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Dieser Artikel stammt aus der Zeit meiner politischen Arbeit bis Oktober 2017 und kann überholte Informationen enthalten.

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Alternativer Nobelpreis folgt Nürnberger Menschenrechtspreis. Kasha Jaqueline Nabagesera.

In Uganda werden Homosexuelle verfolgt und ins Gefängnis geworfen. Darüber berichtete die ugandische Aktivistin Kasha Nabagesera im Bundestag. Die Entwicklungszusammenarbeit mit dem Land steht auf dem Prüfstand.

Zur Entscheidung der Vergabe des Alternativen Nobelpreis 2015 an Kasha Jaqueline Nabagesera erklärt die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag, Dagmar G. Wöhrl:

„Ich freue mich sehr, dass heute verkündet wurde, dass Kasha Jaqueline Nabagesera den Alternativen Nobelpreis erhalten wird. Kasha ist eine herausragende Persönlichkeit Afrikas, die sich für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen (LSBTI) und die Verbesserung der Lebensbedingungen in Uganda einsetzt. Unter Einsatz ihres eigenen Lebens kämpft sie für Menschrechte in Afrika. In fast 40 afrikanischen Ländern steht Homosexualität unter Strafe. Umso mutiger ist der Kampf von Aktivistinnen und Aktivisten gegen Homophobie und Diskriminierung.“

Weiter erklärt Wöhrl:

„Im Rahmen des Parlamentarischen Programms „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ im Deutschen Bundestag unterstütze ich die Nürnberger Menschenrechtspreisträgerin schon lange persönlich als Patin. In einigen Ländern müssen Politiker und Menschenrechtsaktivisten damit rechnen, verfolgt und oft sogar zu langen Gefängnisstrafen verurteilt zu werden, wenn sie offen ihre Meinung äußern. Ich habe die Patenschaft für Kasha übernommen, um ständige Ansprechpartnerin für sie zu sein und ihr im schlimmsten Fall die Unterstützung und den Schutz der Deutschen Botschaft vor Ort zu ermöglichen. Mit Kasha stehe ich in regelmäßigem Austausch über ihre Arbeit und ihr Engagement. Der Alternative Nobelpreis ist eine tolle Anerkennung für Kashas Engagement und ein wichtiges Zeichen gegen die Diskriminierung von Homosexuellen in Afrika.“

Der Alternative Nobelpreis wird am 30. November 2015 in Stockholm verliehen.

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