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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Mit Prävention in den Kampf gegen Aids – Bewusstseinswandel erreichen!

geschrieben am 30. November 2009

Wir müssen vor allem weiter auf Prävention setzen – sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die HIV-Infektionen in den letzten acht Jahren weltweit um 17% zurückgegangen sind!“ appelliert die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung anlässlich des Welt-Aids-Tages 2009 und fügt hinzu: „Der Rückgang könnte noch höher sein. Aber wie der jüngste Welt-Aids-Bericht der UN zeigt, sind in vielen Entwicklungsländern die Ausgaben für Prävention zu gering und die Programme verfehlen wichtige Zielgruppen, was für die Betroffenen eine soziale Katastrophe darstellt. Aber die Bekämpfung von Aids ist eine der wirksamsten Methoden zur Linderung der Armut und zur Förderung eines gerechten und nachhaltigen wirtschaftlichen Fortschritts, da diese Krankheit und ihre weitreichenden Folgen eine besonders schwere Belastung für die ärmsten Länder darstellen.

Die Ausschussvorsitzende kündigt daher an: „Im Rahmen der Entwicklungspolitik stellt Deutschland jedes Jahr 500 Millionen Euro zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria sowie zur Stärkung der Gesundheitssysteme bereit. Ich werde mich dafür engagieren, dass diese Mittel noch stärker in zielgerichtete Präventionsmaßnahmen fließen und sich Deutschland so seiner Verantwortung stellt. Finanzielle Unterstützung genügt aber nicht – wir müssen zu einem Bewusstseinswandel in den Entwicklungsländern beitragen.“

Dagmar Wöhrl ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Aids-Hilfe engagiert, u.a. als Kuratoriumsmitglied der bayerischen Aids-Stiftung. Zur Entwicklung in Deutschland führt sie aus: „Die Infektionsrate hat sich in Deutschland in den letzten drei Jahren stabilisiert. Wir haben zudem die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa. Das sind kleine Erfolge, die wir ausbauen müssen. Aber dennoch ist jede neue Erkrankung eine zu viel.“

Weiter mahnt Dagmar Wöhrl zugleich: „ Die tägliche Arbeit im Kampf gegen Aids geht weiter. Gerade bei jüngeren Menschen müssen wir ein neues Bewusstsein für die unmittelbaren Gefahren von Aids schaffen und vor allem dürfen die Folgen nicht verharmlost werden.

Pressemitteilung, 30.11.2009

Dagmar Wöhrl zur Vorsitzenden des Entwicklungsausschusses gewählt

geschrieben am 27. November 2009

Die Abgeordnete Dagmar Wöhrl (CDU/CSU-Fraktion) ist in der 17. Legislaturperiode Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unter Leitung von Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) wählte das 24 Mitglieder zählende Gremium Wöhrl am Mittwochvormittag in seiner konstituierenden Sitzung zu seiner Vorsitzenden. Stellvertretender Vorsitzender wurde Thilo Hoppe (Bündnis 90/Die Grünen)

Dem Entwicklungssauschuss gehören in der neuen Wahlperiode neun Unions- und fünf SPD-Abgeordnete als ordentliche Mitglieder an.
Die FDP-Fraktion stellt in dem Ausschuss vier Parlamentarier.
Die Fraktion Die Linke sowie die Grünen-Fraktion sind in dem Gremium mit jeweils drei Abgeordneten vertreten.

CDU/CSU: Hartwig Fischer, Florian Hahn, Holger Haibach, Anette Hübinger, Jürgen Klimke, Klaus Riegert, Johannes Selle, Sabine Katharina Weiss, Dagmar Wöhrl
SPD: Barbara Hendricks, Burkhard Lischka, Bärbel Kofler, Sascha Raabe, Karin Roth
FDP: Helga Daub, Joachim Günther, Heinz-Peter Haustein, Harald Leibrecht
Die Linke: Annette Groth, Heike Hänsel, Niema Movassat
Bündnis90/Die Grünen: Thilo Hoppe, Uwe Kekeritz, Ute Koczy

Pressemitteilung. Ausschuss für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit – Berlin: (hib/JOH/LEU) 25.11.2009

Armut und Almosen

geschrieben am 17. November 2009

Kommentar zum Welternährungsgipfel in Rom. Die Zahl der hungernden Menschen auf unserer Welt wird steigen – eine katastrophale Erkenntnis!

