Zusammenarbeit mit den USA wird nicht einfacher – bleibt aber genauso wichtig

Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl erklärt:

„Das Wahlergebnis in den USA ist für viele von uns ein Schock, aber die Wähler haben abgestimmt und das müssen wir respektieren. Diese Präsidentschaftswahl in der ältesten durchgehenden Demokratie der Welt, in der wie niemals zuvor Beleidigungen und Halbwahrheiten statt Inhalten und Programmen dominiert haben, zeigt sehr klar, wie tief die Krise des politischen Systems in den USA ist.“

„Einige Vorzeichen Trumps geben natürlich Grund zur Sorge. Ich hoffe, dass sein nationalistischer Populismus keine weitreichenden Auswirkungen auf Europa mit Blick auf die Stärkung von Rechts-Populisten haben wird. Nachdem Trump die Sicherheitsgemeinschaft zwischen Amerika und Europa in Frage gestellt hat, wird seine Wahl unweigerlich Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen haben. Auch die Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und Ausländer, und die Ankündigungen, aus dem Klimaschutz auszusteigen, verheißen erschwerte Bedingungen bei den entwicklungs- und klimapolitischen Abstimmungen mit unseren amerikanischen Partnern.“

„Einfacher wird es also sicher nicht. Nach den Aussagen Trumps im Wahlkampf, müssen wir jetzt aber abwarten, wie der neue Präsident das Amt ausfüllen wird, sobald er in der Regierungsverantwortung steht. Ich hoffe, dass sich hier die Vernunft durchsetzt.“

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