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Dagmar G. Wöhrl

Bundestagsabgeordnete, Nürnberg Nord. Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
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Rede anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse der Studie „Kultur- und Kreativwirtschaft“ am 17. Februar 2009

geschrieben am 17. Februar 2009

Mit unserer Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft wollen wir die Strukturen und großen  wirtschaftlichen Potentiale der Branche in die breite Öffentlichkeit hineintragen. Denn: Wie bei kaum einem anderen bedeutenden Wirtschaftsbereich fallen bei der Kultur- und Kreativwirtschaft Wahrnehmung und Wirklichkeit weit auseinander. Darauf werde ich gleich bei der Vorstellung der wichtigsten Ergebnisse der Studie noch mal zurückkommen. Außerdem wollen wir zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft konkrete Hilfestellungen dort geben, wo es aus Bundessicht notwendig und sinnvoll ist.

Diese Aufgabe betrifft vornehmlich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das auch die Haushaltsmittel der Initiative verwaltet. Aber: Wir haben uns in der Bundesregierung sehr bewusst für eine ressortübergreifende Zusammenarbeit entschieden. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass sich originäre Zuständigkeiten einzelner Ressorts , also z.B. Bundesministerium für Wirtschaft für KfW-Förderung, Bundesministerium der Justiz für Urheberrecht oder Bundesministerium für Arbeit und Soziales für Künstlersozialversicherung, im Sinne einer gemeinsamen Sache verbinden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der hier heute durch Frau Dr. Berggreen-Merkel vertreten ist, steuern gemeinsam die Umsetzung der Initiative. Bisherige Resonanz der betroffenen Wirtschaft ist überaus positiv.

Die nun in der Endfassung vorliegende Studie ist ein gewichtiger Baustein unserer Gesamtstrategie. Mit der Beauftragung der Studie haben wir auch die Empfehlung der Enquete-Kommission des Bundestages „Kultur in Deutschland“ aufgegriffen, die Forschung und Analyse zum Thema Kultur- und Kreativwirtschaft weiter zu intensivieren.

Rede im PDF Format zum Download

Rede anlässlich des LGA Wissensforum für Frauen am 14. Februar 2009 in Nürnberg

geschrieben am 14. Februar 2009

Allein dass ich bei so einem spannenden Wissensforum wie Ihrem über „Erfolg“ referieren kann, ist schon ein Erfolg. Als ich allerdings kürzlich in einem Interview gefragt wurde, was ich als meinen allergrößten Erfolg im Leben ansehe, habe ich geantwortet: Meine Kinder! Das war keine Koketterie, keine falsche Bescheidenheit, wirklich nicht, das war eine spontane Antwort. Denn Erfolg ist doch letztendlich das, was einen besonders stolz macht. Deswegen wehre ich mich dagegen, Erfolg zu eng zu definieren. Ich denke, wenn man mit seiner Selbstentfaltung in welchem Bereich auch immer – auch in der Familie -  zufrieden ist, dann ist das auch Erfolg.

Brigitte Bardot hatte Recht, als sie sinngemäß mal sagte: „Es ist gut, Erfolg im Leben zu haben, aber noch besser ist es, sein Leben zum Erfolg zu machen!“
Genau das meine ich: Erfolg bemisst sich eben nicht nur in Jahreseinkommen und Rampenlicht. Die Businessfrau mit dem designten Single-Leben ist nicht das einzige Erfolgsmodell. Ist das die neue „Siegerin“? Nein, ich denke, das sind eher die alten Klischees. Gerade junge Frauen sind sicher nicht mehr die Frauen von gestern. Aber auch nicht die Männer von heute! Das Bild der unnahbaren Gewinnerin zeugt für mich eher von Geltungsbedürfnis und Erfolgszwang. Ich persönlich kenne viele tolle, engagierte und erfolgreiche Frauen.

Was mir an ihnen besonders imponiert: Sie sind allesamt keine Erfolgsroboter, sie haben durchaus den Mut, auch Schwächen zu zeigen, sensibel zu sein, Niederlagen und Fehler offen zuzugeben. Und gerade weil Erfolg so individuell sein kann – gibt es auch keinen Masterplan dazu.  Mein eigener Weg führte über eine eigene Anwaltskanzlei, ein eigenes Unternehmen, den Nürnberger Stadtrat, wo ich politisch mitmischen wollte. Dann meine Wahl in den Deutschen Bundestag  -  bis ich vor drei Jahren in das Bundeswirtschaftsministerium als Staatssekretärin gewechselt habe. Das alles war so überhaupt nicht geplant. Vieles hat sich so ergeben, einige Gelegenheiten habe ich spontan ergriffen. Als Politikerin war ich eigentlich eine Quereinsteigerin.

