vierte Gewalt hervortun, gerade die Nötigung durch Fälle wie Wulff und Guttenberg belegen dies – dass Ihre Kaste nun in Mitleidssuchen und Jammern und vor allem Angst um das Image verfällt ist längst überfällig. Wenn die Politik und Ihre Akteure so gut wie nicht durch den Souverän (zur Erinnerung: das Volk) einer Kontrolle unterliegen, so ist es an der Zeit, andere Kontrollorgane zu nutzen, denn scheinbar scheinen moralische und auch juristische Gesetzte kaum noch eine Rolle zu spielen für die Klasse der Politiker, die Manager des Volkes.

  6. tuenf 2. März 2012 at 12:25 #

    Das ist das Progressivste, was ich je von einem Unionspolitiker erlebt habe, ich bin richtig baff. Möge Ihr Beispiel Schule machen!

  7. Kai C 1. März 2012 at 00:33 #

    Hallo Frau Wöhrl,

    ich muss Ihnen meine Hochachtung für diese Stellungnahme aussprechen.
    Die ständige Diffarmierung durch die Medien nimmt leider langsam überhand, fehlerhafte / bewusst reisserische Berichterstattung ist mittlerweile an der Tagesordnung.
    Ich finde es gut, dass Sie dies nicht auf sich sitzen lassen und die Vorwürfe richtig stellen.

    Ich selbst gehöre einer häufig im Ziel der Medien (und leider auch der Politik, unter anderem Ihrer Parteikollegen) stehenden Personengruppe an – ich bin Sportschütze und Legalwaffenbesitzer. Ich weiß daher nur zu gut wie schwer es ist, sich gegen den Medialen Irrsinn der heutzutage so häufig verzapft wird zu wehren. In unserem Fall ist es leider nahezu aussichtslos, da es keine organisierte Interessenvertretung gibt und die Medien so von vorurteilen und Fehlinformationen geblendet sind, dass eine sachliche Richtigstellung schier unmöglich ist.

    Daher nochmals: Hut ab vor Ihrem Mut zur Selbstverteidigung und Ihr Engagement, vor allem aber auch für Ihre Offenheit für neue Medien wie etwa Facebook und Twitter.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Kai C.

  8. Christian 28. Februar 2012 at 07:26 #

    Dankeschön .Ich wünschte wirklich es gäbe mehr Menschen wie sie . Herrlich erfrischend und ehrlich.

  9. mikerolli 27. Februar 2012 at 16:30 #

    Erschütternd, mit wieviel penetranter Dämlichkeit sich ein Politprofi herumschlagen muss.Nach Wulff wolen die Enthüller jetzt wohl mit Gewalt jede Woche eine(n) zur Strecke bringen. Die Jagd ist auf! Bewundernswert, mit welcher Geduld Sie sich diesen grenzdebilen Schreiberlein stellen. Ich wünsche Ihnen mehr Zeit für die wichtigen Dinge!

  10. Reinhard aus Reinickendorf 27. Februar 2012 at 16:25 #

    Noch gestern hätte ich betont, der CSU und Menschen, die sie repräsentieren, bestimmt keine Respekt zollenden Kommentare schicken zu wollen. Nun ist alles anders.

    Liebe Dagmar, Hochachtung für Ihre Art, mit der Situation umzugehen. Was für eine Backpfeife (berlinischer Ausdruck, hoffentlich in Bayern bekannt) für die beiden Gazetten und ihre beteiligten „Journalisten“. Kein Urteil zur Leipziger Volkszeitung, ich kenne sie nicht. Aber wie so oft in letzter Zeit beim Spiegel empfinde ich Vorteile, ein alter Mann zu sein. Nämlich sich noch an den „Spiegel“ zu erinnern, wie er nicht unter Aussetzung jedweder journalistischer Grundsätze versuchte, die wöchentliche Bild-Zeitung zu werden. Und da schon ziemlich weit gekommen ist.
    Gerade bei der Sucht, Dinge schlecht bis gar nicht recherchiert in den Dreck zu ziehen, um Quote zu machen, liefern sich „Bild“ und „Spiegel“ ein abstruses Kopf-an-Kopf-Rennen.

