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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Grußwort zum 10-jährigen Jubiläum von Genefrank

geschrieben am 30. Juni 2010

Sehr geehrter Herr Dr. Schingale, sehr geehrte Frau Kunz, liebe Mitglieder von Genefrank,

Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich wirklich immer wieder hier zu sein – Frau Kunz hat es bereits angekündigt, dass ich seit 2007 nun schon Schirmherrin von Genefrank bin – und ganz besonders heute, da Sie ihr 10-jähriges Bestehen feiern.

Sie haben in der Tat viele gute Gründe, sich zu feiern:
Das Gesundheits-Netz-Franken besteht seit August 2000. Es hat, so habe ich gehört, mit 9 Gründungsmitgliedern klein begonnen, ist mit der Zeit aber umso schneller und stärker angewachsen – auf heute 126 Mitglieder. Das ist eine beachtliche Zahl, auf die man zu Recht stolz sein kann.

Mein Spezialgebiet ist nicht die Gesundheitspolitik, das sage ich ganz offen und ehrlich. Es sind ja heute viele Experten unter Ihnen, die Fachvorträge halten, insofern ist dieses Spektrum ja vollkommen abgedeckt. Ich kann Ihnen nur meine persönliche Sicht darstellen.

Unser Gesundheitssystem ist sehr komplex und für den Normalbürger nicht leicht zu verstehen. Wir haben in der Bundesrepublik eine Vielzahl an Krankenkassen mit ganz unterschiedlichen Leistungsangeboten.  Dabei ist schon alleine an den Begrifflichkeiten zu erkennen, wie spezialisiert die Medizin heutzutage geworden ist. Denn wer von den Patienten könnte auf Anhieb sagen, was ein DMP-Programm oder ein IV-Vertrag ist?

Damit sich der Patient nicht in dieser Vielfalt verliert (und geeignete Angebote für sich finden kann), bedarf es intensiver Aufklärung und Beratung.
Was für die allgemeine Politik gilt, das gilt auch für das Gesundheitssystem: Unsere Demokratie in der Bundesrepublik lebt von mündigen, aufgeklärten Bürgern. Das ist ein ganz einfacher Grundsatz – nur so kann Demokratie funktionieren! So wie wir in der Politik den mündigen Bürger brauchen, benötigen wir im Gesundheitswesen den mündigen Patienten! Das ist ein Patient, der auf Augenhöhe beispielsweise mit seinem Arzt kommunizieren kann.

Und das ist der entscheidende Punkt, an dem Genefrank Unterstützung leistet: Sie, die sie heute hier sind, tragen entscheidend dazu bei, dass Patienten mit spezifischen Krankheiten nicht alleine gelassen werden. Dass sie über die bestehenden Angebote informiert sind und eigenständig Entscheidungen treffen können.
Dabei spielt die „Hilfe zur Selbsthilfe“, die sie etwa in Form von Selbsthilfegruppen anbieten, eine wichtige Rolle.
Eine Vernetzung und Kooperation ist gerade im medizinischen Sektor notwendig, weil sie zu mehr Effizienz führt. Schnittstellenprobleme können so behoben werden.

Man kann es nicht oft genug sagen: Gesundheit ist und bleibt unser höchstes Gut! Und die Menschen in unserem Land werden immer älter. Das heißt, wir sind in Zukunft stärker denn je auf eine hochwertige medizinische Versorgung angewiesen.
Um explodierende Kosten im Gesundheitssystem zu vermeiden, müssen wir es aber auch schaffen, die Qualität der Versorgung mit den Geboten der Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Nur so können wir sicherstellen, dass das System langfristig funktioniert.

Ich jedenfalls freue mich, dass es Genefrank gibt und dass sie auf rein ehrenamtlicher Basis so engagiert sind – und das schon seit 10 Jahren.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit zum Wohle des Patienten und bedanke mich für Ihre Einladung.

Dagmar Wöhrl Grußwort zum 10-jährigen Jubiläum von Genefrank

Dagmar Wöhrl Grußwort zum 10-jährigen Jubiläum von Genefrank

Afrika wird auch so eine schöne Zeit haben

geschrieben am 23. Juni 2010

2010.06.23-Woehrl-im-WM-FieberManche nennen es Immunreaktionen, andere Eskapiasmus. Der Fußball taugt da immer gut. Dass sich hier auch die zwischen Krise und Bedeutungslosigkeit taumelnde Politik gerne aufhält, ist kein Wunder. Es gibt aber auch dort Leute, die den Fußball mit ihren Aufgabengebieten verbinden können. Zum Beispiel die Nürnberger CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl. Sie ist Vorsitzende der Entwicklungsausschusses im Bundestag und hat daher immer wieder auch mit Afrika zu tun.

Hier ein Auszug aus einem Interview des Nürnberger Zeitung Weblogs mit Dagmar Wöhrl, in dem es aber nicht bloß um Afrika, sondern auch um Günter Netzer, Horst Köhler und Twitter geht.