Mit 17 wollte ich noch Tierärztin werden. Heute kümmere ich gern um Tiere, allerdings als Präsidentin des Nürnberger Tierschutzvereins. Immerhin. Und da es hier um die „Geheimnisse“ erfolgreicher Frauen geht, darf ich meine wichtigste Erfahrung verraten: Wenn man erfolgsbesessen ist, ist man selten erfolgreich.
Erfolg ist fast immer ein Nebenprodukt!

Rede im PDF Format zum Download

LGA

Promis kochen fürs Tierheim

geschrieben am 14. Februar 2009

Viermal im Jahr können Tierfreunde ins Restaurant Sebald zum Schlemmen gehen und sich dabei richtig verwöhnen lassen. Tierheim-Leiter Denny Baruch und ich werden bei der Auftakt-Veranstaltung am 28.2. etwas Köstliches zaubern. Heute wurde nur geübt – und die Benefiz-Aktion der Nürnberger Presse vorgestellt.

2009.02.14 Restaurant Sebald Kochen für Tiere Denny Baruch

Treffen mit dem Dalai Lama

geschrieben am 12. Februar 2009

Ich hatte schon mehrfach die Ehre, dem Dalai Lama persönlich zu begegnen. Nicht nur über meine politische Tätigkeit, sondern vor allem im Rahmen meiner Aktivitäten für die Emanuel-Stiftung. Was für eine Freude, ihn in Baden-Baden begrüßen zu können und ihm zum Deutschen Medienpreis zu gratulieren.

2009.02.10_dalai_lama_und_dagmar_woehrl

Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg tritt sein Amt an

geschrieben am 10. Februar 2009

Karl-Theodor zu Guttenberg hat heute sein Amt als neuer Bundesminister für Wirtschaft und Technologie angetreten. Umfragen haben ergeben, dass die Bundesbürger meinen neuen Chef keineswegs für zu jung oder zu unerfahren halten. Das freut mich sehr. Denn ich bin mir sicher, dass er seine Aufgabe sehr gut machen wird.

Quelle "Deutscher Bundestag"

Quelle "Deutscher Bundestag"

Michael Glos hört auf

geschrieben am 9. Februar 2009

Damit hat keiner gerechnet. Mein langjähriger, hoch geschätzter Kollege und Mitstreiter Michael Glos möchte von seinem Amt als Bundeswirtschaftsminister zurücktreten. Viele diskutieren darüber, aber ich weiß: Michel Glos hat einen tollen Job gemacht!

2009.02.02.Bundeswirtschaftsminister-Michael_Glos_hoert_auf

Anlässlich der Eröffnung der „PENNY-Ostmesse“ (REWE-Group) am 04. Februar 2009 in Berlin

geschrieben am 4. Februar 2009

In den 90-er Jahren war es ein viel und heftig diskutiertes Thema, wie mehr „Ostprodukte“ in die Filialen der großen westdeutschen Handelsketten kommen. Höhepunkt war dann die große Leistungsschau der ostdeutschen Konsumgüterindustrie 1997 in Düsseldorf. Damals hatten sich die großen Handelsunternehmen verpflichtet, ihren Anteil an Produkten aus den neuen Ländern maßgeblich zu erhöhen. Seitdem war es ruhiger geworden um das Thema. Heute reden wir nicht mehr über Quoten und Anteile. Wir erinnern uns an 20 Jahre Mauerfall. Insofern ist dies ein guter Zeitpunkt zu schauen, wo wir jetzt stehen.

Alle haben erkannt, dass wir die neuen Bundesländer nicht nur als zusätzliche Absatzmärkte sehen können. Die Menschen, die in den Geschäften konsumieren sollen, müssen das Geld dafür mit eigener Arbeit verdienen können. Die Erfahrungen aus den vergangenen 20 Jahren haben gezeigt: dies gelingt am besten im Wettbewerb auf offenen Märkten. Für die stärkere Listung von Ost-Produkten z.B. von Penny war entscheidend, dass es eine nicht nachlassende Nachfrage nach vertrauten „Ost-Marken“ gab.

Aber deswegen hat noch lange nicht jede dieser Marken überlebt. Erfolgreich waren und sind die Hersteller, denen es gelang, Tradition der bekannten Marken geschickt mit Innovation und einem guten Marketing zu verknüpfen. Das Erfolgskriterium ist daher in Ost wie West gleich: die Hersteller müssen sich auf eine sich ständig verändernde Nachfrage einstellen.

Rede im PDF Format zum Download

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