Ansprache zum Internationalen THESEUS-Symposium am 29. Juni 2009 im BMWi, Berlin.
THESEUS ist mit ca. 100 Mio. Euro Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie das derzeit größte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Bundesregierung im Bereich moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Es wurde auf dem ersten nationalen IT-Gipfel zum Leuchtturmprojekt erklärt. Deutschland will damit unter Beweis stellen, dass Spitzenforschung weiterhin hohe Priorität hat.
Mit THESEUS wollen wir das Internet und den Umgang mit Daten in Unternehmen oder der Verwaltung intelligenter machen. Neue Dienste sollen entstehen, damit – Wissen schneller geschaffen, – der Zugang dazu erleichtert und – für den jeweiligen Anwendungszweck verfügbar gemacht werden kann. Die Welt befindet sich in einer tief greifenden Wirtschafts- und Finanzkrise, wie wir sie seit dem 2. Weltkrieg noch nicht erlebt haben.
Um so mehr kommt es darauf, nach neuen Wegen aus der Krise zu suchen. Aus meiner Sicht besteht die berechtigte Hoffnung dass IKT an exponierter Stelle dazu beiträgt, Deutschland und Europa gestärkt aus der globale Krise zu herauszuführen. Denn IKT kann als Querschnittstechnologie in herausragender Weise Geschäfts- oder Verwaltungsprozesse viel effizienter machen und hilft Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen.
Technologien für ein zukünftiges Internet der Dienste
Internationales Symposium zum THESEUS-Forschungsprogramm eröffnet
Mehr als 200 Experten aus dem In- und Ausland befassen sich heute in Berlin anlässlich des ersten internationalen Symposiums zum THESEUS-Forschungsprogramm mit Trends und Entwicklungen des Internets der Zukunft. Hierzu wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) renommierte Forscher und Wirtschaftsvertreter aus aller Welt nach Berlin eingeladen.
Dagmar G. Wöhrl: „Mit THESEUS ist bereits eine Menge an neuen Entwicklungen angestoßen worden, um mit den immer unübersichtlicheren digitalen Datenmengen fertig zu werden. Gerade in der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise bietet die Querschnittstechnologie IKT große Chancen, um mit technologischen Innovationen und neuen Geschäftsmodellen zu mehr Wachstum und Beschäftigung zu gelangen. Mit dem Symposium geben wir erstmals einer breiten internationalen Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich gezielt über die laufenden Arbeiten zu THESEUS zu informieren. Gleichzeitig wird der länderübergreifende Erfahrungsaustausch verstärkt.“
Pressemitteilung, Berlin 26.06.2009

Nürnberg am Aktionsprogramm Kindertagespflege beteiligt
Bund fördert die Ausbildung von Tagesmüttern und -vätern
Dagmar Wöhrl MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: „Ich freue mich, dass die Stadt Nürnberg als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe am Aktionsprogramm Kindertagespflege teilnehmen und gefördert werden kann. Wenn der einzureichende Antrag als förderfähig eingestuft wird, beginnt die Förderung bereits am 1. September 2009.”
Das Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundes fördert bis zum Jahr 2012 an ausgewählten Modellstandorten den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung. Mit der Aufforderung zur Antragsstellung hat die Stadt Nürnberg nun die erste Bewerbungsphase gemeistert und gute Chancen, bei dem Aktionsprogramm berücksichtigt zu werden. Dabei soll, unter anderem, potenziellen Tagespflegepersonen ein Anreiz gegeben werden, sich für diesen Beruf zu entscheiden und zu qualifizieren. Klappt der Antrag, könnten schon ab September diesen Jahres zahlreiche neue Tagesmütter und -väter in Nürnberg ausgebildet werden. Das Aktionsprogramm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und wird vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Arbeitsagenturen umgesetzt.
„Das Aktionsprogramm Kindertagespflege werde ich zusammen mit den Trägern der Jugendhilfe in unserer Stadt auch weiterhin unterstützen, denn es trägt dazu bei, die so wichtige frühkindliche Förderung zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern“, so Wöhrl.
Ausführliche Informationen zum Aktionsprogramm Kindertagespflege unter www.vorteil-kinderbetreuung.de .
Veranstaltung “Runder Tisch” am 26. Juni 2009 im Le Méridien Grand Hotel, Nürnberg
Dagmar Wöhrl redet Klartext. Kredite: Will sie keiner oder bekommt sie keiner?
Veranstaltung “Runder Tisch” am 26. Juni 2009 im Le Méridien Grand Hotel, Nürnberg
Dagmar Wöhrl entdeckt das Twittern, aber: Liebe zur Zeitung bleibt ungebrochen
Sie twittert zwar und lädt eigene Videos bei YouTube hoch, im NZ-Gespräch zu ihrem Medienverhalten gesteht die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl dennoch: «Ich bin noch altmodisch.« Texte lasse sie sich immer noch ausdrucken. «Damit ich an den Rand Korrekturen machen kann.«
Als Staatssektretärin im Wirtschaftsministerium ist Wöhrl auch für den Bereich Kultur und Kreativwirtschaft zuständig, in den auch neue Medien oder Computerspiele fallen. Welche Geräte besitzen Sie persönlich?