Das „Millennium Development Goal (MDG)“, das Ziel der Vereinten Nationen, die Zahl der Betroffenen bis 2015 zu halbieren, wird wohl kaum zu erreichen sein. Nun ist schnell die Rede vom Versagen der internationalen Entwicklungspolitik.

Sicher: Erfolg ist etwas anderes. Aber wir sollten uns die zentralen Ursachen vor Augen führen, warum wir mit unserer Hilfe scheitern müssen. Seit einem halben Jahrhundert schicken die reichen Industriestaaten vor allem eines in die armen Länder der Welt: Geld. Dies alleine reicht aber nicht. Es entsteht sogar eine Abhängigkeit in den Entwicklungsländern, ein Teufelskreis aus Armut und Almosen.

Wollen wir die Ursachen für Hunger bekämpfen, brauchen wir den betroffenen Menschen kein Essen zu kaufen, sondern müssen für bezahlbare Lebensmittel sorgen. Moderate Lebensmittelpreise sind der erste Schritt zu einem guten Leben von Millionen Mitmenschen. Im Grunde ist Unterernährung ein Verteilungsproblem, das übrigens spätestens in 30 Jahren gelöst sein sollte. Dann nämlich werden über 2 Milliarden mehr Menschen auf der Erde leben. Viel mehr Menschen, denen viel weniger Anbaufläche für ihre Nahrung zur Verfügung steht.

Es wäre eine Schande, wenn wir hier nicht gegensteuern. Und zwar jetzt. Denn wir besitzen nicht nur eine Verantwortung für die Ärmsten der Armen, sondern auch für ihre und unsere Kinder. Wir müssen an die nächste Generation denken. Eine langfristig funktionierende Landwirtschaft aufzubauen, die langfristig genügend Lebensmittel produzieren kann, muss daher das Ziel der Entwicklungspolitik sein. Wenn zu afrikanischen Staaten Handelsbarrieren aufgebaut werden, können sie keine Bananen in die EU liefern. Wenn Europa subventionierten Zucker nach Afrika liefert, kann das die einheimische Produktion zerstören.
Solange kein vernünftiger Handel stattfindet, kann von Hilfe keine Rede sein.

Dagmar Wöhrl zur Ausschussvorsitzenden im Deutschen Bundestag gewählt

geschrieben am 14. November 2009

Die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl wurde zur neuen Vorsitzenden des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages gewählt.

„Entwicklungspolitik ist mehr als Armutsbekämpfung. Wichtige Themen sind die Bildungsarmut, der Klimawandel und vor allem auch die Außenwirtschaftsförderung! Um die Bildungsarmut zu bekämpfen, gilt es die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen. Hier ist eine Zusammenarbeit mit NGOs, Stiftungen und Kirchen besonders wichtig. Darauf freue ich mich!“, so Wöhrls erstes Statement.

Nach vier Jahren in der Führungsspitze des Bundeswirtschaftsministeriums übernimmt sie damit eine neue leitende Rolle in der Politik. „Ein absolutes Wunschamt – und in Zeiten der Globalisierung unglaublich wichtig. Entwicklungspolitik muss unmittelbar, engagiert und mit viel Herz angepackt werden“, kommentiert Dagmar Wöhrl ihre Wahl. „Der zweitgrößte Investitionshaushalt der Bundesregierung muss zukünftig noch effizienter eingesetzt werden.“

Die Ausschussvorsitzende ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Entwicklungspolitik tätig, welche Erfahrungen nimmt sie in das neue Amt mit? Dagmar Wöhrl: „Bei meiner Arbeit in den armen Ländern der Welt habe ich vor allem gelernt, wie wichtig es ist, nachhaltig zu helfen. Hilfebedürftige müssen so gestärkt werden, dass sie anschließend auf eigenen Beinen stehen können. Auch die deutsche Entwicklungspolitik kann noch stärker auf dieses Ziel ausgerichtet werden – z. B. durch eine konsequentere Betonung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.“
Eine der dringendsten Aufgaben der neuen Bundesregierung ist für Dagmar Wöhrl ein fairer Ausgleich mit Entwicklungsländern im Rahmen der Doha-Runde. „Wir brauchen bessere Bedingungen für die Teilhabe der Entwicklungsländer am Welthandel“, so die Ausschussvorsitzende.

Pressemitteilung, 13.11.2009

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