Welche Chancen bringt die Fußball-WM für den Kontinent Afrika?
Diese Frage habe ich in der vergangenen Woche mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen diskutiert. Ich war selber überrascht: Sie knüpfen keine allzu großen Erwartungen für den afrikanischen Kontinent an die Fußballweltmeisterschaft. Die Menschen in den kleinen Dörfern irgendwo in Burundi oder im Niger werden wenig von der WM mitbekommen. Die Konflikte im Sudan, in Somalia und zwischen Äthiopien und Eritrea werden durch die Weltmeisterschaft nicht enden. Und doch: diese Weltmeisterschaft setzt den Fokus der weltweiten Öffentlichkeit auf einen vergessenen Kontinent. Zudem soll die Weltmeisterschaft Vorurteile abbauen, wie dies vor vier Jahren in Deutschland geglückt ist. Die Weltmeisterschaft wird jedoch kein Wundermittel sein; aber sie verbindet.

…und speziell für Südafrika?
Für Südafrika konkret bietet die Fußballweltmeisterschaft zahlreiche Chancen. Kurzfristig sind rund um die Weltmeisterschaft viele Arbeitsplätze entstanden: durch den Bau von Stadien, Unterkünften und Infrastruktur, genauso wie in den Branchen Tourismus, Gastgewerbe, Sicherheit, Unterhaltung und Werbung.
Als friedliches, gastfreundliches und politisch wie wirtschaftlich stabiles Land kann Südafrika Investoren und Touristen anziehen. Das Land erzeugt rund ein Viertel der gesamten wirtschaftlichen Leistung Afrikas. Südafrika ist aus deutscher Sicht der wichtigste Wirtschaftspartner in Afrika. 600 deutsche Unternehmen sind in dort aktiv, mit insgesamt 90.000 Arbeitsplätzen.

Lesen Sie das komplette Interview hier.

Mehr Aufmerksamkeit für Migrantenökonomie

geschrieben am 22. Juni 2010

Am vergangenen Samstag traf die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl die Vorsitzenden ausländischer Unternehmervereine aus Nürnberg, um mit ihnen über verschiedene Aspekte des Themas Migrantenökonomie zu sprechen. Mit dabei waren nicht nur Vorsitzende und Mitglieder des seit 1992 bestehenden Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD), sondern auch die Vorsitzenden des erst kürzlich gegründeten Vereins zur Förderung griechischer Unternehmer der Metropolregion Nürnberg (VGU) und des Verbands Russischsprachiger Unternehmen in Bayern (VRU).

Wöhrl lobte die vielfältigen Aktivitäten von TIAD bei der Unterstützung von Existenzgründern und möchte auch in Zukunft an die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem türkischen Unternehmerverein aus ihrer früheren Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium anknüpfen. Sie begrüßte es sehr, dass sich in der Metropolregion Nürnberg neben dem Deutsch-Türkischen und dem Deutsch-Russischen nun auch ein Deutsch-Griechischer Unternehmerverein gegründet hat. Mit insgesamt 588 Gewerben bilden die griechisch-stämmigen Unternehmer nach den Türken die zweitstärkste Gruppe in unserer Stadt.

Migranten sind eine bedeutende unternehmerische Kraft in unserem Land – ihr Gründergeist ist beeindruckend. Immer häufiger gründen Migranten eigene Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze. Damit diese Unternehmer mit einer Stimme sprechen und in der Politik Gehör finden, ist es sehr wichtig, dass sie sich in Verbänden organisieren, wie das in Nürnberg der Fall ist“, so Dagmar Wöhrl.

Gerade für Existenzgründer mit Migrationshintergrund sei es dringend erforderlich, Ansprechpartner an ihrer Seite zu haben, die sie bei ihren Schritten in die Selbstständigkeit unterstützen – etwa um sprachliche, bürokratische oder finanzielle Hürden zu überwinden. So können Unternehmerverbände in Partnerschaft mit dem Staat wichtige Dienstleistungen erbringen.

Verbesserungsbedarf sieht Wöhrl vor allem bei der Ausbildungsbeteiligung:
Nur 14 Prozent ausländischer Unternehmen beteiligen sich an der betrieblichen Ausbildung. Diese Quote liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 25 Prozent und muss dringend erhöht werden!“ So fördert die unionsgeführte Bundesregierung zum Beispiel seit kurzem Ausbilderseminare für Fachkräfte und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, dass bis Ende 2010 1.000 zusätzliche Migranten eine Ausbildungsberechtigung erhalten.

Besonders am Herzen liegt Wöhrl die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse: „Die Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung sind vom Kabinett längst beschlossen. Jetzt muss innerhalb dieses Jahres zügig ein Anerkennungsgesetz auf den Weg gebracht werden. Dafür setze ich mich ein, denn wir brauchen endlich ein transparentes und unbürokratisches Anerkennungsverfahren für alle Zuwanderergruppen.

Pressemitteilung, 22 Juni 2010

Mehr Aufmerksamkeit für Migrantenökonomie. Dagmar Wöhrl - 22. Juni Nürnberg Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.