Ich habe schon seit Jahren ein Communicator-Handy, mein Brikett. Das ist inzwischen schon das dritte Folgemodell, damit gehe ich auch ins Internet und schreibe SMS. Dann habe ich noch, wegen der besonderen Sicherheitsstufe, ein zweites Handy für die E-Mails vom Ministerium. Dazu habe ich noch ein Vaio-Laptop, das ich vor allem auf Reisen benutze, um mich im Internet über aktuelle Themen zu informieren.
Mit welchem Betriebssystem arbeiten Sie?
Bisher ist das alles Windows. Wir haben das aber erst vor wenigen Tagen wieder debattiert, denn wir haben im Ministerium und in meinem Bundestagsbüro zwei verschiedene Systeme – aus Sicherheitsgründen. Die sind nicht miteinander kompatibel, so dass wir immense Schwierigkeiten haben, etwa die Kalender abzugleichen oder eine To-do-Liste zu erstellen.
Sie twittern auch seit ein paar Monaten. Wie sind Sie dazu gekommen?
Da hat mich eine Mitarbeiterin drauf gebracht. Ich habe mir das dann erklären lassen und gemerkt: Das ist eigentlich eine schöne Sache. Man kann die Leute teilhaben lassen, an dem, was man gerade tut und ihnen zeigen, wer ist der Mensch Dagmar Wöhrl überhaupt. Man sollte das aber nicht benutzen, um auf den Gegner einzuhauen, und sich auch nicht von Internetnutzern unter Druck setzen lassen.
Von der Bundespräsidentenwahl haben Sie ebenfalls getwittert. Das hat anderen Abgeordneten ziemlichen Ärger eingebracht, weil sie vorzeitig das Ergebnis via Twitter bekanntgegeben haben. Hätten Sie es auch getwittert, wenn Sie es gewusst hätten?
Ich habe es früher gewusst als alle anderen. Ich stand direkt neben der Kanzlerin, als sie plötzlich das Handy aufmachte, erleichtert aufseufzte und mir das Stimmenergebnis für Horst Köhler zeigte. Ich habe schon einen Tweet aufgesetzt, dann aber nicht abgeschickt. Mir war aber sofort klar, dass das andere twittern werden. Wenn man das kann, macht man das. Da habe ich kein Problem damit. Künftig wird es eben nicht mehr so sein, dass ARD und ZDF Nachrichten immer als erste verkünden.
Sind Sie außer bei Twitter noch anderweitig im Internet aktiv?
Wir haben eine eigene Homepage. Außerdem machen wir Videos für YouTube, wo ich Statements zu aktuellen Themen abgebe. Dann gibt es auch noch Abgeordnetenwatch. Da wurde ich mal kritisiert, dass ich nie meine Anfragen beantworte, dabei wusste ich gar nicht, dass es das gibt. Inzwischen bemühe ich mich, da auch relativ schnell zu reagieren. Das sind allerdings keine einfachen Fragen, das kostet ziemlich viel Zeit. Deswegen muss man dann auch sagen: Zu Facebook gehe ich jetzt nicht auch noch.
Radio, Fernsehen, Bücher und Zeitungen gibt es ja auch noch….
Ich sehe eher wenig fern. Aber Zeitungen lese ich viel. Mir ist es lieber, ich habe beim Lesen etwas in der Hand. Da bin ich noch altmodisch. Außerdem muss ich gestehen: Ich hasse es, wenn ich vor Leuten eine Rede halte und schaue dabei nur noch auf Laptopdeckel. Gerade bei jungen Abgeordneten passiert einem das zunehmend. Da bleibt doch die Kommunikation mit dem Menschen auf der Strecke.
Ist das vielleicht auch eine Folge des Obama-Wahlkampfes?
Wir haben uns natürlich bei uns im Haus damit auseinandergesetzt, was Obama da im Internet gemacht hat. Die CSU-Landesgruppe hat auch Spezialisten engagiert, die uns beigebracht haben, wie man die verschiedenen Internetplattformen nutzt. Das Wichtige bei alledem ist aber, den Kontakt zu den Bürgern zu halten. Das mache ich schon seit 14 Jahren mit meinen Bürgersprechstunden. Jetzt versuche ich eben, das zusätzlich auch über das Internet zu machen. Das öffnet mir Türen zu Menschen, die sonst vielleicht politikverdrossen wären.
Interview: Peter Viebig/Petra Nossek-Bock
Artikel aus Lokales Nürnberger Zeitung 23.6.2009 NÜRNBERGER ZEITUNG