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Dagmar Wöhrl

MdB, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Dagmar Wöhrl trifft Ministerpräsident Tillich. Dagmar Wöhrl - 26. August 2010.

Artikel Archiv

Voll im Leben

geschrieben am 30. Oktober 2009

Heute Vormittag habe ich an der Spendenscheckübergabe des Schülerprojekts „Voll im Leben“ an krebskranke Kinder teilgenommen. Das Projekt wurde vor drei Jahren von Schülern des Neuen Gymnasiums in Nürnberg als Angebot an Senioren ins Leben gerufen. Besonders beliebt bei den Senioren sind die PC-Schulungen, bei  denen sie von den Schülern den Umgang mit dem Computer lernen. Die Einnahmen daraus wurden heute an die Elterninitiative Krebskranker Kinder e.V. gespendet, die damit die Onkologiestation der Cnopfschen Kinderklinik unterstützt. Das ehrenamtliche Engagement von „Voll im Leben“ ist eine tolle Initiative. Die demographische Entwicklung zeigt, dass generationenübergreifendes Lernen in Zukunft immer wichtiger wird.

Dagmar Wöhrl - 30. Oktober 2009 Voll im Leben Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.

Wachstum. Bildung. Zusammenhalt.

geschrieben am 26. Oktober 2009

Mit einer ambitionierten Koalitionsvereinbarung haben wir heute den Grundstein für eine starke bürgerliche Regierung gelegt. Als Verhandlungspartner war ich in den letzten Wochen für die Themen Wirtschaft, Innovation und Energie zuständig. Mir war es wichtig, einen klaren Kurs einzuschlagen, um die Mitte unserer Gesellschaft zu fördern und zu entlasten – d.h. die Familienunternehmen, die Handwerker, die Facharbeiter und all diejenigen, die mit ihrem Fleiß, mit ihrer Kreativität und Lust auf Leistung unser Land nach vorne bringen. Vor allem in dieser Hinsicht trägt der Koalitionsvertrag deutlich die Handschrift der CSU.

Auch die wichtigen Zukunftsthemen wurden angepackt. Ich habe mich am Verhandlungstisch dafür engagiert, dass trotz angespannter Haushaltslage in Innovation und Bildung investiert wird. Unser vereinbartes Ziel: Ab 2015 sollen 10% des BIP für Bildung und Forschung ausgegeben werden.

Die neue Regierung startet jetzt mit einem Bündel von Maßnahmen zur Stärkung des Wachstums, die rasch umgesetzt werden. Als Pate für dieses Wachstumsgesetz steht das Sofortprogramm des CSU, das wir bereits im September verabschiedet hatten: Kreditvergabe verbessern, Unternehmensteuer reformieren, Innovationsoffensive starten und vieles mehr. Also legen wir los. Die Wachstumsperspektive der nächsten Jahre entscheidet sich jetzt.

Download Koalitionsvertrag.

Quelle: Bedauerlich und traurig!

geschrieben am 23. Oktober 2009

Die Nachricht vom endgültigen Aus für die Quelle hat uns diese Woche alle hart getroffen: Dass sich trotz intensiver Verhandlungen kein Investor für das Traditionsunternehmen gefunden hat, ist für die Beschäftigten und ihre Familien sowie für unsere ganze Region ein herber Schlag.

Bei Gesprächen mit dem Quelle-Vorstand in meinem Ministerium und mit den Mitarbeitern vor Ort war ich von dem kämpferischen Engagement aller überwältigt. Die Beschäftigten haben sich in den zurückliegenden Monaten mit ganzer Kraft für ihr Unternehmen eingesetzt und auf vieles verzichtet, damit es weitergeht. Umso mehr bedauere ich, dass dieser Einsatz nicht durch ein erfolgreiches Ergebnis belohnt wurde.

Politisch wurde alles Menschenmögliche getan, um Quelle und den Beschäftigten Perspektiven zu eröffnen und die Verhandlungen zu unterstützen. Auch der Massekredit von 50 Mio. €, der auf Initiative meines Ministeriums Anfang Juli zur Fortführung des Factoring gewährt wurde, konnte letztendlich nicht helfen. Ohne diesen Kredit allerdings hätte Quelle von vornherein keine Chance auf Fortführung des Geschäfts und die Suche nach einem neuen Investor gehabt.

Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten und alles in unserer Macht stehende tun, um den Arbeitnehmern zu helfen, für die diese Insolvenz die bittersten Konsequenzen hat. Es ist vorbildlich, dass die Bundesagentur für Arbeit schnell und unbürokratisch vor Ort alle zur Verfügung stehenden Mittel prüft. Entscheidend ist, dass in dieser Phase alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Oktober 2009 Dagmar Wöhrl Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.