    Schade, dass Sie – neue Verehrte – Zeit mit Richtigstellungen verplempern (schon wieder Berlin) müssen. Bitte verändern Sie sich nicht und helfen dadurch, die von Ihnen bedienten drei Klischees (O-Ton Wöhrl, geht doch mit O-Tönen!) zu zerstäuben.

  11. Heinrich C. Kuhn 27. Februar 2012 at 14:06 #

    Danke für eine im positiven Sinne höchst beeindruckende, professionelle, vorbildliche Antwort auf ungünstige Presseberichterstattung.

    Respekt!

  12. S.Ronge 27. Februar 2012 at 14:05 #

    Auch ich bin nicht wirklich Fan der CSU!
    Kein Wunder als Bremer lebt man schon gefühlte 100 Jahre mit der SPD nur in unterschiedlichen Varianten.

    Aber ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen!
    Es wäre toll wenn es noch mehr Politiker wie sie geben würde.
    Offen und Transparent
    Weiter so!

  13. D.P. 27. Februar 2012 at 11:14 #

    Sehr geehrte Frau Wöhrl,

    ich war noch nie Fan der CSU, dies liegt vermutlich an den Vorurteilen, die leider immer wieder bedient werden.

    Doch wie Sie hier handeln, zeigen Sie ein komplett anderes Bild. Ich möchte Ihnen meinen Respekt aussprechen, mit welcher Aufrichtigkeit und Konsequenz Sie hier handeln. Hier können sich einige, von Journalisten über Politiker bis hin zu mir, ein Beispiel nehmen.

    Viel Kraft und Erfolg weiterhin!

  14. Stefan Einsiedel 26. Februar 2012 at 23:19 #

    Danke für die schnelle und äußerst transparente Darstellung – es wäre schön, wenn der Verfasser dieses einseitigen Berichtes genauso umfassend offenlegt, woher seine angeblichen Informationen stammen und wie er zu diesem abenteuerlichen Artikel gekommen ist.

  15. nichtsdestotrotz 26. Februar 2012 at 21:13 #

    Ich finde ihre transparente Vorgehensweise sehr gut. Das mittlerweile alle etablierten Medien zu Klatschpresse degradieren, ist traurig aber wohl auch den Menschen geschuldet, die diese eben lesen und diesen blind vertrauen.
    Auch wenn ich Ihrer Partei nichts abgewinnen kann, und ich grad das 2-mal auf Ihrer Seite bin, so haben Sie meinen vollen Respekt Ihrer Handlungsweise gegenüber verdient.

  16. P.Riekel 25. Februar 2012 at 14:53 #

    liebe Dagmar Wöhrl, wer Sie näher kennt, weiß, dass Sie engagiert, tüchtig und auf eine gewisse Weise ein bescheidener Mensch sind. Transparenz ist wichtig, aber auch vorurteilsfreier Journalismus. Den kann ich in diesen Fragen nicht erkennen. Man spürt richtig, wie sich hier jemand lauter Klischees
    bedienen möchte.
    P.Riekel

  17. Jochen Heistermann 24. Februar 2012 at 22:00 #

    Liebe Dagmar,

    ich weiß natürlich nicht, was passiert ist bei deiner Reise, aber die „Vorkommnisse“ sind ja allesamt Bagatellen/Missverständnisse. An deinen Worten sehe ich, dass dich die Kritik getroffen hat.

    Ich finde gut, dass du deine Stellungnahme geschrieben hast, denn Transparenz wird zunehmend wichtig.

    Ich hoffe du hast trotz des Ärgers ein schönes Wochenende (jedenfalls ruhiger als bei mir, wo gerade die ersten (!) von 30 Gästen kommen zur Geburtstagsfeier meiner Tochter (19)).

    Lebe piratige Grüße Jochen

  18. Gerhard Maier 24. Februar 2012 at 21:45 #

    Respekt, Respekt! Spätestens mit Ihrer transparenten Art haben Sie unterstrichen, mit welcher Professionalität und welchem Engagement Sie aktiv sind. Wenn dies auch die Journallie erkennen möchte, hat sie nun alle Chancen dazu… 😉

  19. M. Schneider 24. Februar 2012 at 21:12 #

    Das genaue Gegenteil von Salami-Taktik. Davon kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden.

    Für einige Publikationen ist die Beschäftigung mit solchem „Theater“ offensichtlich einfacher, als sich mit den eigentlichen und wichtigen Themen auseinander zu setzen.

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