2010.06.17. Plenardebatte 49. Sitzung

geschrieben am 18. Juni 2010

Dagmar Wöhrl Plenumsrede zum Antrag SPD:Herausforderung Millenniums-Entwicklungsziele

Plenardebatte 49. Sitzung 17. Juni 2010 / Parlamentsfernsehen

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Besuch aus Nürnberg

geschrieben am 17. Juni 2010

Die vergangene Sitzungswoche im Parlament war für Dagmar Wöhrl wieder einmal etwas Besonderes, denn sie bekam Besuch aus ihrem Wahlkreis. Eine Gruppe politisch interessierter Bürger aus Nürnberg war mit dem Bus in die Hauptstadt gereist, um Ihre Abgeordnete persönlich zu treffen und sich vor Ort, im „Zentrum der Macht“, ein Bild von ihrer Arbeit zu machen.

Passend zu den hochsommerlichen Temperaturen wurde heiß diskutiert – von der Wahl des Bundespräsidenten über die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung bis hin zur Entwicklungspolitik, mit der sich Dagmar Wöhrl als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bundestag schwerpunktmäßig beschäftigt.

Auch beim anschließenden Besuch einer Plenardebatte war das Interesse der Gäste aus Franken ungebrochen – sehr zur Freude der Abgeordneten: „In politisch und wirtschaftlich turbulenten Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, dass wir als Volksvertreter den Bürgern Einblicke in unsere tägliche Arbeit geben und unsere Politik erklären. Nur so können wir zu mehr Verständnis bei den Menschen beitragen. Die verbalen Entgleisungen innerhalb und zwischen den politischen Lagern haben laut Wöhrl in den vergangenen Wochen eher das Gegenteil geleistet: „Wir haben den Auftrag, die Bürger durch sachliche Debatten zu überzeugen anstatt uns in aggressiven Wortgefechten zu verlieren.

Besuch aus Nürnberg. Dagmar Wöhrl - 15. Juni Berlin Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.

Dagmar Wöhrl trifft den Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen António Guterres

geschrieben am 17. Juni 2010

Nach dem Treffen am 15. Juni erklärte die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „Mit weltweit mehr als 43 Millionen Flüchtlingen ist die Tragödie von Flucht und Vertreibung so groß wie nie. Sie wird voraussichtlich weiter anwachsen. Hunger und Wassermangel, Bevölkerungswachstum und Klimawandel sind die neuen Ursachen von Vertreibung – neben den traditionellen Gründe von Kriegen und Konflikten. Hier wird die Problematik von Vertreibung im Spannungsfeld der Weltpolitik deutlich. Es gilt, die Brücke zwischen kurzfristiger Nothilfe und langfristiger Entwicklungszusammenarbeit zu schließen. Hierfür muss in nationalem als auch internationalem Rahmen dringendst geworben werden.

Nach Einschätzung von Antonio Guterres wird die Zahl der Flüchtlinge in den kommenden Jahrzehnten drastisch steigen. Eine wachsende Weltbevölkerung wird mit den Folgen des Klimawandels und dem Kampf um knapper werdende lebenswichtige Ressourcen zu kämpfen haben – wortwörtlich. Denn als Folge dieser Entwicklungen ist von neuen Konflikten und Flüchtlingsströmen auszugehen. „Der Weltgemeinschaft fehlt es bisher an Instrumenten, diese „erzwungene Migration“ von Wirtschafts- und Klimaflüchtlingen zu bewältigen“, so die Ausschussvorsitzende.

Dabei wird es zentral sein, dass die Industrienationen und konkret Deutschland sich auf die Herausforderung einer wachsenden Flüchtlingsproblematik einstellen. Die Arbeit der Vereinten Nationen wie auch der Bundesregierung umfasst neben der Versorgung akuter Flüchtlinge auch die Prävention von Flüchtlingssituationen.

Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen António Guterres. Dagmar Wöhrl - 16. Juni 2010 Berlin. Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.

Pressemitteitteilung, 16. Juni 2010

Gewerbesteuer auf freie Berufe inakzeptabel

geschrieben am 16. Juni 2010

Die CSU‐Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl hat Forderungen nach einer Gewerbesteuer für die freien Berufe zurückgewiesen. „Diese ständigen Forderungen nach höheren Steuern müssen aufhören. Wir haben kein Problem auf der Einnahmen‐ sondern auf der Ausgabenseite“, sagte Wöhrl heute in Berlin.

Der Geschäftsführer des deutschen Städte‐ und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hatte angesichts der desolaten Haushaltslage der Kommunen mit einem Defizit von mindestens 15 Milliarden Euro, eine Ausweitung der Gewerbesteuer auf die freien Berufe gefordert. „Diese Forderung geht komplett an der Wirklichkeit vorbei. Die freien Berufe sind mit 3 Millionen Mitarbeitern und 124.000 Auszubildenden ein Motor unseres Mittelstandes. Ärzte, Ingenieure und Architekten dürfen nicht für die schlechte Haushaltsführung der Kommunen bestraft werden. Das ist inakzeptabel“, so Dagmar Wöhrl.

Pressemitteilung, 15. Juni 2010

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