Lehrstellenbilanz der Bundesagentur für Arbeit zum Ende des Berufsberatungsjahres 2008/2009

geschrieben am 13. Oktober 2009

Die Lehrstellenbilanz der Bundesagentur für Arbeit zum Ende des Berufsberatungsjahres 2008/2009, die heute in Nürnberg vorgestellt wurde, ist trotz der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2009 sehr positiv ausgefallen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als Mitinitiator und Federführer des Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs innerhalb der Bundesregierung freut sich besonders, dass die Paktpartner es wieder geschafft haben, allen ausbildungsfähigen und –willigen Jugendlichen ein qualifiziertes Ausbildungsangebot zu machen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar G. Wöhrl: „Unsere Unternehmen haben mal wieder bewiesen, dass sie ihrer Ausbildungsverantwortung gerecht werden. Für ihr Engagement in puncto Nachwuchsqualifizierung. danke ich ihnen. Ausbilden ist Ehrensache – gerade in der Krise! Ich appelliere an alle Jugendlichen, ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu nutzen. Wer sich engagiert, kann jetzt noch einen Ausbildungsplatz finden. Es müssen nicht immer die beliebtesten Modeberufe sein. Jede Ausbildung hat ihren Reiz.

Pressemitteilung, Berlin 13.10.2009

BA Pressekonferenz am 13.10.2009

geschrieben am 13. Oktober 2009

Mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als unversorgte Bewerber; kein motivierter Jugendlicher muss ohne Ausbildungsplatz bleiben: Das ist doch eine gute Nachricht für die jungen Menschen, das ist eine gute Nachricht für Deutschland!

Ich habe immer betont: Die Zukunft gehört in Deutschland der qualifizierten Arbeit. Gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte sind unser größter Standortvorteil. Kluge Köpfe sind der Rohstoff der wissensbasierten Ökonomie! Saudi-Arabien hat Öl, Indien hat viele junge Menschen, Südafrika hat Goldminen. Unser „Erdöl“ ist die Bildung! Jede Fachkraft die uns fehlt, bedeutet weniger Kreativität, bedeutet weniger Innovation. Wirtschaftskrisen kommen und – da bin ich mir ganz sicher – gehen auch wieder. Die demografische Entwicklung wird uns dagegen weiter begleiten – und der Faktor Mensch wird immer entscheidender werden.

Deshalb freue ich mich mit Ihnen allen über die heute vorgelegte Bilanz zu den Ergebnissen des Ausbildungsjahres! Wenn die Volkswirtschaft schwächelt, sind Geberqualitäten gefragt, vor allem in Sachen Arbeit. Unsere Unternehmer haben mal wieder gezeigt, dass sie Verantwortung nicht scheuen: Ausbilden ist Ehrensache! Auch in der Krise. Gerade in der Krise!

Die befürchtete Ausbildungslücke ist damit ausgeblieben!
Grund genug, einmal deutlich „Danke“ zu sagen. Auch im Namen unserer Jugendlichen. Die Solidität und Zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens zeigt sich auch daran, ob die Gesellschaft in der Lage ist, Jugendlichen eine berufliche Zukunftsperspektive anzubieten. Wie ein amerikanischer Politiker mal gesagt hat: Ausbildung ist teuer. Keine Bildung ist noch viel teurer!

Die Paktpartner stehen auch in schwierigeren Zeiten zu ihrer Paktzusage: Jedem ausbildungswilligen und –fähigen Jugendlichen ein qualifiziertes Ausbildungsangebot zu machen. Wenn die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, wird sich der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal weiter verschärfen. Mehr und mehr Unternehmen ist in den letzten Jahren bewusst geworden, dass Betrieben ein saftiger Fachkräftemangel droht, wenn sie nicht konsequent gegensteuern – auch mit Ausbildung und Weiterbildung! Schon im kommenden Jahrzehnt könnte sich der Fachkräftemangel als Wachstumsbremse für die deutsche Wirtschaft erweisen. Ausbilden ist daher nicht nur eine soziale Pflicht sondern eine Maßnahme im wohlverstandenen Eigeninteresse. Deshalb bin ich froh, dass wir mit dem Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland ein Instrument in Händen halten, das die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsagenturen, den Handwerks-, Industrie- und Handelskammern sowie den Kammern der Freien Berufe bei der Ausbildungsvermittlung verbessert. Der Ausbildungspakt ist eine Erfolgsgeschichte. Zehntausende von Jugendlichen haben dadurch eine Chance erhalten. Der Erfolg muss fortgesetzt werden. Unser Bundeswirtschaftsministerium tut einiges, um diesen Erfolg nachhaltig zu sichern: Z.B. sind wir dabei,  im laufenden Neuordnungsverfahren die Ausbildungsordnungen zu entschlacken.Handliche Ausbildungsordnungen ohne unnötigen Ballst, mit berufsprägenden Mindestanforderungen werden es Betrieben erleichtern, in der laufenden Produktion oder Dienstleistung prozessorientiert ohne Hilfe von außen auszubilden. [...]

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